Abschied von Bettina Montag und Diakon Sebastian
Zwei Seelsorgende verlassen die Pfarrei und blicken dankbar auf viele gemeinsame Jahre zurück
Am 30. August 2026 wurden Pastoralreferentin Bettina Montag und Diakon Sebastian Wagner in einem feierlichen Gottesdienst in der St. Marienkirche Bad Zwischenahn offiziell verabschiedet. Zahlreiche Gemeindemitglieder, Freunde und Wegbegleiter nahmen an dem Gottesdienst teil. Musikalisch wurde die Feier von einer kleinen Schola gestaltet.
Mehr als 40 Jahre für die Menschen da
Pastoralreferentin Bettina Montag blickt auf mehr als 40 Jahre im kirchlichen Dienst zurück. Seit über 30 Jahren war sie in den Gemeinden Bad Zwischenahn, Edewecht und später auch Rastede tätig. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen begleitet.
Über viele Jahre war sie in Edewecht für die Erstkommunionvorbereitung verantwortlich. Darüber hinaus war sie als Religionslehrerin tätig, begleitete Menschen in der Trauer und gestaltete Beerdigungen. Ein besonderes Anliegen waren ihr die Seniorinnen und Senioren. Regelmäßig organisierte und begleitete sie verschiedene Angebote wie Seniorenausflüge, das „Frühstück in Gemeinschaft“, einen Bibelkreis sowie Weihnachtsfeiern für alleinstehende Menschen.
In ihrer langen Dienstzeit lernte Bettina Montag zahlreiche Pallottiner kennen und erlebte verschiedene Veränderungen innerhalb der Pfarreistrukturen mit. Auch die Ökumene lag ihr besonders am Herzen. Daher hat sie im Gottesdienst zusammen mit Pastorin Dorothea Testa eine Dialogpredigt gehalten.
Als Seelsorgerin war sie eher eine ruhige und zurückhaltende Persönlichkeit. Vieles geschah bei ihr im Hintergrund – zuverlässig, engagiert und mit einem offenen Ohr für die Menschen.
Zum 1. Oktober 2026 beginnt Bettina Montag ihren Ruhestand. Sie wird weiterhin in Bad Zwischenahn wohnen. Die zweite Vorsitzende des Pfarreirates, Johanna Eyting, dankte ihr für ihren jahrzehntelangen Dienst und ihr vielfältiges Engagement und wünschte ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und vor allem Gesundheit.



Mit Freude an Liturgie und neuen Ideen
Auch Diakon Sebastian wurde an diesem Tag offiziell verabschiedet. Nach mehr als sechs Jahren verlässt er die Pfarrei und setzt seinen persönlichen und beruflichen Weg an einem anderen Ort fort.
Während seiner Zeit in der Pfarrei war er in der Erstkommunion- und Firmvorbereitung, in der Messdienerarbeit und bei der Sternsingervorbereitung engagiert. Neben seiner Mitarbeit in den verschiedenen Gremien begleitete er Sommerfreizeiten mit Kindern und Jugendlichen.
Eine besondere Bedeutung hatte für ihn die Liturgie. Zu seinen Aufgaben gehörten das Predigen, Taufen, Beerdigungen und die Assistenz bei Trauungen. Darüber hinaus probierte er immer wieder neue Gottesdienstformen aus. Dazu gehörten unter anderem die Rorategottesdienste im Advent, ein Valentinsgottesdienst, der Kinderkreuzweg und die besondere Weihnachtsfeier „Weihnachten im Stall“.
Alles hat seine Zeit
In seiner Abschlusspredigt griff Diakon Sebastian den Propheten Kohelet auf: „Alles hat seine Zeit“ – es gibt eine Zeit zum Säen und eine Zeit zum Ernten. Zugleich nahm er auch Bezug auf Johann Wolfgang von Goethes „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ und das Motiv des Wanderns.
Als Seelsorger sei man gewissermaßen ein Wanderer, so Diakon Sebastian. Nach einer Zeit des Bleibens komme wieder der Moment des Aufbruchs und des Weitergehens auf dem Weg des Lebens. Nun sei für ihn die Zeit gekommen, weiterzugehen.
In seiner Predigt blickte er dankbar auf die vergangenen sechs Jahre zurück. Er dankte allen, mit denen er in dieser Zeit zusammengearbeitet und Gottesdienst gefeiert hatte, und besonders für die Freundschaften, die entstanden sind.
„Ich war gerne hier und denke gerne an die zurückliegende Zeit – mit ihren schönen, aber auch kritischen Momenten“, sagte Diakon Sebastian.
Johanna Eyting wünschte ihm im Namen der Gemeinde alles Gute für seinen weiteren Weg. Passend zum Gedanken des Wanderns und Aufbrechens erhielt Diakon Sebastian als Abschiedsgeschenk einen Wanderstab.
Pater Clement Martis SAC dankte Bettina Montag und Diakon Sebastian im Namen der Gemeinde für ihr langjähriges und vielfältiges Wirken. Beide hätten auf ihre ganz eigene Weise das Leben der Pfarrei geprägt und viele Menschen begleitet.

Beitrag: Diakon Sebastian Wagner
Fotos: Frau Heike Grüber
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