
„Leseschlüssel“ für apokalyptische Texte
Mitbrüder entschlüsseln die Johannesapokalypse als Kraftquelle in unsicheren Zeiten
Vom 27. bis 30. September 2026 fand im Pastoraltheologischen Institut der Pallottinerinnen in Friedberg eine Fortbildung statt, die das letzte Buch der Bibel intensiv beleuchtete.
Als Referent konnte hierfür Prof. Dr. Hans-Georg Gradl, Professor für Neues Testament an der Universität Trier, gewonnen werden. 20 Mitbrüder unterschiedlichsten Alters nahmen an der dreitägigen Veranstaltung teil und folgten mit großem Interesse den lebendigen Vorträgen des Trierer Neutestamentlers.




Vermeintlich düstere Prophezeiungen entschlüsseln
Angesichts globaler Herausforderungen erfreuen sich die apokalyptischen Texte derzeit wieder großer Beliebtheit. Die Fortbildung widmete sich der Frage, wie die drastischen Bilder von Krisen, Kriegen und Plagen in die heutige Zeit übersetzt werden können. Da das Werk aus einer fremden Epoche und Kultur stammt, erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsam mit Prof. Dr. Gradl notwendige „Leseschlüssel“.
Ziel war es, die vermeintlich düsteren Prophezeiungen zu entschlüsseln und die Johannesoffenbarung in ihrem Kern freizulegen: als ein starkes Hoffnungs- und Trostbuch inmitten persönlicher und gesellschaftlicher Krisen.

Bericht und Fotos: P. Christoph Lentz
Symbolbild: tomertu adobe stock
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