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beschrieben wird, erblickte am 13. Februar 1853 morgens vier Uhr 

das Licht der Welt und wurde drei Tage später in der Pfarrkirche zu 

Cappenberg durch das gnadenspendende Wasser der heiligen Tau‐

fe in die Zahl der Kinder Gottes aufgenommen. Ihm folgten in der 

Reihe der Geschwister Johann Theodor, geboren am 6. Februar 

1855, Bernhard Heinrich, am 1. August 1857 und Johann Anton am 

4. Dezember 1858. Den Schluss bildete die Tochter Maria Anna am 

17. Nov. 1860.  

Bis dahin war unter dem Strohdach des Vieter‐Kottens alles so gut 

gegangen, wie es sich genügsame Menschen nur wünschen konn‐

ten. Die jungen Eheleute besaßen das nötige Maß christlicher Tu‐

gend, um sich gegenseitig zu verstehen; das Beispiel ihres from‐

men Lebens war die beste Gewähr für die gute Erziehung ihrer 

Kinder; und wenn Frau Katharina wegen der Kleinen in der Haus‐

wirtschaft nicht fertig wurde, ging ihr die Schwägerin Marianne, 

die als Tante bei ihnen wohnte, zur Hand, so gut sie es vermochte. 

Die Kinder verlebten sonnige Tage. Sie waren gesund. An Gespie‐

len in der Nachbarschaft fehlte es nicht. Der junge Nachwuchs 

sorgte für Unterhaltung.  

Erst mit der Ankunft der kleinen Tochter zog sich eine Gewitter‐

wolke über der glücklichen Familie zusammen. Die Freude über 

das frohe Ereignis wurde bald durch die schwere Erkrankung der 

Mutter getrübt. Ihr Zustand verschlimmerte sich trotz aufmerk‐

samster Pflege von Tag zu Tag. Nichts half das Gebet und die Sorge 

der Alten, nichts das Weinen und Jammern der Kinder; der To‐

desengel ließ sich nicht zum Vorübergehen bewegen. Frau Katha‐

rina starb am 6. Dezember abends sieben Uhr an den Folgen des 

Wochenbettes. Am 10. Dezember fand sie auf dem Friedhof zu 

Cappenberg ihre letzte Ruhestätte.  

Von den Kindern konnten nur die beiden schulpflichtigen, Wilhelm 

und Heinrich, den Verlust einigermaßen begreifen. Als sie nach der 

Beerdigung heimkamen, gingen sie in den Garten, um sich dort 

ungestört und gründlich auszuweinen. Wilhelm glaubte seinen 

Tränen zuerst gebieten zu müssen. Er versuchte, den jüngeren 

Bruder mit der Versicherung zu trösten, Tante Marianne werde für 

sie sorgen und Mutterstelle bei ihnen vertreten. Aber der kleine 

Heinrich setzte dem Trostgrund ein Bedenken entgegen, das ihm 

unlösbar schien. „Wer aber“, klagte er, „wird uns jetzt die Strümp‐

fe stricken?“ So kindlich diese Sorge auch scheinen mag, sie zeigt 

doch, dass Heinrich, der damals erst im achten Lebensjahr stand,