PALLOTTINER AUS DER PROVINZ 7 pädagogischen Teams von Haus Wasserburg an der Boulderwand ausprobieren und Glitzertattoos oder Jutebeutel kreativ gestalten. Ermöglicht wurde das Pallottikirchenfest nicht zuletzt durch die vielen Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden von Haus Wasserburg. Ihnen dankte Rektor Pater Gattwinkel zum Abschluss genauso wie den Handwerkern und Firmen, die die Renovierung durchführten, den Ehrenamtlichen, die beim Aus- und wieder Einräumen der Kirche halfen, und den zahlreichen Spenderinnen und Spendern. Die bereits 2024 begonnene, dringende Instandsetzung und energetische Sanierung der Kirche kostete die Pallottiner rund 90.000€ – gut 18.000 € waren bis zum Pallottikirchenfest zu diesem Zweck gespendet worden. »Das ist nicht selbstverständlich und wir sagen besonders hierfür ein dickes Dankeschön!«, so Pater Gattwinkel. »Wichtig, dass du Mensch bist.« Am 12. Oktober war es wieder der Rektor, Pater Gattwinkel, der neben der sonntäglichen Gottesdienstgemeinde viele Mitbrüder in der Pallottikirche begrüßen konnte. Darunter die Generalleitung aus Rom und Provinzial Pater Markus Hau. Dazu kamen viele Freunde und Bekannte von frater Athanasius Onyegesi. Ein besonderer Gruß galt dem emeritierten Bischof von Bamberg, Eduard Schick, der gekommen war, um frater Athanasius die Diakonenweihe zu spenden. Der neue Diakon ist Mitglied der Pallottinergemeinschaft von Haus Wasserburg. 1987 in Lagos geboren, hatte er nach längerer Berufssuche zunächst in der Heimat und dann in Kamerun Philosophie und Theologie studiert. Hier lernte er die Gemeinschaft der Pallottiner und ihr Kirchenbild kennen. Nach Gesprächen mit dem damaligen Provinzial, Pater Helmut Scharler, kommt er 2020 nach Friedberg und absolviert dort sein Noviziat. Im Oktober 2022 wechselt er an Haus Wasserburg, hilft mit in der »Offenen Jugendarbeit« in Vallendar, in der Kursarbeit im Haus und studiert online Gesundheitspsychologie und Medizinpädagogik. Damit will er sich für seine spätere Tätigkeit in der Seelsorge qualifizieren. An Vinzenz Pallotti beeindruckt ihn, dass dieser keinen Unterschied gemacht habe zwischen Priestern und Laien, Gläubigen und Atheisten. Ihm war wichtig, »dass du Mensch bist«. Auf diesem Hintergrund wolle er Menschen in der Seelsorge begleiten. Bischof Schick nennt das in seiner Predigt »dienen«. Es gehe im Dienst des Diakons zuerst um die Verkündigung des Evangeliums und um den karitativen Dienst. Er verwies auf das liturgische Gewand des Diakons, die Dalmatika, die heute ein wertvolles Festgewand sei, die aber ursprünglich die Arbeitsschürze der Helfer der Armen und Kranken war. Der Pallotti-Kenner und Pallottinerfreund zitierte das berühmte Gebet von Vinzenz Pallotti »Ich möchte Speise sein, um die Hungrigen zu sättigen…«. Und er sprach über ein Wort aus dem Johannes-Evangelium, das ihm immer wichtig sei. Jesus habe gewünscht, dass die Menschen das Leben haben »und es in Fülle haben«. Kirche müsse immer dem Leben dienen. Alle Getauften, die Familie, der Verein, die Orden. »Der Einsatz für das Leben nimmt uns nichts, sondern bringt Gewinn«, sagte der Bischof mit Blick auf das von frater Athanasius ausgewählte Evangelium (Johannes 12, 20 – 26). Deshalb gelte es, dem Leben auf der Spur zu bleiben, immer Lernende zu bleiben, auch im Glauben, und immer am Gebet festzuhalten. Provinzial Pater Markus Hau verwies in seinem Dankwort auf die Erfahrung, dass Dienen auch Herrschen sein könne. Und er dankte Bischof Schick, dass er dem neuen Diakon und allen Anwesenden aus dem Geist Jesu Christi erschlossen habe, was dienen wirklich meint. Musikalisch gestalteten den Weihegottesdienst der »Projekt-Chor Haus Wasserburg« unter Leitung von Pater Alexander Diensberg, sowie der Chor der Internationalen Ausbildungskommunität an der Hochschule. Diese jungen Pallottiner begleiteten mit afrikanischen Rhythmen und Gesängen die Gäste von der Pallottikirche hinauf in den Speisesaal der Hochschule, wo das Fest bei Speis und Trank, Begegnung und Austausch seinen Ausklang fand. red Freude nach dem Weihegottesdienst: Diakon Athanasius Onyegesi, Bischof Eduard Schick, Provinzial Pater Markus Hau
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