3 PALLOTTINER VOR ORT »Ihr seid auf einem guten Weg« Gemäß dem Gesetz der Pallottiner besuchte die Generalleitung aus Rom alle Niederlassungen in Deutschland. In Gesprächen mit den einzelnen Mitbrüdern und den Einblicken in die Institutionen ging es darum, sich ein Bild zu machen von der Lage der Gemeinschaft zwischen Friedberg/Bayern und Hamburg. Während ihrer sechsjährigen Amtszeit besucht die Generalleitung sämtliche Niederlassungen weltweit. Das ist in allen religiösen Gemeinschaften der Kirche Brauch und Gesetz. So kamen im Oktober für drei Wochen aus Rom Generalrektor Pater Zenon Hanas (Polen), sein Vize Pater Derry Murphy (Irland), die Räte Joseph Jules Nkodo (Kamerun), Rahul Philips (Indien), Daniel Rochetti (Brasilien), der Generalprokurator (Verbindungsmann zum Vatikan) Adam Golec (Polen) und der Generalsekretär Showri Yetukuri (Indien) und trafen sich mit allen Mitbrüdern. Eine solche Visitation (so der offizielle kirchliche Begriff) ist nach den Worten von Pater Zenon keine Kontrolle, sondern ein Höflichkeitsbesuch, damit die Leitung das Leben der Gemeinschaft im jeweiligen Land verstehen kann. Die Visitation in Deutschland war die letzte im Reigen der vielen Besuche der Generalleitung. In den 22 Einheiten, die zuvor visitiert worden waren, fiel dem Generalrektor eines auf: »Fast überall in Afrika, Lateinamerika, Australien und Indien stießen wir auf deutsche Wurzeln«, sagte Pater Hanas in seiner Eröffnungspredigt im Provinzialat in Friedberg. Von Deutschland aus seien viele Mitbrüder als Missionare in fremde Länder gegangen, um dort die Kirche zu unterstützen und die pallottinische Gemeinschaft einzupflanzen. Bewegend sei auch das soziale Engagement. Deshalb dankten er und die anderen Visitatoren in Gottesdiensten in Hamburg und Münster, am Hersberg und in Limburg, in den Wallfahrtskirchen in Friedberg und Kohlhagen den Menschen, die die Pallottiner und ihre Mission unterstützen. Im Abschlussgespräch der Generalleitung mit der Provinzleitung im Haus St. Marien in Vallendar sprach man die Nachwuchssorgen der Provinz in Deutschland an, die gute Einbindung junger Mitbrüder aus Afrika und Indien in den internationalen Kommunitäten in Friedberg und in Vallendar, die Betreuung der betagten Mitbrüder, die Jugendarbeit im Sauerland und im Rheinland, die verschiedenen Formen von Bildung und Seelsorge und auch die angespannte finanzielle Situation. Inmitten der großen Herausforderungen von Kirche in Deutschland und der geringer werdenden Zahl von Mitbrüdern sei die Provinz auf einem guten Weg. Denn, so die Besucher aus Rom, sie hätten großes Vertrauen der Mitbrüder untereinander erlebt und ehrliches Mühen, im Geist Vinzenz Pallottis den persönlichen Alltag und das jeweilige Arbeitsfeld zu gestalten. red Gute Stimmung nach dem Schlussgespräch von Generalleitung und Provinzleitung: Vorne (v.l.n.r.): die Patres Daniel Rochetti, Markus Hau, Derry Murphy, Zenon Hanas, Showri Yetukuri. Dahinter (v.l.n.r.): die Patres Björn Schacknies, Alexander Diensberg, Jürgen Heite, Rainer Schneiders, Adam Golec, Alexander Holzbach, Jules Nkodo. Nach der Wahl durch die Mitbrüder und der Bestätigung durch die Generalleitung hat die Herz- Jesu-Provinz der Pallottiner in Deutschland und Österreich seit dem 1. November eine neue Leitung: Provinzial: Pater Markus Hau Konsultoren: Pater Alexander Diensberg, Pater Sascha Heinze, Pater Jürgen Heite, Pater Björn Schacknies
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