Im Gedenken

Pater Alberto Fernàndez Merayo SAC

In den frühen Morgenstunden des 07. April 2020 verstarb im Krankenhaus “Monte San Isidro” in León – Spanien, unser Mitbruder Pater Alberto Fernàndez Merayo SAC im Alter von 72 Jahren, im 51. Profess- und 46. Priesterjahr.

Er wurde am 12. Juli 1948 in Albares de la Ribera, in der Nähe der Stadt Ponferrada (Provinz León), geboren. Seine Eltern waren José Manuel Fernández und María del Rosario Merayo. Sein Vater war Landwirt und Bergarbeiter, seine Mutter war Hausfrau und half in der Landwirtschaft und bei der Viehzucht von Schafen und Ziegen.

Er ging zur Schule in seinem Heimatort, und ab 1959 besuchte er das Internat der Pallottiner in Castrillo de San Pelayo, nahe Veguellina de Órbigo, wo er schließlich das staatliche Abitur ablegte.
Im September 1967 begann er das Noviziat in Carranza, das er am 08. September 1969 mit der ersten Profess beendete. Im selben Jahr ging er noch nach Vitoria, um das Studium an der philosophisch- theologischen Universität von Nordspanien zu beginnen.

Nach dem Abschluss seines Studiums erhielt er am 23. Juni 1974 in Castrillo de San Pelayo die Priesterweihe.
Als Neugeweihter begann er seine pastorale Arbeit 1976 in der Pfarrei “Königin der Apostel” in Santurce. Er war auch Religionslehrer am Städtischen Gymnasium.

Im September 1987 wurde er nach Vitoria, der Hauptstadt des Baskenlandes, versetzt. Dort verbrachte er die meiste Zeit seines priesterlichen Lebens: Er war Mitarbeiter in mehreren Pfarreien und engagierte sich vor allem in der Erwachsenenbildung. Als am 25. März 2000 die Niederlassung Vitoria aufgegeben wurde, war er der letzte Pallottiner in der Stadt Vitoria und lebte dort noch drei Jahre in einer Pfarrwohnung.
Im Oktober 2003 ging er nach Ponferrada, um näher bei seiner Mutter zu sein, die jetzt Witwe war. Er lebte in der Niederlassung Ponferrada. Von dort aus arbeitete er als Kaplan im Krankenhaus “Hospital de la Reina” sowie in der Seelsorge von 5 kleinen Pfarreien in den Bergen: Santiago de Peñalba mit seinen renommierten mozarabischen Kirchen, San Clemente, Valdefrancos, San Esteban und Villanueva de Valdueza. Er half auch in der Basilika von La Encina als Beichtvater und in der Erwachsenenkatechese.

Im September 2017 erlitt er einen Hausunfall. Bei seinem Treppensturz brach er sich das Schlüsselbein und mehrere Rippen. Leider verschlechterte sich in der Folge seine gesundheitliche Gesamtverfassung sehr gravierend. Aufgrund dessen kam er im November 2017 nach Castrillo de San Pelayo in das Altenheim, das früher unser Internat war.
Mitte März 2020 infizierte er sich am Covid-19 und wurde ins Krankenhaus nach León gebracht.
Dort verstarb er am 07. April 2020.

Am 08. April 2020 wurde er in seinem Heimatort Albares de la Ribera beigesetzt. Dort ruht er bei seinen Eltern.
Das Requiem konnte aufgrund der Covid-19-Maßnahmen nicht stattfinden. Dies wird geschehen, wenn wir die jetzige Situation überwunden haben.

P. Alberto war ein kulturell sehr gebildeter Mitbruder, immer von Büchern umgeben, er konnte stundenlang lesen. Er war vor allem an der spanischen Sprachwissenschaft und der Etymologie, sowie der Geschichte interessiert. Er war ein geschätzter Experte in der Geschichte des ersten Christentums in Spanien. Theologisch verbrachte er viel Zeit mit der Christologie.

(Übersetzung aus dem Spanischen von P. Santiago Juárez Fuertes SAC)

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