PALLOTTINER AUS DER PROVINZ 11 »Synodalität« ist ja derzeit das Thema in der katholischen Kirche. Für Pallottiner ist es alljährlich-alltägliche Selbstverständlichkeit. Dabei sollen die wichtigen Fragen des Zusammenlebens und Arbeitens, kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen und drängende Zukunftsfragen bewältigt werden. Und zwar nicht von oben herab, sondern im Aufeinander-Hören und Miteinander-Ringen. Dies gehört zum Selbstverständnis der Pallottiner. In diesem Sinne wurde auch intensiv über die Entwicklung der Vinzenz Pallotti University in Vallendar beraten, die sich inhaltlich grundlegend neu ausgerichtet hat. Miteinander ringen um Zukunftsfragen Die Provinzversammlung in Friedberg stand im Zeichen der Synode Es ist fast wie eine kleine Synode, wenn Mitbrüder von Hamburg bis Kapstadt zur jährlichen Provinzversammlung im Provinzialat in Friedberg zusammenkommen. Fünf Tage lang haben sie Anträge beraten, Themen diskutiert, Gottesdienst gefeiert und miteinander gebetet. Zuletzt auch bei einem Ausflug in die Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg, wo ein ganzes Jahr das Weihejubiläum des Heiligen Ulrich begangen wird. Das Wichtigste ist der Perspektivenwechsel An der Vinzenz Pallotti University wurde viel diskutiert über Interkulturalität Premiere war für ein Symposium zum Thema Interkulturalität der Vinzenz Pallotti University, des Instituts für Ethik und der Deutschen Ordensobernkonferenz. Dabei wurden an der Hochschule in Vallendar viele Aspekte des Themas beleuchtet und diskutiert – und auch neue Fragestellungen entwickelt. Wie kann Nachfolge heute gelingen? Die Provinzversammlung richtete aber auch allgemein den Blick in die Zukunft. Unter dem Motto »Jünger werden, zusammenwachsen« gaben zwei Referenten dazu Impulse: der Pallottinerpater Hans Buob und die österreichische Theologin Schwester Martha Zechmeister, die an der Universidad Centroamericana »José Simeón Cañas« in San Salvador (El Salvador) systematische Theologie lehrt. Im Kern ging es dabei um die Frage, wie Nachfolge heute unter den aktuellen Bedingungen und den dringenden Fragen der Zeit gelingen kann. Die Vinzenz Pallotti University profiliert sich neu unter der Perspektive der Interkulturalität. Dementsprechend spannte das Symposium einen weiten Bogen. Am ersten Tag sprach Prof. Dr. mult. Mariano Delgado Casado »Zur Spannung zwischen Weltkirche und Ortskirchen«. An den spannenden Vortrag des ausgewiesenen Experten für Interkulturalität schloss sich eine Podiumsdiskussion an. Der zweite Veranstaltungstag beinhaltete neben zahlreichen Vorträgen auch Workshops. In seinem abschließenden Vortrag verdeutlichte der neue University-Präsident, Pater Helmut Scharler: »Das Wichtigste am Thema Interkulturalität scheint mir der Perspektivenwechsel zu sein, den eigenen Standpunkt zu verlassen und mit einem anderen Blick auf das Leben zu schauen.« Pater Scharler sah sich durch das positive Echo der Teilnehmenden bestärkt, »die Profilierung der Vinzenz Pallotti University im Bereich der Interkulturalität weiter voranzutreiben und zu verstärken«. Für diese Teilnehmer der Provinzversammlung der Pallottiner gab es viel zu besprechen und zu diskutieren. Bunt gemischt war das Teilnehmerfeld an dem ersten Symposium zum Thema Interkulturalität an der Vinzenz Pallotti University in Vallendar.
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