Pallottis Werk 2025 / 4

PALLOTTINER AKTUELL 5 Freuen sich nach der Ewigen Profess (v.l.n.r.): Vizegeneral Pater Derry Murphy, frater Athanasius Onyegesi, Provinzial Pater Markus Hau, frater Blessings Chagunda, Generalrektor Pater Zenon Hanas. Treue-Versprechen in Friedberg (v.l.n.r.): Pater Markus Hau, frater Sunday Ananti, frater Petermary Azua, frater Mathew Katobela. »Die Augen waschen« Am 11. Oktober nahm Provinzial Pater Markus Hau in der Hochschulkirche in Vallendar die Ewige Profess der beiden fratres Athanasius Onyegesi und Blessings Chagunda entgegen. Mit dabei war die Generalleitung mit Generalrektor Pater Zenon Hanas. In seiner Predigt zitierte Pater Hau den Journalisten Mathias Greffrath, der fragte, wie man sehenden Auges einer Sache beitreten kann, die nicht mehr zu retten ist. Dabei habe Greffrath aber den derzeitigen Zustand der Welt gemeint, nicht die Kirche oder gar die Orden. Greffrath habe gegen das allgemeine Gefühl der Ohnmacht und der Entmündigung das Sich-ändern-müssen, ein Heraustreten aus der Bequemlichkeit angemahnt. Der Provinzial sprach von seiner eigenen Ohnmachtserfahrung angesichts der Herausforderungen, vor denen Kirche und Pallottiner stünden. Und er dankte den beiden jungen Mitbrüdern für das Evangelium, das sie ausgesucht hatten. Jesus heilt darin einen Blindgeborenen (Joh 9, 1 – 17). So wie der Blinde seine Augen am Teich Schiloach wusch, so müssten auch wir heute immer neu unsere Augen waschen, um Jesus zu sehen und mit ihm die Menschen. »Es geht um das Erkennen des Herrn in unserem Leben«, so der Provinzial. Auf ihn gelte es immer wieder neu das Vertrauen zu setzen. Und er trug den beiden jungen Pallottinern einen Auftrag Vinzenz Pallottis aus einem seiner letzten Briefe aus dem Jahr 1849 auf: »in allem und in allen unseren Herrn Jesus Christus zu sehen«. Generalrektor Zenon Hanas drückte seine Freude aus, bei der Feier dabei sein zu können. Er dankte den Familien der Mitbrüder und ihren Ausbildern. Und er erinnerte daran, dass Pallotti nur das Versprechen der Beharrlichkeit gewünscht habe. Er hoffe, dass die beiden in Treue die Balance von Gemeinschaft und Freiheit leben könnten »aus Liebe zu Jesus Christus zum Wohl der Menschen«. »Stärke unseren Glauben!« Am 5. Oktober, dem Erntedanksonntag, hatte in Friedberg frater Mathew Katobela seine erste Profess abgelegt. Der Pallottiner aus Sambia absolviert seine Ausbildung in Deutschland. In seiner Predigt griff Provinzial, Pater Markus Hau, die Bitte der Jünger aus dem Sonntagsevangelium auf: »Herr, stärke unseren Glauben!« Dazu brauche es immer neu ein Bezug-nehmen auf Jesus Christus. In der gleichen Feier erneuerten die fratres Sunday Ananti und Petermary Azua, beide aus Nigeria, ihre zeitliche Weihe auf ein Jahr. red

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