Totenbrief Pater Ewald Hartmann SAC

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Im Gedenken

Pater Ewald Hartmann SAC starb im 80. Lebensjahr

Am Morgen des Christkönigsfestes, am 26. November 2017, verstarb in der Klinik in Salzburg unser Mitbruder P. Ewald Hartmann SAC im 80. Lebens-, 57. Profess- und 52. Priesterjahr.

Ewald Hartmann wurde am 28. September 1938 als jüngstes von fünf Kindern des Ehepaares Maximilian und Helena Hartmann auf dem unteren Lauchhof in Bargau (heute: Stadt Schwäbisch Gmünd) geboren. In der bäuerlichen Familie war der katholische Glaube fest verwurzelt. Darauf lassen nicht nur drei Tanten schließen, die ins Franziskanerinnenkloster Reute eingetreten waren, das bestätigte auch mehrfach der Ortspfarrer. Aber das galt damals wohl für die ganze Umgebung. Nicht umsonst fanden auch zahlreiche Jugendliche den Weg zu den Pallottinern und zum Priesterberuf. So auch Ewald. Nachdem er fünf Jahre die Volksschule in Bargau besucht hatte, wechselte er mit elf Jahren in die Schule des Missionshauses St. Bernhard in Schwäbisch Gmünd. Hier wie auch später nach seinem Wechsel an das Pallottinergymnasium St. Paulusheim in Bruchsal musste er sich sehr quälen. 1955 dachte er schon ans Aufhören, doch sein Heimatpfarrer Vogel und Provinzial P. Franz Nägele rieten ihm zum weiteren Schulbesuch im Spätberufenenseminar St. Josef Hersberg in Immenstaad am Bodensee. 1958 schrieb er dann sehr entschlossen: „Da ich mein Studium bei den Pallottinern begonnen habe, möchte ich es auch bei ihnen vollenden.“ Die Ferien waren immer ausgefüllt mit Arbeit auf dem elterlichen Hof. Seine praktische Begabung zeigte sich auf dem Hersberg bei seinem Einsatz als Hilfspräfekt. „Mit reifem Verantwortungsbewusstsein“ organisierte er die Mithilfe der Mitschüler im Haus. Nach der Reifeprüfung 1959 war es für ihn dann folgerichtig, um die Aufnahme ins Noviziat der Pallottiner zu bitten. So war er von 1959 bis 1962 in Untermerzbach bei Bamberg im Noviziat und der Philosophischen Hochschule, um anschließend an der Theologischen Hochschule Vallendar das Studium fortzusetzen und abzuschließen. Am 29. März 1966 empfing er durch Weihbischof Carl Schmidt von Trier die Weihe zum Diakon und am 17. Juli 1966 die Priesterweihe durch Bischof Anthony Padiyara in der Hl.Geist-Kirche zu Augsburg-Hochzoll. Nach dem Studienjahr am Pastoraltheologischen Institut der Pallottiner in Friedberg, das mit einem Seelsorgseinsatz in der Pfarrei St. Michael Mering verbunden war, übernahm er 1967 die Kaplanstelle an der Pfarre „Königin des Friedens“ in Wien, die er bis 1972 innehatte. Niemand konnte damals ahnen, dass er als „bekennender Schwabe“ sein ganzes priesterliches Leben in Österreich verbringen würde. Ursprünglich rechnete er mit einer baldigen Rückkehr nach Deutschland, doch dann wurde ihm die Stadtpfarre „Vinzenz-Pallotti“ in Salzburg-Lehen anvertraut. Mit großem Eifer versuchte er als Pfarrer das Leben der Gemeinde im Geist des 2. Vatikanischen Konzils zu gestalten. Dabei war ihm das Zusammenwirken aller sehr wichtig. Von Seiten des Erzbistums Salzburg wurde das 1983 durch die Ernennung von P. Hartmann zum „Geistlichen Rat“ gewürdigt. Im folgenden Jahr kam noch ein weiteres Aufgabengebiet hinzu: P. Hartmann wurde zum Vizeregional der österreichischen Pallottiner gewählt, um anschließend von 1987-1996 als Regional die Hauptverantwortung für diese pallottini-sche Einheit zu übernehmen. 1991 wurde ihm auch noch die Leitung des Evangelisationszentrums der Erzdiözese Salzburg übertragen. In allen Aufgabenfeldern war er vor allem Seelsorger. Der Kontakt mit den Menschen im näheren und weiteren Umkreis, kirchennah oder kirchenfern, war P. Hartmann immer ein Herzensanliegen. Er wollte die Menschen mitnehmen gemäß dem von Peter Klein in Holz gestalteten Thema „Weg des Heils“ in der Vinzenz-Pallotti-Kirche. Dazu gehörte sein umsichtiges caritatives Engagement, das 2002 mit dem „Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg“ seine Anerkennung fand. 2012 beendete er nach vierzig Jahren „mit wehmütigem, aber freudigem Herzen“ seine Aufgabe als Pfarrer, doch er blieb der Pfarre weiterhin verbunden. Seine letzten Jahre verbrachte er als Seelsorger im Altenheim „SeneCura – Näher am Menschen“, das auf seine Initiative hin errichtet worden ist. (Hi)

In Salzburg-Lehen feiern wir am Dienstag, dem 05.12.2017, um 15.00 Uhr in seiner Pfarrkirche St.-Vinzenz-Pallotti die Eucharistiefeier mit Verabschiedung.

In Friedberg feiern wir die Eucharistie im Gedenken an den Verstorbenen am Donnerstag, dem 07.12.2017, um 13.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh, Herrgottsruhstr. 29, 86316 Friedberg. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Friedhof der Gemeinschaft statt.

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2017-11-27T18:21:18+00:00