Im Gedenken
Pater Bruno Kremsler SAC
Am 12. Januar 2026 verstarb in Limburg an der Lahn unser Mitbruder Pater Bruno Kremsler SAC. Er wurde 84 Jahre alt, 62 Jahre Pallottiner und 58 Jahre Priester.
Am 2. Juli 1941 wurde Bruno Kremsler als drittes Kind seiner Eltern Alois und Berta Kremsler in Friedrichshafen geboren. Am 6. Juli 1941 wurde er in der dortigen Kirche St. Canisius getauft. In den Kriegswirren mussten seine Eltern mit ihren sechs Kindern aus Friedrichshafen nach Wangen im Allgäu ziehen und blieben dort wohnen. Hier besuchte Bruno die Volksschule, bevor er sich entschied, in das damalige Hermann-Josef-Kolleg in Rheinbach zu ziehen. Die Familie kannte die Pallottiner gut; waren doch zwei Brüder des Vaters Pallottiner. Seiner Familie, seinen Verwandten und Schulfreunden war Bruno zeitlebens verbunden und freute sich immer, wenn es nach Wangen ging.
Am 5. Dezember 1955 empfing er in der Hauskapelle St. Josef in Rheinbach die Firmung und verfolgte zielstrebig den Abschluss seiner Schulzeit durch das Abitur. Nach Erreichen dieses Zieles meldete er sich zum Noviziat der Pallottiner in Olpe an und nahm das Studium der Theologie in Vallendar auf. Seine ewige Profess war am 1. Mai 1966 und seine Priesterweihe am 16. Juli 1967 in Vallendar durch Bischof Bernhard Stein.
Ein bewegtes Leben stand ihm nun bevor. Er war zunächst eingesetzt in der Pfarrei St. Christophorus in Hannover-Stöcken. Dann führte ihn sein Weg in die entgegengesetzte Richtung, nach Völklingen-Wehrden in die Pfarrei St. Hedwig. Hier wirkte er drei Jahre, bis ihn der Ruf ereilte, als Erzieher ans Vinzenz-Pallotti-Kolleg in Rheinbach zu wechseln. Hier war er 11 Jahre und hat viele Schüler geformt durch seine bescheidene und ruhige Art. In dieser Zeit machte er auch eine Ausbildung in Porz zur Heimerziehung und zum Heimleiter, auch wenn er diese Aufgabe niemals anstrebte.
Danach führte ihn sein Weg nach Olpe, zunächst als Verwalter und später als Rektor des Hauses. Neun Jahre verbrachte er dort. In diese Zeit fällt auch sein segensreiches Wirken in der Pfarrei Oberveischede, sodass die Menschen ihn dort nur äußerst ungern ziehen ließen. Davon zeugen etliche Schriften, die an den Provinzial gerichtet waren.
Aber damit nicht genug: Für vier Jahre ging er als Verwalter und Vizerektor nach Vallendar, an unsere Hochschule. Hier ereilte ihn 1996 eine heimtückische Krankheit, die sein Kurzzeitgedächtnis sehr beeinträchtigte. 1997 wurde er nach Wiesbaden versetzt zur Beichtseelsorge in die Bonifatiuskirche. Zwei Jahre später folgte erneut ein Wechsel, denn der Ruf ging wieder in sein geliebtes Rheinbach. Acht Jahre verbrachte er hier und wirkte im Seelsorgegebiet Rheinbach, vor allem in Flerzheim, mit. In dieser Zeit war er zudem im Hausrat und Vizerektor der Hausgemeinschaft des Vinzenz-Pallotti-Kollegs.
Schließlich ging er, nach der Schließung von Rheinbach, nach Friedberg. Hier feierte er gerne Gottesdienste in der Pallotti-Kirche und im Krankenhaus. Und er genoss die Nähe zu Wangen. Am Ende seines Lebens führte ihn sein gesundheitlicher Zustand und seine Pflegebedürftigkeit nach Limburg, wo er besonders in den letzten Monaten intensiver Begleitung bedurfte.
Bruno Kremsler war verwachsen mit Rheinbach. Hier sah er viele seiner Träume und Vorstellungen verwirklicht und liebte es, für die Menschen, die ihm anvertraut waren, Seelsorger sein zu dürfen. Bruno Kremsler war ein ganz und gar positiver Mensch, als Seelsorger geschätzt, mit Fingerspitzengefühl, bescheiden, hilfsbereit und überaus fleißig. In den vielen guten Initiativen, die auf sein seelsorgliches Wirken zurückgehen, ist das mehr als ablesbar.
„Wenn wir keine hörenden Menschen sind, keine offenen, unterscheidungsfähigen, demütigen Menschen, dann werden wir nicht viel von der Wahrheit erfahren.“ Richard Rohr hat diesen Satz geprägt. Er trifft ganz besonders auf Bruno Kremsler zu, der ein hörender, offener und unterscheidungsfähiger Mensch war und zudem noch sehr bescheiden. Bitten wir darum, dass er jetzt die Wahrheit Gottes erfahren hat.
Wir feiern die Eucharistie im Gedenken an P. Bruno Kremsler SAC am Mittwoch, dem 21. Januar 2026, um 10:30 Uhr in der Pallottinerkirche St. Marien zu Limburg, Wiesbadener Straße 1. Anschließend findet die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof der Gemeinschaft statt.
Priester, die konzelebrieren wollen, werden gebeten, Schultertuch, Albe und Stola mitzubringen. Anstelle zugedachter Kranzspenden erbitten wir im Sinne des Verstorbenen eine Spende für die missionarischen Aufgaben unserer Gemeinschaft (Pallottiner KdöR, Stichwort „Mission“, Pax-Bank für Kirche und Caritas eG, IBAN DE41 3706 0193 1053 3930 00). Vielen Dank.
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