Festgottesdienst zum Tag der Jubilare

„Vergelt‘s Gott, dass Ihr euer Leben Gott schenkt“

Traditionell feiern die Pallottiner ihre Jubilare an zwei Orten. Für den Norden findet die Feier jedes Jahr im Limburger Missionshaus statt, für den Süden im Provinzialat der Pallottiner, im bayerischen Friedberg.

Mitbrüder aus Lateinamerika
Am vergangenen Sonntag, dem 7. Juli, wurden nun die Jubilare nach Friedberg eingeladen. Wobei die regionale Bezeichnung „Süden“ irreführend ist, da nur ein Teil der Mitbrüder aus der Niederlassung in Friedberg stammt oder aus dem Umland kommt. So kamen Mitbrüder beispielsweise auch aus Aschaffenburg, aus Freising, vom Bodensee oder aus Salzburg und Wien. Die weiteste Anreise hatten die Mitbrüder, die in Uruguay tätig sind.

Mitbrüder auf Sendung gebracht
In seiner Festpredigt griff Vizeprovinzial Pater Michael Pfenning das Tagesevangelium auf: die Aussendung der 72 Jünger, von der im Lukasevangelium (10, 1-16) erzählt wird. Die Jubilare seien vom Herrn auch „auf Sendung gebracht worden“, sagte Pfenning. Der Text des Tagesevangeliums sei radikal. Die Gesandten Jesu sollten nichts mitnehmen, nur sein Wort. Wer sich vom Anspruch dieser Sendung herausfordern lasse, der bleibe in Bewegung und leidenschaftlich auf der Suche, werde zu einem Menschen, der ums Leben und um Gott ringe. Das würden andere Menschen anziehend finden. Sie wollten von den Gesandten wissen, was sie trägt und bewegt, erläuterte der Vizeprovinzial.

Auch Loslassen muss man lernen
Pater Pfenning berichtete von der Erfahrung, dass Glück und Zufriedenheit aus tiefem Gottvertrauen resultiert. „Und dieses Vertrauen wird möglich und vertieft, wenn wir lernen, aus Liebe zu Gott uns loszulassen, die Dinge loszulassen und uns von ihm führen zu lassen“, so Pfenning. Dieses Loslassen müsse man aber ein Leben lang einüben. „Wir reifen auf Gott hin – gerade auch im Loslassen“, das sei aber – gerade für Priester, die ein Leben lang in der Verantwortung gestanden haben – eine echte Herausforderung. Und er gab zu bedenken: „Leistung ist keiner der Namen Gottes. Du bist wertvoll als Mensch. Ja, geradezu kostbar.“

Pater Pfenning dankte den Jubilaren für ihre Bereitschaft, als Pallottiner und Priester ihr Leben Gott zu schenken. Die Gemeinschaft sei dankbar für „viele Jahre treuen Dienstes.“ „Wir sind froh, dass wir euch haben und schätzen eure Lebensleistung hoch ein“, sagte er den versammelten Jubilaren.

Nach dem Festgottesdienst wurde gemeinsam mit den angereisten Freunden und Familienangehörigen im Pallotti-Saal gefeiert.

60 Jahre Pallottiner, 50 Jahre Priester
In diesem Jahr wurden wieder Mitbrüder geehrt, die auf einen runden Jahrestag ihres Versprechens, nach den Regeln der Gemeinschaft zu leben (Profess), zurückblicken und/oder zum Priester geweiht wurden. Außerdem wurden noch zwei Geburtstagskinder gefeiert:

Ihre 60jährige Profess feiern in diesem Jahr die Patres Richard J. Altherr, Klaus Walter und Dr. Werner Weicht. Vor 55 Jahren gaben die Patres Arnold Hartlaub und Matias Garcia Acebes, vor 50 Jahren die Patres Josef Vikoler, Bernhard Weis, Alfred Gruber und Alois Hofmann ihr Versprechen ab.

Ihr 50jähriges Priesterjubiläum feiern die Patres Alois Mäntele, Wilfried Kunz und Erico Fecher, vor 25 Jahren wurde Pater Dr. Jörg Müller zum Priester geweiht.

Pater Severin Fleig feierte seinen 75. Geburtstag, Pater Alois Scherer wird im August seinen 80. Jubeltag begehen.

Text: Josef Eberhard
Bilder: P. Christoph Lentz
Link zur Festpredigt

Festpredigt von Vizeprovinzial Pater Michael Pfenning SAC
Tag der Jubilare im Provinzialat der Pallottiner 2019
Jubilare der Pallottiner 2019

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