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liche Handlungen ungültig gewesen waren und darum auch wie‐

derholt werden mussten. Aber die gutwilligen Menschen der Kolo‐

nie überstanden auch diese Probe ohne sonderliche Schäden und 

Schwierigkeiten. Den Kirchenfeinden aber konnten alle diese 

Skandale nur willkommen sein. Die kirchenfeindliche Freimaurerei 

des neuen Italien hatte am Stadtplatz von Caxias großen Einfluss … 

Von den neuen Priestern, die der General Faà di Bruno in die Ge‐

meinde bringen wollte, musste man dagegen befürchten, dass sie 

eine ernste Gefahr für die Machtposition der Freimaurer bedeuten 

könnten. Man beschloss daher, den greisen General durch Meu‐

chelmord zu beseitigen. Die Verschwörer rechneten wohl damit, 

dass bei einem Gelingen des Anschlags niemand mehr den Mut 

haben werde, diese SeelsorgesteIle anzunehmen und den Kampf 

mit einem solchen Gegner zu beginnen. Gegen entsprechende 

Bezahlung sollte und wollte ein Reiter mit dem Lasso, wie es zum 

Einfangen des Viehs benutzt wurde, den General auf dem Wege 

nach Nova Trento vom Pferd ziehen und dann zu Tode schleifen. 

Der feige Mordanschlag misslang nur deswegen, weil Faà di Bruno 

wegen der Hitze einen Sonnenschirm aufgespannt hielt, an dem 

das Lasso abglitt. Das Attentat weckte natürlich Empörung in der 

gesamten gutgesinnten Bevölkerung und erreichte somit eher das 

Gegenteil. Der größere Teil der Bevölkerung, vor allem von den 

Filialen, hatte den General auch mit großem Jubel empfangen und 

zeigte sich zur Mitarbeit im kirchlichen Bereich bereit.“

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Mit welchem Eifer sich Vieter in die neue Aufgabe stürzte, schildert 

er mit erfrischender Lebendigkeit. Trotz aller Widerstände und 

Anfeindungen suchte er immer die Oberhand zu behalten. Seine 

Liebe zu den Kolonisten und sein tiefwurzelnder Glaube, die ihn 

von innen her beseelten, trieb ihn zu seinem rastlosen Engage‐

ment. Vieter war ein guter und humorvoller Erzähler, wie Skolaster 

in seiner Biografie betonte. Dieses Talent würzt seinen Bericht.  

Dann kommt ein neuer Auftrag: er soll als Oberer die Mission in 

Kamerun beginnen. Mit dem schwungvollen Ausruf: „Ade Brasilien. 

Es lebe Kamerun!“ übernimmt Vieter diese neue Aufgabe, die ihn 

vor unvorstellbare Schwierigkeiten stellen sollte.  

1

  Heinrich Schulte: Gestalt und Geschichte des „Kath. Apostolates“ Vinzenz Pallottis,  

II. Teil, S. 500 – 502.