Pallottis Werk 2024 / 1

PALLOTTINER AKTUELL 5 ZUR PERSON Pater Reinhold Maise (Jahrgang 1971) stammt aus Ittendorf in der Nähe der Pallottiner-Niederlassung auf Schloss Hersberg am Bodensee. Mit Pallottinern in seiner Pfarrei hatte er darum seit seiner Taufe, bei der Erstkommunion, Firmung und auch als Ministrant zu tun. Auf dem Hersberg machte er dann auch sein Abitur. Nach dem Zivildienst in der Altenpflege folgte ein Theologiestudium zunächst in Freiburg und dann in Vallendar. Wieder am Bodensee wurde Pater Maise 2000 in Hagnau zum Priester geweiht. Nach dem Pastoraljahr in Augsburg-Bärenkeller war er unter anderem Schul- und Jugendseelsorger in Bruchsal, in Friedberg zuständig für die Berufungspastoral und Spiritual im Noviziat in Untermerzbach. Ab 2011 folgte die Ausbildung zum Gärtner auf der Bodenseeinsel Mainau. Danach war er dort bis 2022 in Teilzeit tätig. Gleichzeitig war Pater Maise weiter als Seelsorger aktiv und eröffnete 2017 zusammen mit seinem Mitbruder Pater Fritz Kretz das Haus der Stille und des Gebets, »Coenaculum«, in der Konstanzer Altstadt. Seit August 2022 ist Pater Maise Missionssekretär der Herz-Jesu-Provinz. ihn darum nichts Ungewöhnliches. Auf der Blumeninsel Mainau, verbunden mit seiner Tätigkeit im Haus der Stille und des Gebets in Konstanz, ging es eher ruhig-meditativ zu. Als Missionssekretär ist Pater Maise hingegen viel auf Achse. »Ich brauche beides – Aktion und Kontemplation«, sagt der Pallottiner-Pater. Er beginnt den Tag frühmorgens mit einer Meditation. Für ihn gibt es eine klare Verbindung zwischen seiner früheren und jetzigen Aufgabe: »Es geht darum, Leben zu fördern und weiterzugeben.« Seine alternde Pallottiner-Gemeinschaft unterstütze die jungen Mitbrüder in Afrika und Indien mit Erfahrung und finanziell. Dass so Entwicklung ermöglicht werde, ist für Pater Maise »total sinnvoll«. Die neue Aufgabe als Missionssekretär ist für Pater Maise »ein logischer Schritt weiter« auf seinem Lebensweg. »Wenn ich lebe, was Gott in mir angelegt hat, wenn dies zum Blühen kommt, kann es auch für andere zum Segen werden«, sagt der Missionssekretär. Dies gilt seiner Ansicht nach keineswegs nur für Seelsorger, sondern für alle Menschen. Jedes Leben habe eine Berufung. Jeder und jede sollte schauen, was ihm und ihr gut gelingt und damit darüber hinaus anderen nützt. Egal ob man Priester, Gärtner, Arzt oder Lastwagenfahrer ist. Andreas Schmidt Bei einer seiner Missionsreisen in Indien erlebte Pater Maise (hinten rechts) beim Überqueren einer Hängebrücke die subtropische Vegetation. Im Park der Pallottiner in Friedberg wächst auch eine Gruppe von Ginkgo-Bäumen. Goethe hat das Ginkgo-Blatt in einem Gedicht als Sinnbild für Liebe und Freundschaft beschrieben.

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