Vinzenz Pallotti

Geistliches Zentrum Kohlhagen und Jugendhof Pallotti – in Lennestadt-Altenhundem (Deutschland)

Pallotti-Fest in Lennestadt-Altenhundem

„Ein richtig schönes Miteinander“ – Pallotti-Fest verbindet Generationen

Zum diesjährigen Pallotti-Fest haben sich Gäste, Freund*innen und Mitarbeitende des Geistlichen Zentrums Kohlhagen und des Jugendhofs Pallotti im Jugendhof in Lennestadt-Altenhundem getroffen. Gemeinsam wurde Gottesdienst gefeiert, auf das vergangene Jahr zurückgeblickt, Erfahrungen geteilt und der Tag in einer fröhlichen, offenen Atmosphäre verbracht.

„Es war ein richtig schönes Miteinander“ – so lauteten viele Rückmeldungen beim Abschied. Auch in diesem Jahr hat das Pallotti-Fest gezeigt: Es ist ein wertvoller Ort für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft – für all jene, die sich mit den beiden Einrichtungen verbunden fühlen.

Gottesdienst im Stuhlkreis

Im Mittelpunkt stand ein gemeinsamer Gottesdienst, der bewusst in einer Form gestaltet wurde, wie sie auch aus der Arbeit mit Schulklassen im Jugendhof bekannt ist. In einem typischen Stuhlkreis begann der Gottesdienst mit einer Kennenlern-Methode: Aussagen wurden vorgelesen, und alle, auf die sie zutrafen, standen auf. Während bei Fragen wie „Wer hat heute schon einen Kaffee getrunken?“ oder „Wer hat an Tagen der Orientierung teilgenommen?“ einige sitzen blieben, standen bei einer Aussage schließlich alle gemeinsam auf: „Alle, für die Pallotti eine wichtige Bedeutung im Leben hat.“ Ein besonderer Moment, in dem die Gemeinschaft deutlich sichtbar und spürbar wurde.

Besonders berührend war die Profess-Erneuerung. Zuerst erneuerten die Pallottiner Jürgen Heite und Siegfried Modenbach ihre Versprechen, danach die Unio-Mitglieder Marlies Kaufmann und Christoph Scheppe. So wurde sichtbar: Pallottis Wirken lebt davon, dass jede:r seine persönliche Berufung ernst nimmt, und alle zusammen bilden ein starkes Fundament.

Rückblick auf ein spannendes Jahr

Im Anschluss gaben die Leitungsteams der Häuser einen Einblick in die Arbeit der letzten Monate. Siegfried Modenbach berichtete vom Geistlichen Zentrum Kohlhagen als Ort der Hoffnung, von gelungenen Veranstaltungen und von vielen Projekten, auf die man sich freuen darf. Auch Georg Hunold, Leiter des Jugendhofs Pallotti, blickte auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück und gab schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf Highlights 2026. Veranstaltungen, Begegnungen und besondere Momente machten deutlich, mit wie viel Engagement und Freude die Arbeit in beiden Häusern gestaltet wird. Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten geistliches-zentrum-kohlhagen.de und jugendhof-pallotti.de.

Austausch zwischen den Generationen

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Austausch zwischen Jung und Alt. Philip Varges, Jugendbildungsreferent, stellte die Grundlagen der katholischen Kinder- und Jugendarbeit im Erzbistum vor. Zentrales Leitmotiv dieser Vision ist der Grundsatz: „Der junge Mensch steht im Mittelpunkt – ohne Kompromisse.“ Eine Haltung, die man auch Vinzenz Pallotti zuschreiben könnte, der jedem Menschen eine unverlierbare Würde und Berufung zugesprochen hat. Diese Grundüberzeugung ist in der Arbeit beider Häuser bis heute spürbar.

In den Gesprächen danach tauschten sich die Teilnehmenden über Fragen aus wie: „Was ist oder war mir als junger Mensch wichtig?“ und „Was möchte ich jungen Menschen weitergeben?“ Es entstanden lebendige Dialoge, bei denen Erfahrungen geteilt und Perspektiven weitergegeben wurden.

Bei Essen und Getränken klang der Tag in entspannter, fröhlicher Atmosphäre aus. Es wurde gelacht, diskutiert und zugehört. Das Pallotti-Fest hat wieder gezeigt: Gemeinschaft, Begegnung und gelebte Werte sind das, was unsere Arbeit ausmacht. Und wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Fest im Geistlichen Zentrum Kohlhagen!

Beitrag und Bilder: Laura Striewe, Jugendhof Pallotti

Vinzenz Pallotti University in Vallendar (Deutschland)

Kommunitäten an der Vinzenz Pallotti University Vallendar
laden zum Pallottitag

Triduum mit Schriftlesung, Texten und Gebeten des Hl. Vinzenz Pallotti

In einem Triduum mit Schriftlesung, Texten und Gebeten des Hl. Vinzenz Pallotti (1795-1850) bereiteten sich die Kommunitäten an der Vinzenz Pallotti University in Vallendar auf das Fest des Hl. Vinzenz Pallotti vor. Die Themen waren: Jesus Christus, Apostel des ewigen Vaters; die Berufung aller Gläubigen zum Apostolat und Maria, Königin der Apostel, Patronin der Unio. Am Pallottitag waren alle eingeladen, die an der Vinzenz Pallotti Universität wirken sowie die Unio Mitglieder zu Besinnung und Festmahl.

In der Besinnung stand das Gemälde von Oskar Kokoschka (1886 – 1980) im Mittelpunkt: Pallotti segnet die Waisen, die nach der Choleraepidemie (1838) einziehen in die Pia Casa. Bewusst wurde allen, wie Oskar Kokoschka seine eigene Lebensgeschichte – ein eigenes Kind schmerzlich vermissend – aufarbeiten konnte im Gestalten des Bildes von Vinzenz Pallotti (entstanden ab 1961), sodass Oskar in seinem Sterben (1980 in Montreux) ) bekannte: „Gut, dass ich diesen Heiligen gemalt habe.“ In der Besinnung gedachten wir auch dankbar der Festfeier und der Schwestern und Brüder: 75 Jahre Pallottiner in Indien!

Mit Trommeln und Singen zog die Gemeinde ins Refektorium, wo nun ein köstliches Festmahl – dank der Küche – mit vielen fröhlich feiernden Menschen seinen Lauf nahm. Am Abend erneuerten die Kommunitäten im Hochamt die Weihe, geleitet wurde die Eucharistiefeier von P. Dr. Hubert Lenz, der in seiner Predigt die Gastfreundschaft als ein Merkmal der Pallottiner hervorhob, gleichzeitig aber auch die Frage stellte, wie wir es fruchtbarer schaffen können, die Menschen für ein apostolisches Leben mit Jesus begeistern zu können.

Bewegende Rede zum Abschied aus dem Kirchenasyl 

In der Rekreation, verbunden mit einem Pizzaessen, verabschiedeten wir Hossein Barzegar Shams, der bei uns im Kirchenasyl war und danach über ein halbes Jahr mit uns gelebt hat. Nun hat er eine Wohnung in Neuwied, ganz nah bei seinem Ausbildungsbetrieb als Elektriker. Hossein verabschiedete sich mit einer bewegenden Rede, die P. Dr. Paul Rheinbay SAC gekonnt vortrug, weil es Hossein zu schwer fiel. Mit lang anhaltendem Applaus dankte ihm die Gemeinschaft und stimmte ein in das geflügelte Wort von Barack Obama, das bei besonderen Angelegenheiten unser Mitbruder P. Henry Chiafor anstimmt: „Yes, we can!“.

Bericht und Bilder: Pater Norbert Possmann

St.-Vinzenz-Pallotti-Haus in Merrivale (Südafrika)

Pallottifest im St.-Vinzenz-Pallotti-Haus in Merrivale

Feier des 176. Todestages unseres Gründers und der Ersten Profess unserer Mitbrüder

Am 26. Januar 2026 versammelte sich die Pallottiner-Gemeinschaft des St.-Vinzenz-Pallotti-Hauses in Merrivale, um das Fest unseres seligen Vaters Vinzenz Pallotti zu feiern und den 176. Jahrestag seines Todes zu begehen – ein Tag reich an Dankbarkeit und berufungsreicher Gnade.

Im Mittelpunkt der Feier stand die Heilige Messe, zu der sich Freunde, Familienangehörige und Mitbrüder der neu professen Brüder versammelten, um zunächst gemeinsam mit uns das Leben, das Charisma und die bleibende Sendung des hl. Vinzenz Pallotti zu würdigen – des Apostels der Nächstenliebe und Gründers der Gesellschaft des Katholischen Apostolates.

Im Rahmen dieser feierlichen Liturgie freute sich die Gemeinschaft zudem, die Erste Profess der Versprechen von drei unserer Mitbrüder mitzuerleben, die sich entschlossen haben, ihr Leben dem Dienst an Gott in der Gesellschaft zu weihen und sich öffentlich Christus anzuvertrauen – im Dienst an der Kirche und der pallottinischen Sendung.

Ebenso durften wir vier Brüder erleben, die sich durch die Erneuerung ihrer Versprechen erneut verpflichteten. Diese verschiedenen tiefen Momente unserer Feier machten die anhaltende Lebendigkeit der pallottinischen Gemeinschaft in Südafrika sichtbar, während wir weiterhin das Vermächtnis des hl. Vinzenz Pallotti im geweihten Leben forttragen.

Bericht und Bilder: Bruder Keagon Lundall

Missionshaus der Pallottiner in Limburg an der Lahn (Deutschland)

Profess-Erneuerung am Pallottifest
- Predigten von Pater Modenbach und Bischof Bätzing

Apostel Jesu zu sein, ist keine Lebensversicherung und kein Arbeitsvertrag mit Ausstiegsklausel

Mitglieder der pallottinischen Unio, wie die Pallottinerinnen und Pallottiner, haben im Januar einen besonderen Grund zu feiern. Anlässlich des Todestages würdigen sie weltweit das Charisma des Gründers ihrer Gemeinschaft: Vinzenz Pallotti. Der römische Priester verstarb am 22. Januar 1850. Im Mittelpunkt steht Pallottis Überzeugung, dass jeder Mensch berufen ist, ein Apostel Jesu Christi zu sein – sowohl in der Kirche als auch in der Welt. Am sogenannten Hochfest erneuerten die Gefolgsleute des Heiligen im Beisein zahlreicher Gläubiger Pallottis Sendungsauftrag.

„Menschen denken an ihre Sicherheit, sie planen, wägen Vor- und Nachteile ihres Handelns, schließen Versicherungen ab, wollen alles im Griff haben. Und wenn es anders läuft, dann wird es unangenehm und schmerzlich. Das ganze Leben ist dennoch ein Wagnis. Man weiß nie, was einen morgen erwartet“, predigte im Festhochamt Pater Siegfried Modenbach. Im Konventamt der Pallottinerkirche St. Marien machte er damit deutlich, was es für die Jünger seinerzeit bedeutet habe, alles Bisherige zurückzulassen, ohne zu wissen, was Jesus mit ihnen vorhatte. „Es gab keinen Masterplan und kein Casting, keinen Arbeitsvertrag mit Ausstiegsklausel.“

Mutig zu sein, sich auf Jesus einlassen und ihm nachfolgen

Ähnlich sei das mit Vinzenz Pallotti gewesen, sagte Modenbach. Der Seelsorger auf dem Kohlhagen, einem Marienwallfahrtsort im Sauerland, fügte hinzu: „Das ging bis zu dem Bekenntnis: ‚Aus mir kann ich nichts, mit Gott kann ich alles, wenn ich mich auf ihn einlasse.‘“ Jeder von uns wisse doch selbst, wie schwer es falle, sich auf Neues einzulassen. „Das waren die Prototypen für uns Gläubige.“ Mutig zu sein, sich auf Jesus einzulassen und ihm nachzufolgen – das lohne sich. Die mutmachende Predigt des Seelsorgers war einer der Höhepunkte des Festamtes, das vom Kirchenchor St. Marien unter der Leitung von Christoph Hilfrich, begleitet von einem Streicherquintett, mit anspruchsvollen Kompositionen musikalisch gestaltet wurde.

Festgottesdienst am Pallottfest anlässlich des Gedenktages von Vinzenz Pallotti am 22. Januar
Vesper beim Pallottifest in St. Marien, der Pallottinerkirche beim Missionshaus der Pallottiner in Limburg an der Lahn
Vesper am Pallottifest in Limburg mit Bischof Bätzing

Der Same einer gerechten, friedvollen Welt ist gesät

Bischof Georg Bätzing sagte in seiner Ansprache in der abendlichen Vesper: „Vier Wochen nach Weihnachten reiht sich eine Hiobsbotschaft an die andere.“ Ein Aufstand im Iran werde blutig niedergeschlagen. Tausende verlieren ihr Leben, und Zehntausende sitzen in Gefängnissen. Auch der russische Präsident habe fromm den Gottesdienst zu Weihnachten in der Kathedrale gefeiert. „Wie zynisch, da er gleichzeitig mit Drohnen und Bomben die Bevölkerung in der Ukraine mitten im kalten Winter tyrannisiert.“ Trump drohe, erpresse, breche das Völkerrecht – und niemand stoppe ihn. Dazu die schrecklichen Katastrophen aus Crans-Montana, Spanien und Österreich. Der Bischof beklagte: „Wie heruntergekommen sind all die Standards und internationalen Regeln, die eine globale Wertegemeinschaft einmal mühsam entwickelt hat“, und stellte die Frage: „Wo sind wir nur gelandet? – Und woher kann die Wende kommen?“

Für ihn sei es nach wie vor die verkündete Botschaft: „Euch ist heute der Retter geboren.“ Der Same einer Welt sei gesät. „Das Kind in der Krippe sei der alternative Weg zu allem menschverachtenden Machtgebaren, unter dem wir stöhnen und leiden“, sagte Bätzing. Vinzenz Pallotti habe für sich erkannt: „Wir sollten Weihnachten nicht so rasch hinter uns lassen.“ Nicht nur Worte habe er eingesetzt, sondern den Besuchern seiner Gottesdienste eine lebensgroße Baby-Jesus-Figur in die Hand gegeben, um das Unglaubliche anzufassen, innerlich Fühlung mit dem Kind aufzunehmen und uns aufzurichten. Der Oberhirte lud die Besucherinnen und Besucher der Vesper ein, einmal auszuprobieren, wie sich Gott anfasse, und reichte ihnen das Jesuskind aus der Krippe, das von den Gläubigen während der Vesper von Hand zu Hand gereicht wurde. Die Andacht wurde von der Choralschola der Klosterkirche gestaltet, unter der Orgelbegleitung durch Frank Sittel.

Beitrag und Bilder: Dieter Fluck

Pallotti-Kirche beim Friedberger Pallotti-Haus (Deutschland)

„Es kann nicht leben, wer nicht liebt“

„Gemeinsam“ war das Lieblingswort des Heiligen Vinzenz Pallotti

Vinzenz Pallotti (1795–1850) war schon ein eigensinniger Heiliger. Dazu passend stellte Vizeprovinzial Pater Björn Schacknies beim Festgottesdienst zum Pallotti-Fest in der Friedberger Pallotti-Kirche den Gründer seiner Gemeinschaft vor. Selber hat der bescheidene römische Priester wohl nicht geahnt, was er im Nachhinein alles bewirken würde. Pater Schacknies ist dem Heiligen jedenfalls dankbar dafür, was dieser der Kirche geschenkt hat.

Dem Vizeprovinzial war seine Faszination für Pallotti anzumerken. Die vorbereitete Predigt legte Pater Schacknies schnell zur Seite. Dafür erzählte er aber umso lebendiger von diesem ungewöhnlichen Heiligen. Beispielsweise über ein Buch, das nie erschienen ist. Pallotti wollte eigentlich einen frommen Text für Christen im Irak herausgeben. Dafür wurde Geld gesammelt, doch dieses Buch wurde nie gedruckt. Letztlich ermöglichte das gescheiterte Buchprojekt aber die Gründung der Vereinigung des Katholischen Apostolates, aus der auch die Pallottiner hervorgegangen sind. Der Vizeprovinzial betonte, dass der Heilige eine Laienbewegung gründen wollte – „weil jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist.“

Darum geht es den Pallottinern auch heutzutage. „Wir brauchen Leute, die die Ärmel hochkrempeln“, sagte Pater Schacknies. Einer seiner Lieblingssätze von Pallotti lautet: „Es kann nicht leben, wer nicht liebt.“ In diesem Sinne ermunterte der Prediger, diese Botschaft weiterzutragen und anderen zu zeigen, dass sie sich geliebt fühlen. Damit könne man auch ein Zeichen setzen gegen Hass und Gewalt. Dies wäre ganz im Sinne des Menschenfreundes und Brückenbauers Pallotti. Ihm war es laut Vizeprovinzial wichtig, dass jeder gebraucht wird, mit seinen unterschiedlichen Begabungen und Talenten.

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Der unermüdliche Seelsorger schreckte laut Pater Schacknies vor eigenartigen Methoden nicht zurück. Um einen Schwerkranken zu segnen, der aber keinen Priester sehen wollte, verkleidete er sich als altes Mütterlein. Als Hochwürden hat sich Vinzenz Pallotti nie gesehen. In Rom war es laut Pater Schacknies damals üblich, dass Priestern die Hand geküsst wurde. Pallotti hielt dann ein Bildchen der Gottesmutter Maria hin.

Fast sein ganzes Leben verbrachte Pallotti in Rom. „Sein Radius war klein. Doch im Geist bereiste er die ganze Welt, weil alle dazugehören sollen“, sagte Pater Schacknies. So sei „gemeinsam“ das Lieblingswort des Heiligen gewesen. Es dürfte also ganz in dessen Sinne sein, dass die Pallottiner längst eine internationale Gemeinschaft mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen sind. Dies spiegelt sich im Pallottiner-Provinzialat in Friedberg wider, wo derzeit Mitbrüder aus Malawi, Nigeria, Kenia und Brasilien dazugehören. Sie bereicherten mit Gesang das Pallotti-Fest.

Nach dem Festgottesdienst waren alle eingeladen, um bei einem Sektempfang auf Pallotti anzustoßen. Mitarbeiterinnen und Unterstützer der Pallottiner durften sich noch als Dankeschön ein Mittagessen schmecken lassen. Da machte sich Vizeprovinzial Pater Schacknies Gedanken darüber, ob es dem bescheidenen, eigenwilligen Heiligen überhaupt recht gewesen wäre, beim Pallotti-Fest an so vielen Orten im Mittelpunkt zu stehen. Verdient hat er es auf jeden Fall.

Beitrag, Bilder und Videoclip: Andreas Schmidt

Pallottifeste bei den Mitbrüdern in Indien

Reisebericht aus Indien

Pallottifest in Mangalore, Mysore und Bangalore

Die erste Feier – eher im „kleinen pallottinischen Kreis“ – fand in Mangalore im „Pallotti Vikas“, einem Ausbildungshaus der Bangalore-Provinz, statt. Dort bereiten sich sieben junge Mitbrüder auf ihr Theologiestudium vor. Gemeinsam mit den Mitbrüdern vor Ort bewirtschaften sie auch einen großen Park und einen fast „urwaldähnlichen“ Wald. Zum Pallottifest kamen dort einige Mitbrüder zusammen, die in der Region in unterschiedlichen Bereichen tätig sind. Unter ihnen auch der neue Provinzial der Bangalore-Provinz, Pater Michael d’Almeida, der viele Jahre in der Schweiz gearbeitet hat und dort kürzlich seinen Antrittsbesuch gemacht hat. Von dort ging es dann wieder mit dem Flugzeug weiter nach Bangalore, wo wir im Provinzialat von den Mitbrüdern (wie immer) herzlich empfangen wurden.

Am nächsten Tag sind wir in aller Frühe nach Dornahalli gefahren, wo die Mitbrüder ein Heim für ausgesetzte, mittellose und ältere Menschen unterhalten, die kein Zuhause mehr haben. Auch dort gibt es rund um das Haus eine kleine Landwirtschaft mit vielen Tieren und Pflanzen, die von den Mitbrüdern gepflegt und versorgt werden. Das Haus wurde vor Kurzem – auch mit Mitteln unseres Missionssekretariats, beziehungsweise unserer Wohltäterinnen und Wohltäter – erweitert und ausgebaut. So war es schön, dass aus diesem Anlass die Mitbrüder einige Gebäudeteile segnen und eröffnen konnten und außerdem neue Bäume und Rosen pflanzen konnten, um damit auch zum Ausdruck zu bringen, dass dieses Werk weiter wachsen solle. Auf dem Rückweg machten wir Station in Mysore, wo die Mitbrüder ihr Theologiestudium absolvieren. Auch dort fand mit den Studenten und vielen Gästen wieder das Pallottifest statt.

Den Gedenktag des heiligen Vinzenz Pallotti (22.1.) feierten wir vormittags in der Pfarrei St. Vincent Pallotti in Bangalore, die von den Pallottinern betreut wird. Auch dort erlebten wir wieder eine so große Gastfreundschaft und Freude über unseren Besuch – genauso wie bei den pallottinischen Schwesterngemeinschaften, die wir besuchten. Am Abend fand dann im Provinzialat der Bangalore-Provinz das Pallottifest statt. In seiner Predigt erinnerte Pater Michael d’Almeida an die Herausforderungen und Probleme, vor denen die süddeutschen Mitbrüder vor 75 Jahren standen.

Pater Reinhold Maise, Pater Christoph Lentz und Pater Fritz Kretz sind als Gäste zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nach Indien gereist. Am 25. Januar fand in Nagpur der offizielle Festakt statt: Vor 75 Jahren begannen die beiden deutschen Mitbrüder Pater Lorenz Scheu und Pater Werner Hunold in Raipur ihre Missionsarbeit. Den vollständigen Reisebericht aus Indien finden sie hier.

Bericht: Pater Christoph Lentz
Bilder: Pater Reinhold Maise

Wichtiger Hinweis:

Pallottifeste und Gedenktage finden alljährlich in zeitlicher Nähe zu Vinzenz Pallottis Todestag am 22. Januar statt. In diesem Jahr häufig am Samstag 24. Januar oder Sonntag 25. Januar 2026.

Die Berichterstattung zum Pallottitag 2026 wird fortlaufend aktualisiert.

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