Landschaft mit Bergen in Malawi

It’s a Long Way to Kaphatika

Eine Reisegruppe aus St. Jakob in Friedberg besuchte die Partnerpfarrei St. Vincent Pallotti in Kaphatika

Malawi – ein Land der Superlative. Eines der ärmsten Länder der Welt, in dem ein normales europäisches Reisebudget, in die Landeswährung gewechselt, schnell in die Millionenhöhe geht. Ein Land, in dem ein neunsitziges Auto als 23-Sitzer ausgewiesen und auch als solcher genutzt wird, in dem sich 263 Kinder ein Klassenzimmer teilen und in einer einzigen Grundschule mehr als 3.500 Kinder unterrichtet werden. Ein Land, das sich von einem der größten Seen der Welt bis hin zu Dreitausendern erstreckt und von weiten Savannen bis zu dichten Wäldern reicht. Und ein Land, in dem sich eine einzige Pfarrei über Hunderte Quadratkilometer und mehr als hundert Filialgemeinden erstrecken kann.

Ab dem 28. Juni 2026 waren fünf aktive und ehemalige Mitglieder des Pfarrgemeinderats von St. Jakob zwei Wochen lang gemeinsam mit dem pallottinischen Missionssekretär Pater Reinhold Maise in dem südostafrikanischen Land unterwegs. Sie besuchten verschiedene Projekte der Pallottiner und wollten vor allem die Partnerschaft zwischen den Pfarreien Friedberg und Kaphatika, rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lilongwe, durch persönliche Begegnungen vertiefen. In Kaphatika befand sich die erste katholische Missionsstation der Pallottiner in Malawi. Heute betreuen die Pallottiner dort die Pfarrei St. Vincent Pallotti.

Das warme Herz Afrikas – die Menschen in Malawi

Die Reise war definitiv ein voller Erfolg! Vor allem der insgesamt viertägige Aufenthalt in unserer Partnerpfarrei mit ihren „nur“ 14 Filialgemeinden und dem ideenreichen Pallottiner Dumisani Nkhoswe als Pfarrer hat uns gezeigt, wie wichtig unser Engagement in Malawi war und ist – und wie hoffnungsvoll man zugleich in die Zukunft blicken kann.

Wo die Kinder noch vor wenigen Jahren unter freiem Himmel unterrichtet werden mussten, gibt es nun fest gemauerte Klassenzimmer. Wo noch in jüngerer Vergangenheit manche Menschen stundenlang bis zum nächsten Brunnen gehen mussten, ist die Wasserversorgung inzwischen deutlich besser. Und wo es früher keinerlei angemessene medizinische Hilfe gab, existiert nun ein kleines Krankenhaus für die Erstversorgung.

Freilich: Nach deutschen Maßstäben ist Malawi noch immer ein unfassbar armes Land und wird es wohl auch noch lange bleiben. Dafür birgt es jedoch einen Reichtum ganz anderer Art: den Reichtum seiner Menschen, die Freude, mit der sie durchs Leben gehen, und den Glauben, der sie stärkt und trägt.

Wir können vieles von Malawi lernen. Vielleicht war unser erster Besuch dort ein erster Schritt.

Zikomo nonse! – Danke an euch alle!

Partnerpfarrei St. Vincent Pallotti in Kaphatika
Vermutlich eine Gestalt des Gule Wamkulu.
Sonnenuntergang in Kaphatika - im Hintergrund liegt das Dorf

Bericht und Bilder: Julian Schmidt

Hier können Sie unsere Pallottiner-Projekte in Kamerun unterstützen:

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