
Nigeria: Gemeinschaftsleben und Apostolat 2025
Entwicklung, Meilensteine und Perspektiven der Pallottiner in Nigeria
Das Jahr 2025 war bei den Pallottinern in Nigeria durch eine hohe Dichte an Initiativen geprägt, die auf Wachstum, Dienst und die Stärkung des gemeinsamen Auftrags ausgerichtet waren. In unterschiedlichen Bereichen des Gemeinschaftslebens und des Apostolats wurden spürbare Fortschritte erzielt. Leitend blieb dabei die Orientierung am kirchlichen Sendungsauftrag und an der Ausrichtung auf die Ehre Gottes.
Besonders hervorzuheben ist die kontinuierliche und engagierte Begleitung durch die Union des Katholischen Apostolats (UAC). Ihr Beitrag – getragen von Solidarität, verlässlicher materieller Unterstützung, geistlicher Mitverantwortung im Gebet sowie aktiver Teilnahme an Vorhaben der Gemeinschaft – hat den missionarischen Geist gestärkt und das Bewusstsein geteilter apostolischer Verantwortung vertieft. In dieser Form der Unterstützung wurde die pallottinische Vision eines universalen Apostolats in konkreter Weise sichtbar.
Ein Jahr mit vielen Aufbrüchen und Impulsen
Ein markanter Schritt in der Entwicklung des Gemeinschaftslebens war die Eröffnung des Theologiehauses am 21. Februar 2025. Das Haus hat sich in kurzer Zeit als verlässlicher Ort der Ausbildung und Formung etabliert: als Raum für Studien, Gebet, geordnete Lebensführung und brüderliches Zusammenleben.
Ein weiterer Schwerpunkt des Jahres war der Besuch des Generalrektors P. Zenon Hanas, SAC, und seiner Räte. Der Aufenthalt setzte wichtige Akzente der Ermutigung und der Erneuerung. Zugleich wurde die Verbundenheit mit der weltweiten pallottinischen Gemeinschaft erfahrbar. In Gesprächen und Begegnungen wurden Impulse gegeben, die eine Vertiefung des Gemeinschaftsbewusstseins förderten und zu neuer apostolischer Kreativität sowie zu missionarischer Verfügbarkeit anregten.
Mit besonderer Wertigkeit war zudem die Ausrichtung des Tages der Provinz verbunden. Die Feier fand in Mbaukwu in einer Atmosphäre von Würde, Freude und ausgeprägter Geschwisterlichkeit statt. Sie bot Raum für geistliche und inhaltliche Reflexion über Auftrag und Charisma sowie für die Stärkung der Beziehungen innerhalb der Mitbrüder – sowohl im Kontext Nigerias als auch in der Verbindung zur Provinz. Liturgische Feiern, thematische Austauschrunden und gemeinschaftliche Erholung machten die Einheit und Lebendigkeit der pallottinischen Familie sichtbar.




Ein Leben im Rhythmus von Kontemplation und Aktion
Im Alltag zeigte sich 2025 eine Stabilisierung des pallottinischen Lebensrhythmus. Ein ausgewogenes Miteinander von Gebet, Arbeit und Erholung prägte das Jahr. Die Liturgien wurden in einer Haltung der Achtsamkeit und Würde gefeiert. Praktische Dienste, Handarbeit und pastorale Aufgaben förderten Verantwortungsbereitschaft und Solidarität. Sport und Freizeitangebote erwiesen sich als wichtige Elemente zur Stärkung der Gemeinschaft, zur Balance im Alltag und für ein von Freude getragenes Zusammenleben – im Sinne einer ganzheitlichen Formung, wie sie dem Charisma entspricht.
Rückblickend bleibt außerdem die Weihe zweier Mitglieder im Juli 2024 bedeutsam: P. Paulmary Orji wurde zum Priester geweiht, Rev. John Paul Egbue SAC, zum Diakon. Diese Ereignisse stärkten die pastoralen Möglichkeiten und wurden zugleich als Zeichen der Hoffnung und Bestätigung für den Weg der Gemeinschaft wahrgenommen.
Ebenfalls prägend war die Erste und die Ewige Profess weiterer Mitglieder. Diese Schritte stellen in der Berufungsbiografie entscheidende Stationen dar und machen den entschlossenen, verantwortlichen Weg in der pallottinischen Lebensform sichtbar. Zugleich unterstreichen sie die bleibende Relevanz des Ordenslebens für Kirche und Gesellschaft in Nigeria.
Schließlich wurden im September neue Kandidaten in Postulat und Noviziat aufgenommen. Dies ist als bedeutsame Investition in die Zukunft von Provinz und Gemeinschaft zu werten. Die Offenheit und Motivation der Neuaufgenommenen haben bereits erste positive Akzente im Gemeinschaftsalltag gesetzt. Damit verbindet sich auch die Aufgabe, sie auf dem Weg der Formung verlässlich zu begleiten und in ihrer Berufung zu stärken – im Geist der Jüngerschaft und in Orientierung am apostolischen Auftrag.



Bericht: Enemuoh Kizisixtus, Mbaukwu, Nigeria
Bilder: Pallottiner Nigeria
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