
XV Congresso Consultivo dei Superiori Maggiori SAC 2026
Beim Treffen im bayerischen Friedberg kommen die Höheren Obern aus fünf Kontinenten zusammen
Vom 13. bis 18. April 2026 tagt im Provinzialat der Pallottiner im bayerischen Friedberg der „Beratende Kongress der Höheren Obern der Pallottiner“. Eingeladen sind die Höheren Obern aus allen Provinzen der Welt. Geleitet wird das Treffen von Generalrektor Pater Zenon Hanas SAC; als Moderatoren wirken Pater Rahul Philips SAC und Pater Richard Ngono Edjili SAC. Gastgeberin ist in diesem Jahr die Herz-Jesu-Provinz, vertreten durch Provinzial Pater Markus Hau SAC.
Der offizielle lateinische Name der Gemeinschaft lautet Societas Apostolatus Catholici; die von den Pallottinern verwendete Abkürzung SAC leitet sich aus den Anfangsbuchstaben dieses Namens ab. Die Gemeinschaft gehört zur Vereinigung des Katholischen Apostolates, die 1835 gegründet wurde.
Ein dichtes Programm in klarem Tagesrhythmus
Begonnen hat das Treffen am Montagabend mit einer Eröffnungsmesse in der Pallotti-Kirche, die von Provinzial Pater Markus Hau SAC geleitet wurde. Das Programm, das am Dienstag mit einer Einführung durch den Generalrektor fortgesetzt wurde, folgt einem klaren und straffen Tagesablauf. Der Tag beginnt um 7.00 Uhr mit der Heiligen Messe. Anschließend frühstücken alle gemeinsam, bevor sich die Teilnehmer ab 8.30 Uhr im Plenum versammeln. Unterbrochen von Pausen, Gebetszeiten und Mahlzeiten dauert das offizielle Programm bis 20.30 Uhr. Danach bleibt Zeit für Erholung und persönlichen Austausch. Nach der feierlichen Abschlussmesse am Samstag werden die rund 40 Teilnehmer wieder in ihre Provinzen zurückkehren.
Pallottinische Provinzen umfassen oft mehrere Länder. Die Herz-Jesu-Provinz mit Provinzialat in Deutschland erstreckt sich auf Deutschland, Österreich, Kroatien, Spanien, Nigeria, Südafrika und Malawi. Weltweit ist die Gesellschaft in 16 Provinzen und 7 Regionen gegliedert. Jede von ihnen trägt einen Eigennamen, der zugleich das Patronatsfest der jeweiligen Einheit bestimmt.
Auf der ganzen Welt gibt es mehr als 300 offiziell errichtete örtliche Gemeinschaften. Manche von ihnen sind klein und bestehen aus drei bis vier Mitbrüdern. Andere, etwa Formationshäuser oder Priesterseminare, können deutlich größer sein. Provinzialate befinden sich beispielsweise in Italien, Irland, Polen, Brasilien, den USA, Indien, Ruanda oder Kamerun. Regionalbüros gibt es unter anderem in Uruguay, Frankreich, Argentinien, Australien und Tansania. Derzeit zählt die Gemeinschaft weltweit etwa 2300 – 2500 Mitbrüder. Ihre Zahl entwickelt sich in den verschiedenen Weltregionen unterschiedlich – je nach Berufungslage vor Ort und der Entsendung von Missionaren. Gegenwärtig arbeiten Pallottiner in mehr als 40 Ländern. Die zahlenmäßig größten Gemeinschaften finden sich in Polen, Deutschland, Brasilien, Indien und in verschiedenen afrikanischen Ländern.
Da die Mitglieder mehr als 40 Sprachen sprechen, ist es nicht möglich, mit allen in ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Deshalb werden sieben „offizielle“ Sprachen verwendet: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch.
Impressionen aus der Pause am Dienstagvormittag:











Treffen soll Einheit und Zusammenarbeit stärken
Von Zeit zu Zeit beruft der Generalrektor die Höheren Obern zu einer beratenden Zusammenkunft ein, um mit ihnen grundlegende Fragen zum Zustand der pallottinischen Gesellschaft und zu neuen Zielsetzungen zu besprechen. Ziel des Treffens ist es, die Einheit und die interprovinzielle Zusammenarbeit zu stärken. Dabei können anstehende Probleme beraten und gelöst sowie gemeinsame Perspektiven und Planungen entwickelt werden.
Höhere Obere sind der Generalrektor, die Provinziale der pallottinischen Provinzen, die Regionalen der pallottinischen Regionen sowie deren Stellvertreter. Sie werden von den Mitgliedern für drei bis sechs Jahre gewählt. Im Rahmen des allgemeinen Rechts und des Eigenrechts der Gesellschaft sind die Obern befugt, Anordnungen zu geben und Entscheidungen zu treffen. Dabei stehen ihnen Räte zur Seite. Im Interesse des Wohls der Gesellschaft sollen die Provinziale ihre Provinz in Übereinstimmung mit dem Generalrektor leiten und ihn regelmäßig über alle wichtigen Vorgänge in der Provinz informieren.
Die Obern der Pallottiner sind kraft ihres Amtes zu einem besonderen Dienst berufen: Sie sollen die Sendung schützen und fördern, die Vinzenz Pallotti allen Mitbrüdern aufgetragen hat, und zugleich die vielfältigen Begabungen und Initiativen der Mitbrüder auf die gemeinsame Aufgabe hin einen.
Vor Ort in ihren Provinzen sollen sie die Mitglieder der Gemeinschaft so weit wie möglich in die Verantwortung einbeziehen und mit ihnen die wichtigen Fragen des Apostolates und des gemeinsamen Lebens besprechen. Denn alle Mitglieder antworten in der Weihe auf den Ruf Gottes und werden dadurch zu mitverantwortlichen Trägern der pallottinischen Gesellschaft und ihres gemeinsamen Apostolats. Jedes Mitglied hat von Gott eigene Gaben empfangen, die es für das gemeinsame Werk fruchtbar machen soll.
Beitrag: Josef Eberhard
Bilder: Josef Eberhard (Pausenimpressionen), P. Rainer Schneiders (Eröffnungsgottesdienst), P. Vanderlei Luiz Cargnin (Slider)
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