Gläubige verehren den hl. Justinus

Ein mutiger und heiliger Märtyrer der frühen Kirche – ein Fürsprecher in vielen Notlagen und Krisen der Gesellschaft und der Kirche

Am Dienstag, dem 4. August 2026, wurde in der Wallfahrtskirche „Unseres Herren Ruhe“ in Friedberg das Fest des hl. Justinus, des Märtyrers, gefeiert. Um 8.30 Uhr versammelten sich die Gläubigen zur festlichen heiligen Messe und zur Verehrung des Heiligen an seinem Schrein. In diesem Jahr fiel das Fest wieder mit dem Gedenktag des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney, zusammen.

Wallfahrtsdirektor Pater Hans-Joachim Winkens würdigte das Leben der beiden Heiligen. Der Pfarrer von Ars erlebte in seiner Jugend die Französische Revolution und wirkte später als Priester segensreich. Der heilige Justinus diente im 3. Jahrhundert, zur Zeit schwerer Christenverfolgungen, als engagierter Seelsorger Christus. Mutig bestattete er bedeutende Heilige seiner Zeit trotz der Verfolgung nach christlichem Ritus: den heiligen Diakon Laurentius, den heiligen Papst Sixtus II. und den heiligen Kirchenschriftsteller Hippolyt.

Die mutige Bestattung der Toten als Werk der leiblichen Barmherzigkeit stellt eine besondere Verbindung zu Herrgottsruh und zur hiesigen, im Jahr 1727 gegründeten Bruderschaft her. Diese gedenkt auch der Verstorbenen im Gebet und ehrt sie.

Seit 1734 in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh

Die Reliquien des heiligen Justinus kamen im Jahr 834 von Rom in den Freisinger Dom. Durch die geschickte Vermittlung des Stadtpfarrers und Augsburger Domherrn Maximilian Franz von Eckher (1690–1749) wurden sie später vom Freisinger Dom nach Friedberg in die Pfarrkirche St. Jakob überbracht. Um 1734 wurden sie schließlich in den damaligen Neubau der Wallfahrtskirche Herrgottsruh überführt.

Seitdem ruht der heilige Justinus hier in seinem kostbaren Schrein. In vielen Notlagen und bei Krankheiten wird er von Pilgern sowie von Besucherinnen und Besuchern des Gotteshauses angerufen und verehrt. Viele berühren dabei seinen Schrein. Ein Heiliger zum Anfassen. In der bayerischen Herzogstadt gilt er als handfester Heiliger und Fürsprecher.

Geschmückter Schrein mit Blumen und Kerzen - am 4. August dem Gedenktag des hl. Justinus

Beitrag und Bild: Wallfahrtskirche Herrgottsruh

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