Pallottis Werk 2024 / 1

6 PALLOTTINER VOR ORT Pallotti wird sichtbar in Berlin Ein vierfaches Jubiläum zeigt, wie viel in Neukölln für Bedürftige bewirkt worden ist Es ist ein besonderer pallottinischer Ort in mehrfacher Hinsicht: die Christophorus-Kirche in Berlin. Dort bieten Pallotti mobil, Movimento Pallotti, Bildungsstätte JACK und Pfarrei eine besondere Mischung an Spiritualität. Dieses Quartett feierte nun gemeinsam vier verschiedene Jubiläen bei einer Festveranstaltung, die wie ein Kleinkunstabend gestaltet war. Lissy Eichert (Mitte) nahm Glückwünsche des Erzbischofs Dr. Heiner Koch entgegen. Mit dabei Moderator Hajo Schumacher (links), Sozialarbeiterin Agnes Maria Streich (Dritte von rechts), Yakob Mekowanent Michael und Provinzial Pater Markus Hau (rechts). Vinotha Thambipillai, deren Familie früher in der Pfarrei St. Christophorus Asyl gefunden hatte, tanzte ein Loblied auf Jesus. Bedürftige für Bedürftige 426 Wohnungen instandgesetzt. Mit mehr Spendenbereitschaft wäre noch viel mehr möglich. Lissy Eichert und Hajo Schumacher, bekannter Journalist und Autor, begrüßten als lockerspritziges Moderatoren-Duo des Abends Wegbegleiter der Projekte. Wie Sabine Wagenfeld, die mit Zuff e.V. Zufluchtswohnungen für Frauen in Berlin bereitstellt. »Ohne Pallotti-Mobil könnten wir nicht existieren!«, betonte sie. Wie multikulturell die große Besucherschar war, wurde auf einen Blick klar. An einem Tisch beim Empfangsbuffet saß Daniela Dachrodt mit einigen ihrer Schülerinnen. Sie leitet die Bildungsstätte JACK für Migrantinnen und Flüchtlinge, die seit zehn Jahren besteht. Schutzbedürftige Frauen ohne oder mit schwerem Zugang zu Bildung lernen hier Deutsch von Null bis Niveau B2. Sie können unbeschwert arbeiten, während ihre Kinder betreut werden. Ein getanztes Loblied auf Jesus Viele Wegbegleiter der »Pallottis« kamen mit speziellem Dank zu Wort. Eindrucksvoll Vinotha Thambipillai aus Sri Lanka, deren Familie Vor 30 Jahren kamen drei Pallottiner in der Berlin-Neuköllner St. Christophorus-Gemeinde an. Sie meinten, dass sie an genau diesem Ort, diesem Hotspot Neukölln, richtig seien, um Pallottis Leitspruch »Die Liebe Christi drängt uns« zu leben. Beseelt von dieser Idee sind Pfarrvikar Pater Kalle Lenz und Pastoralreferentin Lissy Eichert (UAC) bis heute in der Gemeindeleitung tätig. Sie scharten Gläubige, Freunde um sich. Das Wunder einer Wohnung Fünf Jahre später gründeten sie mit dem »Pallotti-Mobil – Bedürftige helfen Bedürftigen« einen gemeinnützigen Verein, um die Ideen Pallottis in konkrete Taten zu verwandeln. Seit 25 Jahren sind Langzeitarbeitslose, Geflüchtete und Ehrenamtliche in verschiedenen Projekten gemeinsam mit Hauptamtlichen dabei, Wohnungen im Kiez zu renovieren, Bauarbeiten auszuführen, Transporte zu stemmen. Damit auch Menschen mit kleinstem Geldbeutel das »Wunder einer Wohnung« erleben können. Seit elf Jahren managt Yakob Mekowanent Michael diesen Bereich des Vereins. Unter der Leitung des Bauingenieurs haben

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