die Finsternis
Licht vertreibt die Finsternis
Editorial: Lichtblicke


Meine Großeltern haben uns eine große Aufgabe hinterlassen: ein Haus voller Gegenstände, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben. Darunter war auch eine kleine Kerze auf einem schönen, geschmiedeten Ständer. Sie wurde nie angezündet. Ich habe sie mitgenommen und mich an ihrem Schein erfreut. Doch sie wollte nicht mehr so richtig schön abbrennen, sie war sehr eingestaubt und nicht mehr richtig in Schuss. Schade, dachte ich, vielleicht hat man immer auf den richtigen Moment gewartet – und der kam nie. Ihr Potenzial konnte sie nicht mehr entfalten.
Ist das nicht manchmal auch ein bisschen so mit Gelegenheiten, die wir eigentlich hätten, um uns einen kleinen Lichtblick im Alltag zu schaffen? Die wir aber nicht nutzen, weil jetzt gerade keine Zeit dafür ist? Dinge, die wir uns aufsparen, wie Pralinen, die dann irgendwann abgelaufen sind. Wir sollten uns mehr gönnen, wer weiß was morgen ist. Und als Christen sollten wir auch versuchen Lichtblicke für andere zu sein. Dafür braucht es gar nicht viel. So geht es mir, wenn ich als Mutter zweier Kleinkinder im Alltag manchmal verzweifle und mich dann unverhofft andere Menschen wieder nach oben ziehen. Wie neulich an der Supermarktkasse als ich meine ungeduldigen Kinder ständig zurecht weißen musste und mich eine ältere Dame beruhigte, dass ihr Nachwuchs in der gefürchteten „Quengelzone“ einstmals auch besonders frech war und das doch wirklich eine Gemeinheit sei, genau da und dann noch in niedriger Höhe so viele Süßigkeiten auszulegen. Mir hat sie damit den Stress genommen. So leicht kann es sein – der Nachbar, dem man ein Paket vor die Tür trägt, ´die ältere Frau, der man beim Einsteigen in die Straßenbahn hilft oder ein kurzes Schwätzchen unterwegs, mit den Menschen, die man da gerade trifft – solche vermeintlichen Kleinigkeiten können für andere der Lichtblick sein, den sie gerade brauchen.
Vielleicht ist ja auch ein Text oder ein Bild in unserer schönen Zeitschrift hin und wieder ein solcher Lichtblick, an dem sie hängenbleiben und der ihnen etwas Positives für den Tag mitgibt.
Mir hat es jedenfalls große Freude gemacht die Chefredaktion für „das zeichen“ zu übernehmen und auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind mir dabei ans Herz gewachsen. Danke für Ihre zahlreichen Zuschriften. In dieser Funktion wird diese Ausgabe meine letzte sein, aber ich bleibe dem „zeichen“ weiter verbunden. Ich hoffe Sie auch!
Eine inspirierende Lektüre wünscht Ihnen
Ihre
Alina Rafaela Oehler
Chefredakteurin
Bild Titel: Anna_Anikina/iStock
Bild Editorial: Lisa Bahnmüller Membeth/commons.wikimedia
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