Pallottis Werk 2024 / 1

PALLOTTINER AKTUELL 3 Von der Blumeninsel hinaus in die Welt Wie früher als Gärtner fördert Pater Reinhold Maise auch als Missionssekretär das Leben Gerade hat Pater Reinhold Maise eine üppig blühende Orchidee in seinem Büro im Provinzialat in Friedberg gegossen. Der Pallottiner hatte schon als Gärtner auf der Blumeninsel Mainau im Bodensee ein Händchen für Zierpflanzen. Seit eineinhalb Jahren hilft er nun als Missionssekretär mit, Projekte der Pallottiner vor allem in Afrika und Indien aufblühen zu lassen. Ob früher als Gärtner und jetzt als Missionssekretär – in beiden Fällen geht es ihm darum, »Leben zu fördern«. Als Missionssekretär ist Pater Maise viel unterwegs – in seinem ersten Jahr mit der neuen Aufgabe zusammengerechnet die Hälfte des Jahres. Mittlerweile hat er Indien, Kamerun, Nigeria, Malawi, Südafrika, Argentinien, Brasilien und Uruguay, Polen und die Ukraine besucht. Sein Hauptaugenmerk gilt dabei seinen Mitbrüdern. Wenn sich die Gelegenheit bietet, lässt er sich aber nebenbei von der Pflanzenwelt und ihrer Vielfalt faszinieren. In Kamerun sah Pater Maise, wie eine von einer spanischen Pfarrei finanzierte Bananenplantage mitten im Wald Früchte trägt. Der Weg dorthin führte auf einem Motorrad über Stock und Stein. In Nordindien freute er sich über Orchideen am Naturstandort. Sie sind sein Spezialgebiet als Gärtner mit der Fachrichtung Zierpflanzenbau. Die Ausbildung dazu absolvierte er auf der Insel Mainau. Insgesamt elf Jahre arbeitete er auf der Blumeninsel. Zu den Aufgaben des PallottinerPaters zählte es, Orchideen zu bewässern, zu düngen und umzutopfen und die aufwändigen Orchideenschauen mit vorzubereiten. Kreativität war gefragt, um etwa 3000 blühende Schönheiten richtig in Szene zu setzen. Viele staunten darüber, dass da ein Priester neben seiner Seelsorger-Tätigkeit wöchentlich drei Tage als Gärtner arbeitete. Auch das Fernsehen interessierte sich dafür. Lernen von der Pflanzenwelt Doch Spiritualität und Botanik sind für Pater Maise keine Gegensätze. Im Gegenteil. »Von der Botanik fühle ich mich befruchtet und positiv inspiriert«, sagt der Pallottiner. Menschen können aus seiner Sicht von der Pflanzenwelt lernen zu leben. Der Pallottiner erklärt dies so: »Lebensgesetze gelten beim Menschen und in der Natur. Es gehört zur Kunst des Lebens, die Lebensimpulse wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben.« Dies vermittelte Pater Maise im Herbst vielen Besuchern des Festes der Begegnung bei spirituell-botanischen Führungen durch den Park der Friedberger Pallottiner. Dort stehen etwa 200 Bäume. Es ist eine bunt gemischte Gesellschaft mit vielen unterschiedlichen Baumarten, darunter Exoten und bis zu 80 Jahre alten Baum-Senioren. Für Pater Maise ist der Park ein Schatz, den die Pallottiner jetzt nach Pflegemaßnahmen wie Totholzentfernung wieder neu für sich entdecken. Er erzählt dort spannende Geschichten über besondere Pflanzen. Von der Auf den Blumeninsel Mainau im Bodensee kümmerte sich Pater Reinhold Maise als Gärtner um die Orchideen. © Insel Mainau/ Tobias Mayer Lesen Sie weiter auf Seite 4 »

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