Abakaliki in Nigeria - Unterwegs im Umland

Ausbildung der jungen Mitbrüder in Nigeria – Eindrücke einer Reise

Ein Reise- und Studienbericht aus Nigeria von Pater Sascha Heinze

Stationen der Reise: Enugu, Abakaliki und Mbaukwu

Am Sonntag, den 08.02.2026, sind Provinzial Pater Markus Hau, Provinzökonom Pater Rainer Schneiders und ich nach einem Nachtflug mittags in Enugu gelandet. Ein Jetlag blieb aus, da wir dieselbe Zeit wie in Deutschland vorgefunden haben. Für mich ist es der erste Besuch in einem afrikanischen Land und in einer nigerianischen Pfarrei vor Ort.

Wir fuhren nach Abakaliki, um zwei unserer Pfarreien zu besuchen. Gespräche mit den Mitbrüdern, die dort als Pfarrer arbeiten, standen ebenso auf dem Programm wie die Feier der Eucharistie. Von dort ging es für uns dann am Dienstag mit dem Auto weiter zu unserer Farm in Mbaukwu. Hier trafen wir die beiden Mitbrüder, die dort eine neue Farm aufbauen sollen. Das Haus ist gerade im Entstehen und soll in drei Monaten bezugsfertig sein.

Abends kamen wir in unserem neu errichteten „Motherhouse“ in Mbaukwu an. Ein Tag mit vielen Eindrücken und langer Autofahrt ging zu Ende. Menschen, Landschaft und das warme bis heiße Wetter prägen meine Eindrücke der ersten Tage. Der folgende Tag war geprägt von Sitzungen, ganz deutscher Manier. Den ganzen Tag verbrachten wir in Konferenzräumen, in denen der Aufenthalt durch einen Deckenpropeller und viel „Pallotti Water“ aus unserer Wasserfabrik erträglicher gemacht wurde. Sitzungen mit dem Delegaturrat, mit den Formatoren und den Ökonomen standen auf dem Programm.

Bei den Mahlzeiten können wir Deutschen immer zwischen „europäischem Essen“ und den afrikanischen Speisen wählen. Das afrikanische Essen hat eine gewisse angenehme Schärfe, die uns entgegenkommt.

Ein Reise- und Studienbericht aus Nigeria
Ein Reise- und Studienbericht aus Nigeria
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Begegnungen in den Ausbildungsstätten: Postulat, Studentenhaus und Noviziat

Der Donnerstag war ganz den Begegnungen mit den jungen Mitbrüdern gewidmet. Am Morgen besuchten wir das Postulat, feierten gemeinsam die Eucharistie, frühstückten zusammen und trafen uns anschließend zum Gespräch mit der Gruppe der Postulanten. Ich hatte dann, mit dem Provinzial als Übersetzer, noch ein Gespräch mit dem Leiter des Postulats, um zu erfahren, wie die Ausbildung in dieser Phase abläuft. Das ist die eigentliche Intention meines Hierseins, da ich ab Juli dieses Jahres als Regens für die Ausbildung unserer internationalen Kommunität an unserer Vinzenz-Pallotti University verantwortlich bin. Deswegen interessieren mich der Hintergrund der jungen Mitbrüder, von denen manche nach dem Philosophiestudium in Nigeria in Vallendar weiterstudieren. Mich interessieren die Art der Ausbildung, und ich möchte das Land und die Menschen erleben und spüren, damit ich die Ausbildung in Deutschland in diesem Kontext gestalten kann. Am gleichen Tag stand eine Begegnung mit den Studenten der Philosophie in unserem Studentenhaus auf dem Programm.

Der Freitag war der Begegnung mit dem Igwe in Mbaukwu reserviert. Er hat uns einen Teil seines Palastes geschenkt. In ein paar Räumen dieses Palastes werden wir nun eine Augenklinik einrichten. Am Nachmittag trafen wir uns mit den Mitbrüdern mit ewiger Profess zum Gespräch und zum Gedankenaustausch.

Am Samstag, den 14. Februar, stand der Provinzial einer großen Eucharistiefeier vor, die mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Jugendreffens in unserem Jugendzentrum in Mbaukwu gefeiert wurde. Nachmittags reisten wir weiter nach Owerri ins neue Studentenhaus der Theologiestudenten, wo wir mit einem Gesang der Studenten auf dem Parkplatz begrüßt wurden. Bei der Eucharistiefeier am Sonntag beauftragte unser Provinzial mehrere Mitbrüder mit dem Lektoren- oder Akolythendienst. Eine Begegnung und ein Austausch mit allen Studenten sowie Einzelgespräche des Provinzials mit den Studenten prägten den weiteren Tag. Ich hatte wieder Gelegenheit, mich mit dem Formator über seine Arbeit und seinen Zugang in der Ausbildung auszutauschen.

Am Montag besuchten wir in derselben Stadt das Noviziatshaus. Die Begegnung mit den Novizen war erfrischend, und die Gespräche mit dem Novizenmeister gaben mir weitere Einblicke in die Ausbildung in Nigeria. Am Nachmittag stand ein Besuch beim Erzbischof von Owerri auf dem Programm, der in sehr freundlicher Atmosphäre stattfand.

„Eine beeindruckende, aber auch zum Teil bedrückende Reise“

Der folgende Tag stand dann schon wieder im Zeichen des Abschiednehmens. Wir fuhren nach Abuja, um am nächsten Tag die Heimreise anzutreten, sodass wir am Freitag, den 20.02., wieder gut in München ankamen. Für mich geht eine beeindruckende, aber auch zum Teil bedrückende Reise zu Ende. Beeindruckend ist, was die Gemeinschaft in wenigen Jahren aufgebaut hat und wie viel Elan und Frische bei den jungen Mitbrüdern spürbar ist. Bedrückend ist, dass im Land viel Kriminalität und Gewalt vorhanden sind und viel Armut sichtbar ist. Dankbar für die Eindrücke, vor allem in den Ausbildungsstätten, für die Gastfreundschaft der Mitbrüder und vor allem für das für mich sehr angenehme heiße Wetter kehre ich ins verschneite Bayern zurück.

Begegnung mit den Studenten der Philosophie in unserem Studentenhaus in Mbaukwu

Bilder und Bericht: Provinzrat Pater Sascha Heinze

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