Zusammenschluss von 125 starken katholischen Verbänden
Eine starke Stimme für Menschenwürde, Gemeinwohl und Gerechtigkeit
Die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) hat einen neuen Vorstand. Am Wochenende wurde Matthias Dantlgraber, Geschäftsführer des Familienbundes der Katholiken, zum neuen Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich sehr über die Wahl“, sagt er. „Gerade in der aktuellen politischen Situation brauchen wir starke katholische Verbände, die sich gegenseitig unterstützen. Wir brauchen sie als Stimme für Menschenwürde, Gemeinwohl und Gerechtigkeit. Ich setze mich für starke Verbände in einem starken ZdK ein.“
Familienbund, Katholische Jugend, Kolping, Arbeitnehmerbewegung, Frauengemeinschaft, Publizistinnen…
Als stellvertretende Vorsitzende wurden Volker Andres vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und Alexandra Horster (Kolping) gewählt. Dem Vorstand gehören künftig außerdem an: Oliver Bühl von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), Ruth Fehlker von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Joachim Frank von der Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten (GKP), Christiane Fuchs-Pellmann vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB), Gabriele Klingberg von der Bundeskonferenz der Religionslehreverbände (BKR), Florian Leimann vom Sozialdienst katholischer Männer (SKM), Pfarrer Dr. Matthias Leineweber von der internationalen Laienbewegung St. Egidio und Adelheid Singer-Luschka vom Heliand-Bund (Kreis Katholischer Frauen).
Katholische Verbände stehen für Millionen Mitglieder
In der AGKOD sind rund 125 katholische Verbände, Geistliche Gemeinschaften und Bewegungen, Säkularinstitute sowie Aktionen, Sachverbände, Berufsverbände und Initiativen zusammengeschlossen. Sie stehen für mehrere Millionen Mitglieder der katholischen Kirche in Deutschland.
Große Enttäuschung über Verbot aus Rom
Beim Studientag auf der 30. Delegiertenversammlung in Ludwigshafen beschäftigte sich die AGKOD mit den Ergebnissen der jüngsten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung in Deutschland sowie mit der Aufarbeitung des Missbrauchs in der Kirche und der Verantwortung der Lai*innen. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp und Susanne Brandes, Projektleiterin „Kirche für Demokratie“ der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt, setzten einen Impuls zur Demokratieförderung durch katholische Organisationen in Zeiten der Demokratiegefährdung.
Die Apostel haben von Maria von Magdala die Osterbotschaft empfangen. Es ist denkbar, dass diese Tatsache konkrete Auswirkungen auf die Partizipation der Frauen in der Kirche hat.
Mit überwältigender Mehrheit verabschiedete die Versammlung eine Stellungnahme (siehe unten) zum jüngst in Rom ausgesprochenen Predigt-Verbot für Lai*innen in der Eucharistiefeier. „Die abschlägige Antwort ist für uns engagierte Gläubige eine große Enttäuschung“, heißt es in dem Beschluss. „Denn die Dokumente der Weltsynode haben etwas anderes erwarten lassen.“ Es sei wichtig, sich nun nicht entmutigen zu lassen und „als Gläubige jeden Geschlechts weiterhin das Evangelium mit vielfältigen Stimmen und Perspektiven zu verkünden“.

Originaltext der Stellungnahme katholischer Verbände
Beschluss der 30.Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands AGKOD:Im Namen der katholischen Kirche in Deutschland hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, beim Dikasterium für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung in Rom ein Indult (Sondererlaubnis) für die Predigt durch nicht geweihte Gläubige in der Eucharistiefeier beantragt.
Die abschlägige Antwort darauf ist für uns engagierte Gläubige, die in Treue zu unserer Kirche konstruktiv ihre Zukunft mitgestalten, eine große Enttäuschung.
Denn die Dokumente der Weltsynode haben etwas anderes erwarten lassen. Ermutigt hat uns als Ortskirche der vom Dikasterium für die Glaubenslehre verfasste Bericht über „Frauen im Leben und in der Leitung der Kirche“. Er stellt fest, dass „Christus, als er den Aposteln die große Osterbotschaft verkündete, eine Frau gewählt hat: Maria von Magdala. Die Apostel selbst haben von ihr diese Botschaft empfangen. Es ist also denkbar, dass diese Tatsache konkrete Auswirkungen auf die Partizipation der Frauen in der Kirche hat.“ (Bericht von Studiengruppe 5 über die Partizipation von Frauen im Leben und in der Leitung der Kirche, Teil 2, Nr. 38, März 2026).
In diesem Sinne sehen wir uns ermutigt, als Gläubige jeden Geschlechts weiterhin das Evangelium mit vielfältigen Stimmen und Perspektiven zu verkünden.
Ludwigshafen, 27.Juni 2027

Quelle: Pressemitteilung im Auftrag der AGKOD versendet über die Pressestelle des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
Symbolbild für Menschenwürde, Gemeinwohl und Gerechtigkeit: Bijac (Sacred Heart of Jesus depicted in traditional Catholic art by AI)
Fotos vom Abschluss der Weltsynode 2024: ©synod.va/Lagarica
Link zur Stellungnahme zum Predigt-Verbot aus Rom als Pdf
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