Karitativer Christkindlmarkt unterstützt Indien-Mission der Pallottiner

Gute Stimmung und leckeres Essen beim Dankabend für die Ehrenamtlichen

Rund 130 Gäste folgten am 12. Januar 2026 der Einladung in den Friedberger Pallotti-Saal. Darunter waren Vertreterinnen und Vertreter aller Vereine und Gruppen, die sich am „Karitativen Christkindlmarkt 2025“ im bayerischen Friedberg engagiert haben. Am Dankabend wurde der Erlös des Marktes aufgeteilt: 39.000 Euro fließen erneut an die Pallottiner-Mission, 17.000 Euro gingen an die Missionsbenediktinerinnen in Tutzing zur Unterstützung der Ndanda-Hilfe in Tansania, und 10.000 Euro kommen der Tagespflege sowie der Stadtbibliothek in Friedberg zugute. Die Spendenschecks überreichte Rainer Genswürger von der Stadtsparkasse.

Bürgermeister Roland Eichmann dankte den Organisatorinnen und Organisatoren Ulrike Sasse-Feile, Tom Treffler und Eberhard Krug stellvertretend für das außerordentliche Engagement. Die Verantwortlichen betonten ihrerseits, die starke Gemeinschaft Friedberger Bürgerinnen und Bürger, die jedes Jahr hinter diesem Projekt stehen, sei ein herausragendes Beispiel für gelebtes Miteinander in der Stadt Friedberg.

Ehrenamtliches Engagement für einen guten Zweck

Der Markt fand in diesem Jahr zum 54. Mal statt. Er wird von zahlreichen Vereinen und Gruppen ehrenamtlich organisiert und ist traditionell vom Donnerstag vor dem ersten Advent bis zum folgenden Sonntag geöffnet. Die Pallottiner zählen seit den Anfängen zu den Begünstigten.

Pater Reinhold Maise hob hervor, dass es für die Pallottiner keine Selbstverständlichkeit sei, seit so vielen Jahren auf diese Weise in ihrer Missionsarbeit unterstützt zu werden. Es sei ihm ein Anliegen, allen Mitwirkenden herzlich zu danken und deshalb diesen Dankabend im Pallotti-Haus auszurichten. Er wünschte allen Teilnehmenden einen gemütlichen Abend und einen guten Appetit. Die Küchencrew hatte wieder eine leckere Hauptspeise gezaubert: Es gab Gulasch, Serviettenknödel, Spätzle und Rotkohl; für Vegetarierinnen und Vegetarier standen Serviettenknödel und Spätzle mit Champignonsauce bereit.

Women-Empowerment-Projekte zur Stärkung von Frauen in Indien

Nach dem Essen informierte Martha Reißner über das Ndanda-Projekt. Pater Reinhold Maise berichtete anschließend über den Einsatz des Erlöses aus dem vergangenen Jahr zugunsten von Kinderheimen in Indien.

Mit dem diesjährigen Erlös des Karitativen Christkindlmarktes werden die Pallottiner Frauen und Mädchen in Indien stärken. „Viele Lasten liegen bei den Frauen. Es gibt Zwangsheiraten und Kinderehen“, erläuterte der Missionssekretär. Die Pallottiner in Indien steuern seit Jahren dagegen. Geplant sind zahlreiche Bildungs- und Ausbildungsangebote, darunter Nähschulen, Gesundheitsberatung und Aufklärungsprogramme (siehe unten).

Bericht: Josef Eberhard
Bilder: Arnald Francis-Schmid

“If you educate a man, you educate an individual. But if you educate a woman, you educate a nation.”
Fante-Sprichwort aus Ghana

Frauen stärken – Familien unterstützen
Women-Empowerment-Projekte zur Stärkung der Rolle von Frauen in Indien

Die Stärkung von Frauen zählt zu den wirksamsten Mitteln im Kampf gegen Armut in Indien. Unsere Frauenprojekte verändern Leben dort, wo es besonders wichtig ist: bei Bildung, Einkommen und Sicherheit. Wenn Frauen Zugang zu Lernen, eigenem Einkommen und Schutz erhalten, profitiert die ganze Familie.

So entsteht ein positiver Kreislauf: Haushalte werden stabiler, Kinder besser versorgt und die nächste Generation startet mit besseren Chancen. Auch alleinstehende Frauen – etwa Witwen oder alleinerziehende Mütter – erhalten durch unsere Projekte die Möglichkeit, sich aus der Spirale der Armut zu befreien und für sich selbst zu sorgen.

Unsere indische Provinz in Tamil Nadu betreibt verschiedene Einrichtungen, in denen Frauen Fähigkeiten erlernen und weiterentwickeln können: von Schneiderei- und Stickereikursen über weitere Handarbeiten bis hin zur Herstellung von Lebensmitteln wie Marmelade und Eingemachtem. Diese Kompetenzen haben bereits vielen Frauen den Einstieg in eine Anstellung ermöglicht. Außerdem können eigene kleine Betriebe entstehen – zum Beispiel eine Schneiderei oder ein anderes Dienstleistungsangebot.

Frauen, die mit HIV leben und häufig gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren, unterstützt beispielsweise unser Sozialzentrum in Salem mit Beratung, Schulungen und Begleitung. So finden sie Wege, mit ihrer Situation umzugehen und ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen – finanziell abgesichert und unabhängiger.

Unsere Projekte fördern zudem die psychische Gesundheit. Das geschieht etwa in einem ayurvedischen Zentrum, das von einem unserer Mitbrüder geleitet wird, oder durch Selbsthilfegruppen, die sich im Rahmen der Workshops bilden.

Bericht: Missionssekretariat der Pallottiner, Friedberg
Kontakt: E-Mail: mission@pallottiner.org; Telefon: 0821 60052-535
Bilder aus zwei Projekten in der Tamil-Nadu-Provinz: Pater Emmanuel Savariaradimai SAC (Schneiderinnenkurs im Elisabetta-Sanna-Zentrum in Madurai); Pater Jerome Mariadhasan SAC (Social Welfare Centre in Salem)

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