Pallottis Werk 2024 / 1

PALLOTTINER AUS DER MISSION 12 Ob er sich denn in Limburg wohlfühlt? Bruder Hermann lächelt dünn und sagt langsam »Ja, schon!« Anders der Tenor bei Bruder Alfons: »Ich fühle mich hier sehr wohl. Mir könnte es anderswo nicht besser gehen!« Beide Brüder verbringen ihren Lebensabend im Missionshaus in Limburg. In ihrer aktiven Zeit waren sie in Südafrika. Seine Liebe galt der Suppenküche Hermann Michels, 1935 in Steiningen in der Eifel geboren, wurde 1959 Pallottiner und arbeitete zunächst als Melker in Limburg, anschließend auf dem Albrechtshof bei Bendorf, der die Hochschule in Vallendar versorgte. Dann wurde er nach Südafrika entsandt. Fast Heimkehrer mit gemischten Gefühlen Das Herz der Ex-Missionare in Limburg schlägt für Südafrika Sie waren die meiste Zeit ihres Lebens fern der Heimat: Pallottiner, die einst als Missionare nach Indien, Südamerika oder Afrika gegangen waren. Zum Ruhestand kehren sie dann meist zurück nach Deutschland. Zum Beispiel nach Limburg an der Lahn, von wo aus Generationen von Missionaren früher aufgebrochen sind. So wie Bruder Alfons und Bruder Hermann. zwei Jahre musste er warten, bis er ein Visum erhielt. In dieser Zeit arbeitete er in Limburg in der Schlosserei, ehe es 1973 endlich in die Mission ging. Er lernte Afrikaans und bewirtschaftete die Farm in Balfour (Diözese Queenstown), dann die gemeinschaftseigene Pallotti-Farm. 2003 wechselte er aus Gesundheitsgründen nach Step-Aside. Hier kümmerte er sich um einen betagten Mitbruder und sorgte sich um die Anlage mit Garten und Wald. Seine Liebe galt der Suppenküche in der Küstenstadt George, die täglich Kinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Diesem Projekt gilt noch heute die Aufmerksamkeit und die Werbung von Bruder Hermann. Alfons Groß, 1932 im saarländischen Bubach geboren, wurde 1956 Pallottiner und wirkte zunächst im Missionshaus in Limburg, ehe er 1962 nach Südafrika entsandt wurde. Bruder Alfons kümmerte sich um die Elektroanlagen im damals noch Pallottiner-eigenen Glen-Gray-Hospital. Nach der Verstaatlichung 1976 bat die Regierung ihn, noch zu bleiben und Nachwuchs auszubilden. 1988 wechselte er nach Ntaba Maria, wo der Bischof von Queenstown seinen Wohnsitz hatte. Von hier aus war er zuständig für die Wasserversorgung, die Lichtmaschinen und die Windmühlen der diözesanen Einrichtungen. Nach einer Herzoperation war er 2018 gezwungen, in die Heimat zurückzukehren. Die Seniorenstation in Limburg koordiniert nun seine Arzttermine und sorgt für die Medikamente. Den vielen alten Mitbrüdern im Haus und den Gästen ist er ein angenehmer Gesprächspartner. Im Alter zufrieden, weil das Leben in Südafrika reich war. Bruder Hermann Michels (links) und Bruder Alfons Groß.

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