Franziskanerinnen und Pallottiner singen, schunkeln und tanzen

Die Ausbildungskommunität der Pallottiner zu Gast im Kloster Sießen

Das Kloster Sießen ist ein Ort franziskanischer Fröhlichkeit und tiefer Christusbegegnung. Das durften die zwölf Pallottiner der Ausbildungskommunität aus Vallendar vom 12. bis 15. Februar 2026 erfahren. Schwester Dorotheen OSF und Schwester Birgit OSF begleiteten die Gruppe aufmerksam und bereicherten die Gemeinschaftstage – gemeinsam mit den rund 120 Franziskanerinnen – auf eindrucksvolle Weise.

So begannen die Tage der Gemeinschaft: mit Fastnacht und der Sauschwanzmusik aus Bad Saulgau. Franziskanerinnen und Pallottiner sangen, schunkelten und tanzten miteinander. Am selben Tag traf sich die Gruppe zur Stillen Anbetung in der Klosterkapelle und feierte mit einem originellen Schwesternorchester die Eucharistie. Eindruck hinterließ auch das vielfältige Klosterleben: eine eigene Schreinerei, ein eigener Konditor und eine hervorragende Küche. Sr. Iris OSF führte in das Leben und die Kunst von Sr. Innocentia Hummel OSF ein; Sr. Agnes OSF erschloss die Kunst der Paramentik. Mit Sr. Luzia OSF und Sr. Damaris OSF lernten die Gäste zudem die Jugendarbeit in Sießen kennen – mit Tanz, Spiel und Gesang.

Ein weiterer Höhepunkt war der Narrengottesdienst in Renhardsweiler: eine fröhliche Gemeinde mit vielen Kindern – eine Erfahrung, die in Deutschland selten geworden ist. Der Abschluss mit der gereimten Predigt von Spiritual Dr. Martin Schnietshauser sowie die herzliche Begegnung zwischen Schwestern und Gottesdienstgemeinde in der Klosterkirche wurden als besonderes Highlight erlebt.

Beim abschließenden köstlichen Mittagessen wurde nochmals gesungen und getanzt – gemeinsam mit den Schwestern und den Abiturientinnen, die sich in Sießen auf ihr Abitur vorbereitet hatten. Zum Dank für die gelungenen Tage klang die Zeit singend und tanzend aus. Sr. Dorotheen und Sr. Birgit: „Das war spitze – kommt, wir loben dafür Gott, den Herrn.“

Besuch im Kloster Sießen zur Fastnacht

Bericht und Bild: Pater Norbert Possmann SAC

Die Franziskanerinnen von Sießen

Das Kloster Sießen in Bad Saulgau (Baden-Württemberg) ist die Heimat der Franziskanerinnen von Sießen. Das Kloster Sießen liegt im Herzen Oberschwabens an der oberschwäbischen Barockstraße. Seit 1860 befindet sich hier das Mutterhaus. Zum Mutterhaus gehören der Mutterhauskonvent, der Konvent San Damiano im Haus St. Angela und Haus St. Klara. Hier ist der Sitz der Provinzleitung und Verwaltung der Gemeinschaft sowie der Generalleitung im Haus St. Angela. Hier findet die Ordensausbildung für die neuen Mitglieder statt, und hier können die älteren Schwestern ihren Lebensabend verbringen. Der Mutterhauskonvent ist der größte der Konvente mit ca. 60 Schwestern. Die jüngste Schwester ist 27 Jahre alt, die älteste 91 Jahre alt.

Was macht das Wesen dieses großen Konventes aus?

  • Zusammenleben verschiedener Generationen
  • Dienst der Anbetung und Feier der Liturgie
  • Offenes Haus für alle Schwestern der Gemeinschaft (weltweit)
  • Unterschiedlichste Aufgaben für die Gesamtgemeinschaft
  • Begegnung mit vielen Gästen

Das Mutterhaus gewährt den Besucherinnen und Besuchern sowie Gästen einen Ort der Begegnung, der Stille und des Gebets, der Orientierung und Ermutigung zum Glauben.
Im Torhaus befindet sich die Hummelausstellung. Gezeigt werden Werke von Sr. Innocentia Hummel, die mit ihren Hummelfiguren und Bildern zu Weltruhm gelangte. Der Hummelladen und der Klosterladen laden zum Stöbern ein. Zu festen Terminen kann man auch die Paramentenwerkstätte im Kloster Sießen bei einer Führung besichtigen. Die Paramentik ist eine hohe Kunst der Bereitung (lateinisch: parare) und hat eine lange Tradition in den Klöstern. Die Schwestern stellen dabei liturgische Gewänder und weitere Paramente mit werkstatteigenen Entwürfen her.

Quelle: KlosterSießen.de

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