Im Gedenken
Pater Gaspar Vega Fidalgo SAC
Am 25. Dezember 2025 verstarb gegen Mittag im Krankenhaus in León/Spanien unser Mitbruder P. Gaspar Vega Fidalgo SAC.
Gaspar Vega Fidalgo wurde am 19. September 1943 in Castrillo de San Pelayo, in der Provinz León geboren. Wie die meisten Dorfbewohner waren seine Eltern, Julio und Elisa, Bauern. P. Gaspar hatte fünf weitere Geschwister.
Nachdem er seine erste Schulausbildung in seinem Dorf absolviert hatte, kam er mit den Pallottinern in Kontakt und verbrachte zwei Jahre als Schüler in Carranza.
Als in seinem Heimatdorf Castrillo de San Pelayo die neue Pallottiner-Schule eröffnet wurde, gehörte er zu den ersten Schülern, die im September 1957 von Carranza nach Castrillo wechselten.
Nach Abschluss der Mittelstufe, interessierte er sich für die Gemeinschaft der Pallottiner. Er ging nach Deutschland, wo er in Untermerzbach das Noviziat absolvierte. Am 1. Mai 1964 legte er seine erste Profess als Pallottiner ab. Von Untermerzbach ging P. Gaspar mit anderen spanischen Mitbrüdern nach Vallendar, um dort Philosophie und Theologie zu studieren. Am 01. Mai 1968 wurde er zum Diakon geweiht.
Nach seinem akademischen Abschluss kehrte er nach Spanien zurück und erhielt die Priesterweihe am 6. Juli 1969 in unserer Internatskirche in Castrillo. Seitdem entfaltete sich sein gesamtes pastorales Wirken von Castrillo aus. Mehrere Jahre lang war er Religionslehrer an der staatlichen Schule von Veguellina de Órbigo.
Seine große Aufgabe erfüllte er jedoch als Jugendseelsorger der Diözese Astorga. 1984 wurde er vom Bischof für diese Aufgabe bestellt und erfüllte sie fast 25 Jahre lang. Anders als in Deutschland war die Kategorialseelsorge in Spanien eine Seltenheit und P. Gaspar war der einzige Jugendseelsorger der Diözese. So war er für seine Arbeit in der ganzen Diözese bekannt: Jugendgruppen, Gebetstreffen, Pilgerfahrten, Workshops, Ostererfahrungen in Taizé, Versammlungen…
Er half gelegentlich in der Pfarrei Unsere Mutter vom Karmel, in Veguellina de Órbigo. P. Gaspar wirkte vom Internat aus, um Schüler für die pallottinische Schule zu werben: er besuchte Dörfer, Pfarreien und Familien und ermutigte viele, das Internat zu besuchen. Somit war er auch sehr aktiv als Berufungspastoral. Seine Verbundenheit mit den ehemaligen Pallottiner-Schülern beschäftigte ihn bis zu seinem Tod.
1992 wurde er Mitglied des I. Diözesanpastoralrats. 1998 wurde er mit der Seelsorge in den Pfarreien Acebes del Páramo, Castrillo de San Pelayo und San Pelayo betraut, zu denen 2002 die Pfarrei Huerga de Frailes hinzukam. Im Jahr 2011 wurde er zum Pfarrer von Santa Marinica, Valdesandinas und Villazala ernannt.
Er arbeitete auch in diözesanen Beratungsgremien mit. Die Leidenschaft der letzten 25 Jahre galt jedoch dem Jakobsweg. Pater Gaspar übernahm die Nachfolge der Pallottinerpräsenz auf dem Jakobsweg in Zusammenarbeit mit dem Christophorus Jugendwerk in Oberrimsingen. Er förderte die Seelsorge auf dem Jakobsweg und begleitete verschiedene Initiativen, darunter insbesondere das Europäische Begegnungszentrum für benachteiligte Jugendliche in Foncebadón.
Seit dem Jahr 2000, als das Internat geschlossen wurde, war P. Gaspar der Pallottiner, der die Präsenz der Gemeinschaft in Castrillo aufrechterhielt, zunächst zusammen mit anderen Mitbrüdern und seit zwei Jahren allein.
Er starb im 82. Lebensjahr am Weihnachtsmorgen 2025 im Krankenhaus von León, infolge eines schweren Schlaganfalls.
Die Beerdigung fand am Nachmittag des 26. Dezembers in der Kapelle unserer ehemaligen Pallottiner-Schule statt, und seine sterblichen Überreste ruhen auf dem Friedhof von Castrillo, seinem Heimatdorf. Mit P. Gaspar verliert die Gemeinschaft einen lebensfrohen und reiselustigen Mitbruder, aber auch einen unermüdlichen Seelsorger.
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