Nach zweijähriger Planungsphase soll hier im Herbst die Pallotti-Augenklinik eröffnet werden.

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Sehen schenken heißt: Leben verändern

„Ein Traum wird Wirklichkeit – die Pallottiner Augenklinik“

Es klingt beinahe wie ein Märchen, doch es ist Realität: Ein nigerianischer König schenkt den Pallottinern einen Palast, wodurch ein lang gehegtes Herzensprojekt verwirklicht werden kann – eine Augenklinik für die Menschen der gesamten Region.

Doch der Reihe nach: Die Pallottiner sind seit fast 20 Jahren in Nigeria tätig. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt rund um den Ort Mbaukwu. Dort kümmern sich engagierte Mitbrüder nicht nur um die Gemeindearbeit, sondern betreiben auch ein Jugendzentrum sowie eine kleine Wasserfabrik. Zu traditionellen Herrschern wie Igwe („König“) Anukwu besteht seit Beginn ein enger Kontakt. Bereits vor einigen Jahren stellte er Land zur Verfügung, um der Gemeinschaft eine dauerhafte Präsenz zu ermöglichen.

Der König blickt auf ein bewegtes Leben zurück – als kulturelles Oberhaupt ebenso wie als Verantwortlicher in internationalen Unternehmen. „Ich bin viel gereist, habe Konflikte geschlichtet und Firmen geleitet – und heute bin ich beinahe blind. Die Ärzte kamen zu spät, weil es hier keine gab. In Nigeria verlieren so viele Menschen unnötig ihr Augenlicht – unabhängig davon, ob sie arm oder reich sind“, berichtet er.

Um dem großen Problem der vermeidbaren Blindheit in seiner Heimatregion entgegenzuwirken, stellte König Igwe den Pallottinern schließlich sein Gebäude zur Verfügung.

Nach zweijähriger Planungsphase wird nun im Herbst 2026 die Pallotti-Augenklinik eröffnet – ein Anlass großer Freude. Das Konzept sieht vor, dass diejenigen, die es sich leisten können, für ihre Behandlung bezahlen, während bedürftige Patienten kostenlos versorgt werden. Darüber hinaus engagiert sich das Projekt in der Ausbildung lokaler Ärzte und Optiker, um qualifiziertes Personal auszubilden und langfristig vor Ort zu halten.

Pater Innocent zu Besuch beim Ehepaar Nwafor in Akabor, Mbaukwu – beide erblindet infolge eines nicht oder unzureichend behandelten Grünen Stars.

In Nigeria ist Blindheit kein Einzelfall. Schätzungen zufolge sind dort bis zu 4,25 Millionen Menschen betroffen und jährlich kommen weitere 50.000 bis 100.000 neue Fälle hinzu. Besonders erschütternd ist dabei, dass über 80 Prozent dieser Erblindungen vermeidbar oder heilbar wären. Häufig braucht es keine aufwendige Hochleistungsmedizin, sondern lediglich eine rechtzeitige Untersuchung – eine Maßnahme, die für uns selbstverständlich ist, für viele Menschen vor Ort jedoch unerreichbar bleibt.

In zahlreichen Regionen Afrikas bedeutet eine Augenerkrankung weit mehr als nur körperliches Leid. Sie führt oft zu Armut, gesellschaftlicher Ausgrenzung und dem Verlust von Selbstständigkeit. Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, Erwachsene verlieren ihre Arbeit, und ganze Familien geraten unter Druck, weil sie ein erblindetes Mitglied versorgen müssen.

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Genau hier setzen wir Pallottiner gemeinsam mit Ihnen an: Mit dem Aufbau einer bescheidenen, aber dringend benötigten Augenklinik in Mbaukwu schaffen wir einen Ort der Hoffnung. Einen Ort, an dem Augenerkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können – und an dem viele Fälle von Blindheit verhindert werden.

Mit Ihrer Online-Spende tragen Sie dazu bei, diese medizinische Versorgung dauerhaft zu sichern. Sie schenken nicht nur Augenlicht, sondern auch Selbstständigkeit, Würde und Zukunft. Sie helfen, Leben grundlegend zu verändern.

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In der Freizeit, im Straßenverkehr oder während der Arbeit – überall können vermeintlich harmlose Einflüsse wie Staub, Sand oder Insekten zu schwerwiegenden Augenkrankheiten führen.

Vermeidbare Blindheit in Nigeria

Augenleiden und vermeidbare Blindheit treten in afrikanischen Ländern deutlich häufiger auf als bei uns. Doch woran liegt das?

Ein wesentlicher Grund ist der begrenzte Zugang zu augenärztlicher Versorgung. Es gibt nur wenige Kliniken, beispielsweise für Operationen des Grauen Stars (Katarakt) oder des Grünen Stars (Glaukom). Viele Menschen leben weit entfernt von Gesundheitszentren oder können die Behandlungskosten nicht tragen. In Nigeria kommt – je nach Region – nur ein Augenarzt auf bis zu 500.000 Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland betreut ein Augenarzt etwa 13.000 bis 20.000 Menschen.

Hinzu kommt eine hohe Belastung durch Infektionskrankheiten. Viele Augenkrankheiten werden durch bakterielle Infektionen, meist Bindehautentzündungen, ausgelöst oder verschlimmert. Dies stellt insbesondere in Regionen mit schlechter Wasserversorgung und mangelhaften hygienischen Bedingungen ein großes Problem dar.

Auch die Verbreitung unbehandelter chronischer Erkrankungen spielt eine wichtige Rolle. Diabetes oder Bluthochdruck werden häufig zu spät erkannt oder unzureichend behandelt, was zu schweren Schäden an der Netzhaut führen kann.

Ein weiterer Faktor ist der Mangel an Aufklärung und Vorsorge. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, frühzeitige Behandlungen und Schutzmaßnahmen sind oft weder selbstverständlich noch verfügbar. Zudem begünstigen Armut, Unterernährung und hohe UV-Strahlung die Entstehung von Augenproblemen. Insbesondere Vitamin-A-Mangel ist nach wie vor ein bedeutender Risikofaktor, vor allem bei Kindern.

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Die Menschen hinter dem Projekt
Lernen Sie das erfahrene lokale Team der Pallottiner-Augenklinik kennen:

Eine Augenklinik für Nigeria

Hallo, ich bin Pater Innocent,
der zukünftige medizinische Leiter der Pallottiner-Augenklinik. Schon jetzt bin ich Ansprechpartner in Gesundheitsfragen – sowohl für meine Mitbrüder als auch für die Menschen der Gemeinde – und helfe, wo ich kann. Derzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Optometristen, um mich optimal auf meine Aufgabe vorzubereiten. Ich denke stets praktisch und wirtschaftlich und verspreche, die mir anvertrauten Spenden mit größter Sorgfalt einzusetzen. Mit Gottes Hilfe und Ihrer Unterstützung werden wir eine Augenversorgung schaffen, die über Generationen Bestand hat.

Eine Augenklinik für Nigeria

„Ich grüße Sie. Mein Name ist Pater Cosmas,
ich bin Delegat des Provinzials in Nigeria. In dieser Funktion trage ich Verantwortung für Priester, Seminaristen und Mitarbeitende. Zu meinem Netzwerk gehören Regierungsvertreter sowie Führungspersönlichkeiten im Gesundheitswesen. Dieses Netzwerk gewährleistet einen reibungslosen Klinikbetrieb und eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Unser Finanzierungsmodell – 50 Prozent zahlende und 50 Prozent geförderte Patienten – sichert die langfristige Tragfähigkeit der Klinik. Nach drei Jahren soll sie eigenständig arbeiten. Ihre Unterstützung baut auf Jahrzehnten erfolgreicher Missionsarbeit auf. Gemeinsam können wir künftig vermeidbare Erblindung verhindern.“

Eine Augenklinik für Nigeria

„Ich bin Pater Peter
und verantwortlich für den Bereich Recht und Compliance. Ich stamme aus einer angesehenen Familie und verfüge über Abschlüsse in Theologie und Rechtswissenschaft – eine ideale Grundlage für diese Aufgabe. Ich stelle sicher, dass alle Prozesse den Schutz von Patienten, Mitarbeitenden und Spendern gewährleisten. Finanzielle Transparenz ist für uns unverzichtbar: Jeder Euro wird nachvollziehbar verwendet, jede Transaktion dokumentiert und jede Partnerschaft regelkonform gestaltet. Meine juristische Expertise umfasst die Einhaltung nigerianischer Gesundheitsvorschriften, internationaler Qualitätsstandards sowie der pallottinischen Rechenschaftsstrukturen. Durch meine Arbeit können Sie sicher sein, dass Ihre Unterstützung dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird – bei den Patienten.

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