
„Die Pallottiner sind mein Zuhause“
Br. Lindani über seine ersten Wochen im bayerischen Friedberg, die deutsche Sprache und den Mut, an neuen Erfahrungen zu wachsen
Von Südafrika nach Friedberg: Bruder Lindani Maxwell Mzelemu SAC kommt aus Umzinto in Südafrika. Die Stadt gehört zur südlichen Küstenregion KwaZulu-Natal und liegt etwas landeinwärts vom Indischen Ozean. Die bekannte Stadt Durban ist die nächstgelegene große Metropole und ein wichtiger wirtschaftlicher und kultureller Bezugspunkt der Region.
Bruder Lindani lebt derzeit im Provinzialat der Pallottiner. Er besucht täglich eine Sprachschule, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Gute Sprachkenntnisse sind eine Voraussetzung für seinen geplanten Wechsel in die Ausbildungskommunität in Vallendar. Als „Mitbruder mit zeitlicher Weihe im Studium“ lebte er zuvor mit zehn weiteren Mitbrüdern im Vincent Pallotti House in Merrivale (Südafrika).
Eva Kroll sprach mit ihm über seine ersten Eindrücke.
Sie sind jetzt seit drei Wochen hier im Provinzialat in Friedberg. Was waren Ihre Herausforderungen bisher?
Es ist das erste Mal, dass ich international gereist bin. Das war schon die erste große Herausforderung. Zu wissen, dass hier eine komplett neue Sprache auf mich zukommt und es bestimmt lange dauern wird, sie zu meistern, macht es natürlich nicht leichter. Auch die fremde Kultur und die andere Lebensart hier lassen mich manchmal überlegen: Schaffe ich das?
Aber es ist auch ein bisschen wie nach Hause kommen, denn die Pallottiner sind mein Zuhause. Einige Mitbrüder kenne ich schon aus meiner Zeit in Südafrika. Es ist schön, hier vertraute Gesichter zu sehen.
Was erhoffen Sie sich von Ihrer Zeit hier?
Vor allem möchte ich Deutsch lernen. Ich möchte die Menschen verstehen und mich an Gesprächen beteiligen können. Und dann möchte ich auch in der Lage sein, das Land auf eigene Faust zu erkunden. Darauf freue ich mich schon!
Gibt es etwas, das Sie besonders vermissen?
Am meisten vermisse ich das Tanzen und Musizieren, das in der Liturgie in Südafrika üblich ist. Und auch ein bisschen die Art und Weise, wie das Essen zu Hause zubereitet wird. Die Zutaten hier sind zwar die gleichen wie in Südafrika, aber die Kombination der einzelnen Komponenten und die Art der Zubereitung sind anders.
Welche Worte haben Sie in letzter Zeit gehört oder gelesen, die Sie gerade tragen?
Der Rektor in Südafrika hat mir zum Abschied gesagt: „Go to Germany and be a man.“ Für mich bedeutet das: Schaffe es allein, sammle diese Erfahrung und wachse daran. Das beflügelt und motiviert mich gerade sehr!

Das Interview führte: Dr. Eva Kroll
Portrait-Foto: Dr. Eva Kroll
Symbolfotos: traveldia (Stadtansicht von Friedberg), shams Faraz Amir (Durban Golden Mile Beach)
Diesen Beitrag teilen...
Weitere Beiträge
Das könnte Sie auch interessieren
Mitreden, Mitmachen, Mithelfen!
In Kontakt bleiben. Kostenlos 12 x pro Jahr!
Liken, kommentieren, abonnieren
Herzliche Einladung: Reden Sie mit!
Öffnen Sie sich Räume
Gemeinsam die Welt verändern!

























































