Im Gedenken

Pater Franz-Josef Feldmann SAC

Am Morgen des 9. März 2026 gegen 4.30 Uhr verstarb im Missionshaus in Limburg unser Mitbruder Pater Franz-Josef Feldmann SAC. Er wurde 86 Jahre alt, war fast 60 Jahre Pallottiner und 55 Jahre Priester.

Am 28. Februar 1940 wurde Franz-Josef Feldmann in Wegeringhausen, Kreis Olpe, Erzbistum Paderborn als fünftes von sieben Kindern des Maurers Friedrich (Fritz) Feldmann und seiner Ehefrau Maria Feldmann, geborene Heuel, geboren. Vom Pfarrer von Drolshagen wurde er am 4. März 1940 in der Pfarrkirche getauft und dort am 4. Juli 1948 durch Weihbischof Augustinus Baumann von Paderborn gefirmt.

Die Volksschule in Wegeringhausen besuchte Franz von 1946 bis 1954. Danach wechselte er auf das Hermann-Josef-Kolleg der Pallottiner in Rheinbach. Dort verbrachte er die Jahre 1954 bis 1960. Anschließend war er im Bischof-Vieter-Kolleg in Limburg von 1960 bis 1964. 1962 schreibt er dem Provinzial, dass er gerne das Hausabitur machen würde. „Ich stehe schlecht in Griechisch und Englisch“ schreibt er. Englisch ist aber die Sprache, die er dann ein Leben lang sprechen und beherrschen sollte. Damals war ihm schon klar, dass er nach der Priesterweihe ins Ausland gehen sollte und erklärte sich damit einverstanden. Die Hausleitung in Limburg attestierte dem jungen Mann, dass er „sehr gesund, sportlich, zäh und hart“ sei. Für das Noviziat erhält er die uneingeschränkte Empfehlung.

Franz Feldmann fühlt sich in die Gemeinschaft und als Priester berufen und bewirbt sich für das Noviziat. Am 26. April 1964 sollte er nach Olpe reisen und am 1. Mai mit der Einkleidung sein Noviziat beginnen.

Am 1. Mai 1966 legte er die erste Profess in Olpe ab. Philosophie studierte er in Olpe und Vallendar in den Jahren 1965 bis 1967. Das Theologiestudium schloss er bis 1974 ab. Die Ausbilder in allen Stufen bescheinigten ihm, dass er sich sehr für die Gemeinschaft einsetzt und bei praktischer Arbeit hilft und unterstützt, wo es geht. Zugleich stellen sie auch fest, dass ihm das Studium weniger liegt. Die Profess auf Lebenszeit legte er am 1. Mai 1969 in Vallendar ab.

Die Diakonweihe empfing er am 6. Januar 1970 durch Weihbischof Alfred Kleinermeilert von Trier in der Hochschulkirche in Vallendar, ebenso die Priesterweihe am 5. Juli 1970.

Bereits am 24. August 1970 erhielt der junge Priester die Mitteilung des damaligen Provinzials P. Ludwig Münz, dass er wenige Tage später am 3. September nach Kanada fliegen soll.

Kanada wird nun seine neue Heimat. Nach einem Jahr in Calgary wurde er von 1971 bis 1974 in Swan River Kaplan und danach wieder in St. Cecilia in Calgary von 1974 bis 1981. P. Feldmann wurde zum Kanadier und erhielt am 24. Juni 1976 die Staatsangehörigkeitsurkunde. Nochmals ging es 1981 nach Swan River als Kaplan und anschließend als Pfarrer. Zusätzlich übernahm er ab 1. November 1990 die Aufgabe des Rektors. Anschließend ging er von 1993 bis 2008 für fünfzehn Jahre nach Airdrie als Pfarrer. Dort wurde ab 1. September 2002 Rektor in Red Deer in Alberta. Ab 1. August 2008 kam er nach St. James Okotoks. Am 1. August 2012 wechselte er noch einmal nach St. Cecilia in Calgary.

Die Delegatur Kanada war eine Delegatur der Norddeutschen Dreifaltigkeitsprovinz. Doch es zeichnete sich schon ab, dass die Provinz, die inzwischen zur Herz-Jesu-Provinz mit der süddeutschen fusioniert ist, keinen Nachwuchs hatte. Für die Delegatur Kanada hatte dies zur Folge, dass Verhandlungen mit der indischen Assumption of the B.V.M. Provinz in Bangalore aufgenommen wurde. P. Franz Feldmann, der sich inzwischen meist mit Frank bezeichnen ließ, war ab dem 1. Juli 2008 im Delegaturrat – zunächst noch der deutschen Delegatur und anschließend ab 3. Dezember 2009 im Delegaturrat der indischen Delegatur.

Gesundheitliche Gründe ließen P. Feldmann an die Rückkehr nach Deutschland denken. Am 26. September 2021 kam er in Frankfurt am Main an und verbrachte einige Zeit bei seiner Familie im Sauerland, bevor er in unser Missionshaus nach Limburg zurückkam.
Im Sauerland war ihm bereits in der Jugend der Wald und das Jagen ein Herzensanliegen. Das blieb auch in Kanada so. Seine Freizeit verbrachte er gerne in Wäldern, die Jagd war seine Passion. Man erzählt sogar, dass er einen Wolfspelz als Bettvorleger hatte und dieser hatte Glasaugen.

Mit P. Franz Feldmann verlieren wir einen Mitbruder, der tief im Glauben verwurzelt war und sich in Kanada für die Gemeinden und die Gemeinschaft einsetzte. Er war ein tief frommer Mann, dem das persönliche und gemeinschaftliche Gebet ein großes Anliegen war. Und er war ein fleißiger Mann, ob in der Pastoral – da war ihm besonders die Familien ein Schwerpunkt – oder wenn es in der Kirche oder dem Pfarrhaus etwas zu reparieren galt.

Er liebte das Singen, er war ein begeisterter Sänger in der Gemeinde. Zugleich versagten ihm immer mehr seine Kräfte und er freute sich, wenn ihn seine Familie, die Mitbrüder und das Team der Seniorenstation unterstützten. Seine Heimat wurde beide Länder: Deutschland und Kanada. In Limburg zurückgekehrt erzählte er viel von Manitoba, den indigenen und den anderen Gemeindemitgliedern, denen er herzlich verbunden blieb. Nun ist er von seinem Leiden erlöst und wird seine Heimat finden, im Reich Gottes.

Wir feiern das Requiem im Gedenken an P. Franz-Josef Feldmann SAC am Freitag, den 13. März 2026 um 10.30 Uhr in der Pallottinerkirche St. Marien zu Limburg, Wiesbadener Straße 1. Anschließend findet die Beisetzung auf unserem Friedhof statt.

Priester, die konzelebrieren wollen, werden gebeten, Schultertuch, Albe und Stola mitzubringen. Anstelle zugedachter Kranzspenden erbitten wir im Sinne des Verstorbenen eine Spende für die missionarischen Aufgaben unserer Gemeinschaft (Pallottiner KdöR, Stichwort „Mission“, Pax-Bank für Kirche und Caritas eG, IBAN DE41 3706 0193 1053 3930 00). Vielen Dank.

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