Zwischen Prag und Breslau
Auf den Spuren des seligen Pater Richard Henkes
Unter Leitung von Pater Alexander Holzbach folgt eine Pilgergruppe derzeit – auf einer 8-tägigen Busreise – den Spuren des Pallottinerpaters Richard Henkes in Tschechien und Polen.
Von christlichem Glauben und Wertvorstellungen getragen, widersetzte sich Pater Henkes, ein Sohn des Westerwaldes, ohne Rücksicht auf das eigene Schicksal der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Insbesondere protestierte er gegen die Morde an kranken und behinderten Menschen. Kurz vor Abschluss der Reise hat die Gruppe Bilder von den Stationen ihrer Spurensuche geschickt.
Prag und Olmütz und Ratibor
Zunächst besuchte die Gruppe Prag, machte Zwischenstopp in Olmütz (Tschechien) und schließlich nach Ratibor (Polen), wo Pater Henkes verhaftet wurde und im Gefängnis interniert war, ehe er nach Dachau verfrachtet wurde. Vor dem Gefängnis hat man nach der Seligsprechung eine Stele errichtet, welche von der Stadtführerin im Rahmen einer Stadtführung auch erwähnt wurde.

Wallfahrtsort Sankt Annaberg
Auf dem Annaberg, dem wichtigsten Schlesischen Wallfahrtsort, an dem Richard Henkes oft gepredigt hatte, erläuterte ein Franziskaner den Reisenden die wechselvolle Geschichte dieses historischen Ortes. Hier hielt die Reisegruppe eine gemeinsame Andacht, in der ein Brief Pater Henkes aus dem Gefängnis in Ratibor vorgelesen wurde.


Strahovice
Der bisherige Höhepunkt der Reise war Strahovice (Tschechien). Hier war Pater Henkes Pfarrer. Nach einem herzlichen Empfang durch die Gemeinde, konnte in der Pfarrkirche St. Augustinus die Heilige Messe gefeiert werden. Das Henkes-Denkmal war mit Blumen geschmückt, die Gruppe nutzte diesen Ort für ein Erinnerungsfoto. Anschließend ging es zur Marienkapelle, in die Henkes ein sog. MTA-Bild (Marienbild, Mater Ter Admirabilis) gebracht hatte und dann zu einem Mittagessen, zu dem die Gemeinde eingeladen hatte.



Branitz
In Branitz (Polen) begrüßte Pfarrer Alois Nowak die Pilgerschar. Die Josefsanstalten hatten eine bewegte Geschichte. Hier gab Pater Henkes oft und gerne Exerzititen. In dieser Kirche hielt er seine letzte öffentliche Predigt, bevor er verhaftet wurde.


Frankenstein
Rektor Pater Marek empfing die Gruppe in Frankenstein (Polen). Hier wirkte Henkes im Alter von 37 bis 40 Jahren, gab Unterricht an der Schule und hielt vielbesuchte Exerzitien. Das 1923 von Limburg aus gebaute Haus der Pallottiner ist heute Noviziat und Exerzitienhaus der pallottinischen Mitbrüder. Richard hatte als Student beim Bau mitgeholfen und war diesem Haus sehr verbunden. Hier feierten die Reisenden die Heilige Messe, anschließend gab es bei den Pallottinern Mittagessen und angeregte Gespräche mit den polnischen Mitbrüdern.


Breslau
Bei herrlichem Wetter geht es jetzt nach Breslau, der letzten Station dieser Pilgerfahrt.

Fotos: privat; Foto Breslau: panaramka
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