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sagte scherzend: „Wenn ich einmal tot bin, dann lassen Sie auf
meinen Grabstein schreiben: An Vergiftung gestorben.“
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Am Freitag, dem 6. November, traf P. Hoegn von Dschang kom‐
mend in Jaunde ein, um mit dem Bischof über die Zukunft der Mis‐
sion zu beraten. Angeregt durch den Besuch und um ihn zu ehren,
blieb P. Vieter nach dem Abendessen in der Rekreation. Aber die
Schmerzen im linken Arm plagten ihn so, dass er sich nach einiger
Zeit entschuldigte und in sein Zimmer zurückzog. Nach dem
Abendgebet erkundigten sich die Patres noch einmal bei ihm nach
seinem Befinden. Es war unverändert. Er ließ sich die vom Arzt
verschriebenen Tropfen reichen und schickte sie zu Bett in der
Hoffnung, dass er ebenfalls schlafen werde.
Doch die Medizin brachte ihm weder Linderung noch Schlaf. Die
Schmerzen nahmen überhand. Von unerträglichen Qualen gefol‐
tert rief er P. Rosenhuber, der im gegenüberliegenden Zimmer
schlief, gegen elf Uhr nochmals zu sich. Er musste ihm den Arm
einreiben. Der Kranke hatte das Gefühl, als ob das Mark darin ver‐
dorrt sei. P. Rosenhuber erschien die Sache nun doch bedenklich,
und so weckte er auch P. Hoegn noch. Da die Einreibung nichts
half, machten sie ihm heiße Umschläge. Auch das war umsonst.
Trotzdem wünschte der Bischof, dass die Patres wieder zur Ruhe
gingen. Nur der schwarze Diener durfte bei ihm Nachtwache hal‐
ten.
Am nächsten Morgen hatte sich der Zustand des Patienten zwar
verändert aber nicht gebessert. Als Schwester Pankratia kam, er‐
zählte er ihr, die Schmerzen wären aus dem Arm in den Rücken
und in die Seiten gezogen. Besonders heftig traten sie in der Nie‐
rengegend auf. Man schickte zum Arzt. Doch ehe er erscheinen
konnte, hatte sich das Schicksal Bischof Vieters erfüllt. Gegen halb
acht Uhr befiel ihn ein Schüttelfrost. „Ich glaube, das ist Todeskäl‐
te“, sagte er. Die Schwester rief nach P. Rosenhuber. Als dieser das
Zimmer betrat, lag der Kranke bereits in den letzten Zügen. Er
spendete ihm die Absolution und die hl. Ölung unter der kurzen
Formel, und ‐ das edle Apostelherz hatte zu schlagen aufgehört.
Die Leiche wurde in der Kirche aufgebahrt. Von nah und fern
strömten die Eingeborenen herbei, um „ihren“ Bischof noch ein‐
mal zu sehen und an seiner Bahre zu beten. Den ganzen Tag wurde
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Stern von Afrika, 25. Jahrg. S. 172.




