Resilienz entsteht im Miteinander, in einer Gemeinschaft, die stärkt

Osterseminar zum Thema „Aushalten“: Haus Wasserburg knüpft ein „Netz der Resilienz“

Wie lassen sich die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit aushalten – persönlich, gesellschaftlich und global? Mit dieser Leitfrage beschäftigten sich mehr als 100 Teilnehmende unterschiedlichen Alters beim generationenübergreifenden Osterseminar an den Kar- und Ostertagen 2026 in Haus Wasserburg. Unter dem Leitgedanken „Aushalten“ kamen sie zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, zu reflektieren und gemeinsam nach Hoffnungsperspektiven zu suchen.

Ein besonderer Höhepunkt des Seminars war eine kreative Gemeinschaftsaktion: Die Teilnehmenden knüpften ein großes Netz als sichtbares Zeichen für Resilienz, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Das Netz entstand aus vielen einzelnen Fäden, die mit persönlichen Elementen ergänzt wurden. Jeder Knoten steht symbolisch für individuelle Erfahrungen, Hoffnungen, Fragen oder Belastungen.

„Dieses Netz zeigt, dass jede und jeder etwas mitbringt und dass es genau diese Vielfalt ist, die trägt“, erklärt Seminarleiter Pater Jörg A. Gattwinkel. „Resilienz entsteht nicht aus der Stärke Einzelner, sondern aus Verbindung.“

Gemeinsam knüpfen die Generationen in Haus Wasserburg an einem „Netz der Resilienz“

Im Laufe des Seminars erhielt das Leitwort „Aushalten“ eine weiterführende Bedeutung. Deutlich wurde: Aushalten darf kein bloßes Erdulden sein. Wer gemeinsam aushält, kann auch Kraft entwickeln, um aufzuhalten, d. h. dem entgegenzutreten, was Leben einengt, Zukunft bedroht oder Menschen entmutigt.

„Aushalten klingt zunächst passiv“, sagt Teilnehmerin Maja Lauer. „Aber hier habe ich erlebt: Wenn wir zusammenhalten, wird daraus Energie zum Handeln.“

Das fertiggestellte Netz hängt nun gut sichtbar in der Pallottikirche. In der Osternacht wurde es mehr als 600 Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern präsentiert, als Einladung und zugleich als Auftrag. Denn das Netz ist bewusst nicht abgeschlossen: Es soll weiterwachsen. Alle Interessierten sind eingeladen, eigene Gedanken, Hoffnungen oder Zeichen einzubringen.

„Dieses Netz lebt davon, dass Menschen sich einbringen“, betont Mitorganisatorin Katharina Sporckmann. „Es sagt: Du musst nicht allein tragen. Und es fragt gleichzeitig: Wo bist du bereit, mitzutragen?“

Gerade in einer Zeit vielfältiger Krisen verstehen die Verantwortlichen das Projekt als bewusstes Zeichen gegen Vereinzelung und Resignation. „Wir wollten etwas schaffen, das Mut macht und verbindet“, so Teammitglied Nick Kleßen. „Ein stilles, aber starkes Zeichen dafür, dass Gemeinschaft trägt.“

Das generationenübergreifende Osterseminar macht damit deutlich: Resilienz entsteht im Miteinander, in einer Gemeinschaft, die stärkt, zum Aushalten befähigt und zum Aufhalten ermutigt. Das Netz bleibt als Ort der Begegnung, der Beteiligung und der leisen, aber wirksamen Hoffnung.

Bericht: Haus Wasserburg, Pressemitteilung vom 9. April 2026
Fotos: Haus Wasserburg

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