Die Weihnachtszeit dauerte früher bis zum 2. Februar

Letztes Krippenbild in St. Marien: Im jüdischen Tempel

Weihnachten ist vorbei. Zahlreiche Familien haben ihre Hauskrippen längst abgeräumt, doch in den katholischen Kirchen endet der erweiterte Weihnachtskreis erst am 2. Februar. Es ist das „Fest der Darstellung des Herrn“, das vielerorts auch „Mariä Lichtmess“ genannt wird. So sind denn auch die Krippen in den Kirchen nach dem Montag nicht mehr zu sehen.

In der Limburger Pallottinerkirche „St. Marien“ ist die klassische Weihnachtskrippe schon seit mehreren Tagen nicht mehr vorhanden. Sie wurde durch die szenische Darstellung der Darstellung des Herrn ersetzt. Es handelt sich um die bemerkenswerte Szene aus dem Lukas-Evangelium, wonach Maria und Josef mit ihrem Kind in den Tempel kommen. Dort merken die biblischen Gestalten Simeon und Hanna, dass es kein gewöhnliches Kind ist, und bekennen im Gotteshaus, dass sie Jesus, den Erlöser, in den Armen halten.

Das Gesetz des Mose schrieb den Juden damals vor, ein neugeborenes Kind innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. Dort hatte die Heilige Familie zwei Riten zu vollziehen. Im Tempel sollte die „männliche Erstgeburt (…) dem Herrn geweiht“ werden, und die Mutter sollte zur „Reinigung“ dem Priester ein Schaf und eine Taube übergeben.

„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen“

Katholiken empfangen am Sonntag und am Montag zugleich den nach dem heiligen Blasius benannten Blasiussegen, der ihnen Gesundheit und Heil bringen soll. Am Ende der Gottesdienste wird der Segen einzeln gespendet. Der Priester spricht: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen“.

Szenische Krippendarstellung in der Pallottiner-Kirche St. Marien in Limburg
Diese ungewöhnliche Krippendarstellung ist noch bis Montag in der Pallottinerkirche zu sehen. Sie zeigt, wie Maria und Josef (links) nach jüdischem Brauch ihren Sohn Jesus zu Simeon und Hanna in den Tempel bringen. Zu sehen sind der für jüdische Tempel typische siebenarmige Leuchter, eine Thorarolle, die Kippa (Kopfbedeckung) und weiße Tauben.

Bild und Text: Dieter Fluck

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