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Maße beliebt. Wenn in ernsten Sitzungen, bei geselligen 

Zusammenkünften das jetzt im Tode gebrochene kluge Auge auf 

seinem Gegenüber ruhte, dann ging einem das Herz auf. Und wenn 

er in ernsten Stunden bei Erörterung schwerwiegender Fragen 

durch sein kluges Urteil mit feinem Takt und gesundem Humor 

über kritische Situationen glücklich hinweghalf, so musste sich 

jeder gestehen, dass in der Brust dieses Mannes ein Herz schlug, 

das die berechtigten Forderungen und Wünsche eines Jeden der 

Verwirklichung nahe bringen wollte.  

Dankbar anerkannt sei auch sein stetes Bestreben, den Pflichten 

eines Staatsbürgers in gleicher Weise gerecht zu werden, wie den 

großen und schweren Obliegenheiten seines bischöflichen Amtes.  

Mehr noch erregt es unsere höchste Verwunderung, wenn wir 

bedenken seinen regen Arbeitseifer, seine selbstlose Hingabe an 

den erwählten Beruf, seine rastlose Tätigkeit an dem Weiterbau 

seines Lebenswerkes. Prächtige Stations‐ und Kirchenbauten, eine 

große christliche Gemeinde im Schutzgebiete sind Zeugen seiner 

ernsten unverdrossenen Arbeit und künden auch allen Nachfahren 

das selbstlose Wirken des ersten Bischofs von Kamerun.  

Nun ist er von uns geschieden. Sein Wunsch, wie er mir selbst per‐

sönlich gestand, in den Sielen zu sterben, ist in Erfüllung gegangen.  

Ein neues schmerzliches und schweres Opfer hat das tropische 

Klima verlangt. Und ich glaube nicht zu irren in der Annahme, dass 

der edle Verblichene auch ein Opfer jenes grausamen Krieges ge‐

wesen, den der Neid unserer Feinde unserem Vaterlande aufge‐

drängt hat und den scheelsüchtige Gegner auch in unser Schutzge‐

biet hineingetragen haben. Ich kann es ihm nachfühlen, dass die 

bange Sorge, wie sein Lebenswerk diesen Sturm überdauern wer‐

de, ihm die letzten Lebenstage erschwert hat. Es war ihm nicht 

mehr vergönnt, den Tag des Friedens zu schauen, der uns hoffent‐

lich recht bald beschert ist.  

Gebrochen ist sein Auge im Tode. Er durfte im seligen Glauben 

sterben, für seine Arbeiten und Mühen hier auf Erden himmlischen 

Lohn zu ernten.