MISSIONSBERICHT 2025 – Rückblick und Rechenschaft
Hinweis: Berichte und Abrechnungen aus aller Welt brauchen Zeit. Gründliche Prüfungen auch. Deshalb erscheint unser Rechenschaftsbericht immer zum 1. September des Folgejahres. Der nächste Missionsbericht für 2025 wird am 1. September 2026 veröffentlicht.
Wir Pallottiner danken für Ihre Spenden im Jahr 2025!
- 271.670 € über die Kampagne: »Nothilfe«
- 170.290 € über die Kampagne: »Versorgung statt Verzweiflung«
- insgesamt 1,5 Mio € für Pallottiner-Projekte weltweit
An Selbstverständlichkeiten arbeiten
Auf der Vorderseite ein Bild von unbeschwerten Kindern am Strand. Hier auf der zweiten Seite Menschen, die sich im Freien aufhalten. Auch hier scheint es sehr friedlich zuzugehen. Doch der Schein trügt. Bei beiden Aufnahmen ist ein Krieg lebensbedrohlich nahe.
Die fünf Jungs sind an einem Strand an der Ostsee in Polen. Aus der Ukraine fährt Sr. Karolina, eine Pallottinerin, mit ihnen und weiteren Kindern das dritte Jahr in Folge ans Meer, um ihnen und ihren Müttern eine Zeit der Unbeschwertheit zu ermöglichen, heraus aus der beständigen Bedrohung des Krieges. Die Menschen im Osten der DR Kongo flüchten und suchen irgendwo einen Platz, an dem sie sicher sind vor den Kämpfen des Militärs und der Rebellengruppen. Auch wenn die Medien nicht mehr darüber berichten, die Kämpfe und Unruhen in diesem ostafrikanischen Land gehen nach wie vor weiter. Nun noch zusätzlich verschärft durch den Ausbruch der Ebola-Epidemie.
Vieles von dem, was für uns ein Lebensstandard ist und wir bei uns für selbstverständlich halten, ist es für Millionen Menschen auf der Welt nicht. Beim Frieden bekommen wir eine Ahnung, dass er auch bei uns gefährdet ist. Zu sehr sind die Themen Aufrüstung, militärische Abschreckung, Wehrdienst und die Bündnisfrage in unserer Politik präsent. Auch wenn wir lernen, dass grundsätzlich nichts in unserem Leben selbstverständlich ist, so finden wir dennoch, dass gewisse Lebensumstände und Standards als normal und für alle Menschen gegeben sein müssten. Dazu gehört ein Leben in Sicherheit, aber auch, dass niemand Hunger leiden muss, dass alle Zugang zu sauberem Wasser haben, dass Kinder zur Schule gehen können, dass Menschen Arbeit haben und von ihrer Hände Arbeit sich und ihre Familie ernähren können; dazu gehören für uns auch hygienische Standards.
Mit diesem Missionsbericht möchten wir Ihnen mitteilen, wie wir im vergangenen Jahr 2025 mit Ihren Spendengeldern versucht haben, diese Lebensstandards zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Wenn auch nicht für Millionen, so doch aber für eine beachtliche Anzahl von Frauen, Männern und Kindern an verschiedenen Orten in der Welt.
Wir danken den pallottinischen Schwestern und Brüdern und allen Partnern, die hier mit uns zusammenarbeiten. Vor allem aber danken wir Ihnen. Denn nur mit Ihren Spenden können wir das Leben der Menschen ein wenig zum Besseren verändern und selbstverständlicher machen. Es soll auch Ihnen zum Segen sein.
Pater Reinhold Maise SAC
Pallottiner-Missionssekretär
Patrizia Russo
Mitarbeiterin im Missionssekretariat
Barbara Eichhorn
Mitarbeiterin im Missionssekretariat

Hier können Sie den Missionsbericht 2025 als PDF herunterladen
Ihre Spenden kommen an: Insgesamt 1.532.202 Euro

z.B. in Malawi

»Die Menschen in Chiyendausiku sind für die neue Maismühle sehr dankbar, weil mit ihr Abhilfe geschaffen wird in einigen der alltäglichen Herausforderungen, wie zum Beispiel: Hunger und lange Fußmärsche zu den grundlegenden Versorgungsmöglichkeiten. Mit dem Bau der Maismühle haben die Menschen nicht einfach nur eine Maismühle bekommen; vielmehr ist die ganze Gemeinde, insbesondere die Frauen, gestärkt worden. Sie haben etwas erreicht, wovon sie nicht einmal zu träumen gewagt hätten«.
Pater Ignacio Chiphiko SAC, Pfarrer in der Gemeinde St. Paul, Chiyendausiku, Malawi.
z.B. in Masaka

»Als ich 8 Jahre alt war, fand an der Schule, die ich in Deutschland besuchte, ein Workshop zum Thema Menstruation statt. Dieser hat mir damals sehr geholfen. Deswegen hatte ich die Idee, auch an der Saint-Vincent-Pallotti-Schule in Masaka einen Workshop für die Schülerinnen der 6. Klasse über das Thema zu organisieren. Über Kontakte wurde ich auf die ruandesische Organisation Kosmotive aufmerksam, die wiederverwendbare Binden herstellen und Workshops zum Thema Menstruation und Schwangerschaft durchführen. Der Workshop kam sehr gut bei den Schülerinnen der 6. Klasse an. In einem anschließenden Gespräch meinte ein Mädchen, dass sie davor durch ihre Mutter schon ein bisschen etwas über das Thema wusste, sich aber jetzt sehr gut informiert fühlt.«
Eva Böhringer, Pallotti-MaZ-Freiwillige in Masaka im Jahr 2024/25
Tel.: +49(0)821. 600 52 – 530 (Missionssekretär)
Tel.: +49 (0) 821. 600 52 - 535 (Frau Bauer)
Fax: +49 (0) 821. 600 52 - 506
Mail: mission@pallottiner.org
Spendenkonto:
Empfänger: Pallottiner KdöR
IBAN: DE41 3706 0193 1053 3930 00
BIC: GENODED1PAX
(Pax-Bank für Kirche und Caritas eG)
Der Gesamtbetrag von 1.238.359 Euro setzt sich wie folgt zusammen - hier haben Ihre Spenden konkret geholfen:
Indien
Afrika
Südamerika
Ukrainehilfe (auch in Polen und Deutschland)
Alle notwendigen Unkosten werden von der Gemeinschaft der Pallottiner getragen.
Nigeria/Omasi-Agu: Schulrenovierung und Toilettenneubau

In diesem kleinen Dorf im Norden des Bundesstaates Anambra gibt es die Stella Maris Grundschule. Sie war in einem erbärmlichen Zustand, als Pater Stanley als Pfarrer dorthin kam. Er hat auch erzählt, dass die Kinder, vor allem die Mädchen, in die Felder gehen, wenn sie zur Toilette müssen. Die Schule hat nun wieder ein wenig mehr Farbe und es gibt inzwischen auch Toiletten.
Malawi/Lilongwe: Schulspeisung an der Katete Primary School

Aus diesen riesigen Töpfen bekommen jeden Tag ca. 4000 Kinder einen Becher voll mit Porridge, einem Brei aus Maismehl. Der ist für viele Eltern ein Grund, die Kinder morgens zur Schule zu schicken. Somit wird Hunger auf zweifache Weise gestillt.
Kamerun/Yaoundé: Bau einer frei zugänglichen Entnahmestelle für Trinkwasser

Auch in einer Hauptstadt mit rund 3,6 Millionen Einwohnern ist es noch nicht überall selbstverständlich, dass Menschen freien Zugang zu sauberem Wasser haben. Die Pallottiner haben dafür gesorgt, dass dies zumindest an ihrem Haus anders ist.
Indien/Nagpur: HIV & Palliative Care

Bruder George Joseph, Pallottiner in Nagpur, verteilt mit Mitbrüdern und anderen Freiwilligen einmal im Monat Lebensmittel und andere das Immunsystem stärkende Nahrungsmittel an alte und chronisch kranke Menschen. Diese könnten sie sich sonst nicht leisten. Und dann tut es einfach nur gut, dass da jemand ist, dem die Not eines anderen nicht gleichgültig ist.
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