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Vorwort 

Ich habe Bischof Vieter nicht zum Heiligen gestempelt, sondern 

mich bemüht, ihn so darzustellen, wie er wirklich war. Er war mir 

auch so gut genug. Heiligenleben, die nur von den außerordentli‐

chen Gnadenvorzügen ihrer Helden zu erzählen wissen, sagen uns 

Menschen von heute nicht mehr zu. Wir wollen sie sehen nicht nur 

im Sonntagsgewand der göttlichen Gnade, sondern auch im All‐

tagskleid menschlicher Schwachheit. Der werdende Heilige predigt 

uns mehr als der vollendete. Vieters Aufstieg von Säge und Hobel 

zu Stab und Mitra, seine missionarische Tätigkeit, seine ganze Le‐

bensführung bieten so viel des Interessanten, dass sie verdienen, 

der Nachwelt überliefert zu werden. 

Wem der missionsgeschichtliche Hintergrund dieser Darstellung zu 

spärlich erscheint, sei auf mein Buch ,,Die Pallottiner in Kamerun'' 

hingewiesen. 

Limburg/Lahn, den 7. April 1925 

Der Verfasser