Der Duft von Weihnachten | Dezember 2021

Editorial: Der Stallgeruch Gottes

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Wenn ich Holzfeuer in der Luft rieche, fängt bei mir ein Kinofilm im Kopf an. Ich bin in meinem Inneren in der Waldhütte der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) im Eurasburger Forst bei Friedberg: Holz hacken, Ofen anheizen, Reis auf dem Holzfeuer-Herd kochen. Draußen ist es kalt und dunkel. Die Zweige knacken, Tannenzapfen fallen von den Bäumen. All das schießt mir durch den Kopf, wenn irgendjemand ein Holzfeuer entzündet hat und der Rauch aus dem Kamin oder sonst woher in die Luft bis zu meiner Nase vordringt.

Gerüche lösen Erinnerungen aus. Und weil es an Weihnachten nach so vielen Gewürzen, heißen Getränken, Süßem und Hölzern duftet, ist es in unserer Erinnerung besonders tief eingewurzelt. Weihnachten ist Duft. – Und Klang. Aber das ist eine andere Geschichte. Bleiben wir beim Duft.

Jesus ist in einem Stall geboren. Ob die Engelsmusik geklungen hat, wissen wir nicht, aber es hat gerochen dort, vielleicht sogar gestunken. Jesus und somit Gott haben keine Berührungs- und Geruchsängste. Wenn ein Mensch uns stinkt, dann meiden wir ihn. Oftmals hängt das nicht nur mit Sympathie, sondern auch mit dessen tatsächlichem Geruch zusammen. Gott meidet uns nicht. Er atmet jeden Geruch ein und bläst uns den Odem des Heiligen Geistes zurück. Keiner von uns muss sich seines Duftes schämen. Für Gott haben wir alle Stallgeruch. Und zusammen mit ihm verströmen wir den Duft von Weihnachten. Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen von Herzen.

Ihr
Alexander Schweda
Chefredakteur

Bild Titel: Picture alliance / Wolfgang Thieme – Ein holzgedrechseltes Räuchermännchen als Waldarbeiter aus der Werkstatt des Seiffener Kunsthandwerkers Jürgen Beyer
Bild Editorial: Dietlind Castor

Beiträge aus dem Heft: Der Duft von Weihnachten | Dezember 2021

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