Im Gedenken

Pater Klaus Klingenberg SAC

Am 27. Februar 2026 verstarb am Vormittag in Friedberg unser Mitbruder Pater Klaus Klingenberg SAC. Er war 84 Jahre alt, 62 Jahre Pallottiner und 58 Jahre Priester.

Klaus Klingenberg wurde am 5. November 1941 in Danzig geboren. Am 23. November 1941 wurde er in der Sankt-Ignatius-Kirche in Danzig-Altschottland auf den Namen Klaus-Peter getauft.

Mit seinen Eltern Leo und Hedwig Klingenberg, geb. Wien, musste er im März 1945 Danzig im Zuge der großen Flucht verlassen. So kam er mit seiner Familie nach Pößneck in Thüringen. Sein Vater, eigentlich Verwaltungsbeamter, musste dort als Hilfsarbeiter in einem Stahlwerk arbeiten, und auch seine Mutter musste sich eine Arbeit suchen, da – wie er selbst in einem Lebenslauf schreibt – „der Verdienst des Vaters allein nicht zum Leben ausreichte“. In Pößneck kam auch seine 10 Jahre jüngere Schwester Regina zur Welt.

Das Sakrament der Firmung empfing er am 6. Juni 1952 in Pößneck, wo er auch bis 1954 die Grundschule besuchte. In Pößneck wirkten die Pallottiner in der Pfarrei: P. Adolf Hartung als Pfarrer und P. Ewald Rieg als Kaplan. Durch sie wurde Klaus auf das St.-Paulusgymnasium in Bruchsal aufmerksam, wohin er im September 1954, auf Empfehlung von P. Hartung, wechselte.

In seinem ersten Zeugnis vom Juli 1955 bestätigt ihm P. Grumer, der damalige Schulleiter, dass er ein eifriger, stiller und zuverlässiger Schüler sei. Von diesen Eigenschaften kann man in weiteren Zeugnissen noch öfter lesen.

1961 macht er sein Abitur am St. Paulusheim und bittet um Aufnahme in die Gemeinschaft der Pallottiner. Die Oberen vom St. Paulusheim bescheinigen ihm damals eine hohe Begabung, Frömmigkeit und Fleiß.

Am 1. Mai 1963 legt er die erste Profess in Untermerzbach ab. Seine Studien in Untermerzbach und Vallendar meistert er mit Bravour und wird von den verantwortlichen Mitbrüdern mehrfach für ein Weiterstudium in Mathematik empfohlen.

Am 1. April 1967 wird er von Weihbischof Bernhard Stein in der Hochschulkirche in Vallendar zum Diakon geweiht, am 16. Juli 1967 durch Bischof Josef Stimpfle in Augsburg-Hochzoll zum Priester geweiht.

Nach seiner Priesterweihe war er für eine kurze Zeit zur Aushilfe in der Pallottiner-Niederlassung in Freising und wurde dann von den Oberen für ein Aufbaustudium im Kirchenrecht vorgeschlagen. Durch die Vermittlung von P. August Fehringer kam er an das Kanonische Institut nach München, wo er bei den Professoren Aymans, Mörsdorf und Scheuermann studierte.

Parallel dazu und von dieser Zeit an war er auch immer wieder für die Provinzleitung und bis zuletzt auch für die Theresienschwestern in Mering in kirchenrechtlichen Fragen beratend tätig.

Als Assistent am Lehrstuhl für Kirchenrecht in Augsburg konnte er auch Erfahrungen in der Lehre sammeln. Die Zeit des Studiums war für ihn keine leichte. Der Druck, die Promotion zu beenden, viele Anfragen seitens der Provinzleitung zu kirchenrechtlichen Fragen und andere Aufgaben in der Gemeinschaft, wie Kommissionen und Hauskonsultor, sowie seine Assistententätigkeit haben ihn viel Kraft und Zeit gekostet. Die anfänglichen Pläne, den Lehrstuhl für Kirchenrecht in Vallendar zu übernehmen, zerschlugen sich, und so begann P. Klingenberg im Dezember 1983 am Offizialat in Augsburg zu arbeiten. Dies sollte „sein Platz“ für die nächsten 40 Jahre sein, viele Jahre auch als Vizeoffizial.

Etliche Jahre war P. Klingenberg auch Leiter der Wahlkommission unserer Provinz und in der Schiedskommission tätig.

P. Klingenberg war ein ruhiger und fleißiger Mitbruder, der trotz gesundheitlicher Einschränkungen seine ihm anvertrauten Aufgaben gewissenhaft und zuverlässig erfüllte.

Wir verlieren mit ihm einen Mitbruder, der bis zuletzt interessiert und neugierig auf viele Fragen schaute, sich im Deutschlandfunk Information und Wissen holte, kulturell und musikalisch sehr interessiert war, die Oper und klassische Musik liebte und beim Sudoku lösen und Krimi lesen Ruhe und Freude fand. Als Nicht-Autofahrer war er ein guter Kenner und Ratgeber in Sachen Eisenbahn und ÖPNV.

Wir Pallottiner sind ihm dankbar für seinen treuen Dienst in so vielen Bereichen.

Als Kind musste er seine Heimat Danzig verlassen, eine Realität, die ihn sein Leben lang begleitet hat – möge er nun ewige Heimat und Ruhe bei Gott finden.

Wir feiern die Eucharistie im Gedenken an Pater Klaus Klingenberg SAC am Dienstag, 10. März um 10 Uhr in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh in Friedberg, Herrgottsruhstr. 29. Anschließend findet die Beisetzung auf unserem Friedhof statt.

Priester, die konzelebrieren wollen, werden gebeten, Schultertuch, Albe und Stola mitzubringen. Anstelle zugedachter Kranzspenden erbitten wir im Sinne des Verstorbenen eine Spende für die missionarischen Aufgaben unserer Gemeinschaft (Pallottiner KdöR, Stichwort „Mission“, Pax-Bank für Kirche und Caritas eG, IBAN DE41 3706 0193 1053 3930 00). Vielen Dank.

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