Wallfahrtskirche Herrgottsruh ehrt Roland Plomer

50 Jahre Kirchenmusik in Friedberg

Am Dreikönigsfest, dem 6. Januar, wurde in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh Kirchenmusikdirektor Roland Plomer für 50 Jahre Kirchenmusik in Friedberg geehrt. Das Hochamt gestaltete wie üblich Roland Plomer an der Orgel mit festlicher Orgelmusik. Zur Unterstützung hatte er die Sängerin Alexandrina Simeon und die Saxophonistin Hanna Menzinger gewonnen. Gemeinsam sorgten sie für den musikalischen Rahmen der Festmesse.

50jähriger Dienst für die Kirchenmusik

Am Ende des Gottesdienstes konnte Wallfahrtsdirektor Pater Hans-Joachim Winkens den Herrgottsruher Organisten Roland Plomer für seinen 50jährigen Dienst für die Kirchenmusik ehren und mit einem Weinpräsent beschenken.

Roland Plomer begann seinen Dienst als hauptamtlicher Kirchenmusiker zunächst an St. Jakob am 1. Januar 1976. Plomer war damals Nachfolger von Anton Breinl. Zugleich wurde er von der Diözese Augsburg mit der Betreuung der Kirchenmusiker in den damals noch selbständigen Dekanaten Aichach und Friedberg beauftragt. Nach 20 Jahren verabschiedete sich Plomer von der hauptberuflichen Stelle des Kirchenmusikers an St. Jakob. Er übernahm dann die nebenamtliche Stelle des Organisten in Herrgottsruh. Sein Hauptberuf war danach die des freischaffenden Künstlers in bewährtem Zusammenwirken mit der Sängerin Alexandrina Simeon und vielen anderen Musikerinnen und Musikern. Sein künstlerisches musikalisches Talent verwirklichte er in vielen Konzerten im ganzen Augsburger Raum.

Wallfahrtsdirektor Pater Winkens machte sehr dankbar aufmerksam auf die stabile Treue Roland Plomers seit nunmehr 30 Jahren zur Kirchenmusik in der Wallfahrtskirche, die er selbst nun als Wallfahrtsdirektor seit gut fünf Jahren begleiten kann. Plomer hat das besondere Talent die unterschiedlichsten Musikerinnen und Musiker zu interessieren und zusammenzuführen, so Pater Winkens.

Allein in der zurückliegenden Advents- und Weihnachtszeit erfolgte ein musikalisches Ereignis auf das nächste: Es begann mit dem Weihnachtlichen Singspiel mit mehreren Ensembles, dann die Christmette mit der feierlichen Einstimmung, es folgten das Herrgottsruher Weihnachtssingen, zum Jahresabschluss das Silvesterkonzert und heute das Hochfest Epiphanie als 2. Patrozinium der Wallfahrtskirche. Wallfahrtsdirektor Winkens übergab Roland Plomer dankbar ein Weingeschenk für gemütliche Stunden. Der Pater bescheinigte ihm eine erstaunliche Schaffensfreude und große Fitness, weil er immer so schnell und oft mehrmals am Tag auf die hohe Orgelempore steigen kann. Pater Winkens hofft mit den vielen Kirchenbesuchern auf viele weitere Jahre mit Kirchenmusik von Roland Plomer. Die Gottesdienstgemeinde dankte zum Abschluss Roland Plomer, Alexandrina Simeon und Hanna Menzinger mit großem Applaus.

Beitrag und Bilder: Wallfahrtskirche Herrgottsruh

Nachgefragt:
Welche Bedeutung hat Kirchenmusik?

Der Deutsche Musikrat (DMR) ist davon überzeugt, dass Musik zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie zu Demokratie, Frieden und Verständigung in Europa und der Welt beiträgt. Die Kirchenmusik sieht er als eine wichtige Ressource für die Kultur Deutschlands sowohl in Bezug auf professionelle künstlerische Entwicklungen als auch als Säule der Amateurmusik. Seit jeher sei sie Ausdruck und Vermittlerin des Glaubens und dient als Kulturgut darüber hinaus allen Menschen. Besonders im ländlichen Raum sei sie oft der einzige kulturelle Begegnungsort.

„Aktuelle Erhebungen des Deutschen Musikinformationszentrums (miz) belegen die hohe gesellschaftliche Relevanz der Kirchenmusik: Von den bundesweit 16,3 Millionen Amateurmusizierenden musizieren 23% in der Kirche und von den Amateurmusizierenden ab 16 Jahren geben 23% an, über die Kirchen in engeren Kontakt zur Musik gekommen zu sein. 3.300 hauptamtliche Kirchenmusiker:innen bilden das Rückgrat des ehrenamtlichen musikalischen Engagements und tragen mit Konzerten, Proben und Musikalischer Bildung das kulturelle Leben in kirchlichen Gemeinden und Kommunen. Dabei verkörpert die Kirchenmusik die Vielfalt der Musikgenres – vom Gemeinde- und Chorgesang bis zu Improvisationsformen und zeitgenössischen Kompositionen einschließlich der Populären Musik. Die Orgel als immaterielles Weltkulturerbe spielt hierbei eine besondere Rolle. Kirchenmusik ermöglicht generationenübergreifend die Begegnung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, Traditionen und Kulturen und bildet eine tragende Brücke vom kulturellen Schatz zu einer wertebasierten Zukunft. Die Mitgliederbefragung der Evangelischen und Katholischen Kirchen in Deutschland, die erstmals auch nichtkirchliche Personen einbezog, unterstreicht die gesellschaftlich integrierende Bedeutung der Kirchenmusik: Sie wird an wichtigster Stelle, nach Weihnachten und Familienfesten, als Motivation für den Besuch von Kirchen genannt.“

Quelle: Deutscher Musikrat
Zitat: Positionspapier „Zukunft der Kirchenmusik sichern“ vom 21. Januar 2026
Symbolbild von forelle66 über adobe stock

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