
„Mutterprovinz“ ist dankbar für segensreiche Entwicklung seit 75 Jahren
Ein Reisebericht aus Indien: Von Bangalore nach Nagpur zu den großen Jubiläumsfeierlichkeiten
Der zweite Teil unserer Reise durch Indien war geprägt von den unterschiedlichsten Feierlichkeiten zum Pallottifest sowie dem 75. Jubiläum der pallottinischen Präsenz in Indien.
Pallottifest in Mangalore, Mysore und Bangalore, Rosen pflanzen in Dornahalli
Die erste Feier – eher im „kleinen pallottinischen Kreis“ – fand in Mangalore im „Pallotti Vikas“, einem Ausbildungshaus der Bangalore-Provinz, statt. Dort bereiten sich sieben junge Mitbrüder auf ihr Theologiestudium vor. Gemeinsam mit den Mitbrüdern vor Ort bewirtschaften sie auch einen großen Park und einen fast „urwaldähnlichen“ Wald.
Zum Pallottifest kamen dort einige Mitbrüder zusammen, die in der Region in unterschiedlichen Bereichen tätig sind. Unter ihnen auch der neue Provinzial der Bangalore-Provinz, Pater Michael d’Almeida, der viele Jahre in der Schweiz gearbeitet hat und dort kürzlich seinen Antrittsbesuch gemacht hat.
Von dort ging es dann wieder mit dem Flugzeug weiter nach Bangalore, wo wir im Provinzialat von den Mitbrüdern (wie immer) herzlich empfangen wurden.
Am nächsten Tag sind wir in aller Frühe nach Dornahalli gefahren, wo die Mitbrüder ein Heim für ausgesetzte, mittellose und ältere Menschen unterhalten, die kein Zuhause mehr haben. Auch dort gibt es rund um das Haus eine kleine Landwirtschaft mit vielen Tieren und Pflanzen, die von den Mitbrüdern gepflegt und versorgt werden. Das Haus wurde vor Kurzem – auch mit Mitteln unseres Missionssekretariats, beziehungsweise unserer Wohltäterinnen und Wohltäter – erweitert und ausgebaut. So war es schön, dass aus diesem Anlass die Mitbrüder einige Gebäudeteile segnen und eröffnen konnten und außerdem neue Bäume und Rosen pflanzen konnten, um damit auch zum Ausdruck zu bringen, dass dieses Werk weiter wachsen solle.
Auf dem Rückweg machten wir Station in Mysore, wo die Mitbrüder ihr Theologiestudium absolvieren. Auch dort fand mit den Studenten und vielen Gästen wieder das Pallottifest statt.
Den Gedenktag des heiligen Vinzenz Pallotti (22.1.) feierten wir vormittags in der Pfarrei St. Vincent Pallottin in Bangalore, die von den Pallottinern betreut wird. Auch dort erlebten wir wieder eine so große Gastfreundschaft und Freude über unseren Besuch – genauso wie bei den pallottinischen Schwesterngemeinschaften, die wir besuchten.
Am Abend fand dann im Provinzialat der Bangalore-Provinz das Pallottifest statt. In seiner Predigt erinnerte Pater Michael d’Almeida an die Herausforderungen und Probleme, vor denen die süddeutschen Mitbrüder vor 75 Jahren standen.









75 Jahre Pallottiner in Indien – Symposium und Jubiläumsfest
Am nächsten Tag fuhren wir dann nach Nagpur, wo nicht nur das große Jubiläum stattfand, sondern zuvor auch ein zweitägiges Symposium zu Geschichte und Zukunft der Pallottiner in Indien. Seitens der deutschen „Delegation“ konnten sich Pater Fritz Kretz mit einem Vortrag zur „Bedeutung der Zönakelspiritualität für uns Pallottiner“ und Pater Christoph Lentz mit einem Vortrag über die „ersten Schritte von Friedberg nach Indien“ einbringen.
Am Sonntagabend, dem 25. Januar 2026, fand dann der offizielle Festakt statt. Nach einem Gottesdienst mit dem Kardinal von Goa und vielen anderen Bischöfen aus Diözesen, in denen die Pallottiner tätig sind, sowie ca. 150 Pallottinern gab es einen großen Festakt, in dem für 75 Jahre Wirken der Pallottiner in Indien gedankt wurde.
Eine Reliquie des seligen Richard Henkes, als Gastgeschenkt für die indischen Provinzen
Extra dazu war auch der Provinzial der „Mutterprovinz“, Pater Markus Hau, angereist und betonte in seinem Grußwort, wie schön es sei zu sehen, wie die Pallottiner in den letzten 75 Jahren gewachsen seien. Dass all das von deutschen Pallottinern angefangen und gefördert wurde, erfülle ihn mit großer Dankbarkeit. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte der Provinzial den indischen Provinzialen im Namen aller Mitbrüder jeweils eine Reliquie des seligen Richard Henkes.
Die indischen Pallottiner zeigten ihre Dankbarkeit – nicht nur den deutschen Pallottinern gegenüber – durch viele Ehrungen, sondern auch durch ein abwechslungsreiches Programm mit Tanz und Musik sowie anschließendem festlichen Dinner.
Sehr dankbar und beeindruckt machte sich unsere kleine Reisegruppe dann am nächsten Tag auf, um noch an den Ort zu fahren, wo die beiden deutschen Mitbrüder, Pater Lorenz Scheu und Pater Werner Hunold, vor 75 Jahren ihre Mission in Indien begonnen haben: nach Raipur.











Beitrag: Pater Christoph Lentz
Bilder: Pater Reinhold Maise
Diesen Beitrag teilen...
Weitere Beiträge
Das könnte Sie auch interessieren
Mitreden, Mitmachen, Mithelfen!
In Kontakt bleiben. Kostenlos 12 x pro Jahr!
Liken, kommentieren, abonnieren
Herzliche Einladung: Reden Sie mit!
Öffnen Sie sich Räume
Gemeinsam die Welt verändern!










