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Delegatur Spanien

Casa Vicente Pallotti, Barrio Molinar 17
E-48891 Carranza Vizcaya, Spanien

Tel.: 0034/94/6806002
Fax: 0034/94/6806400
E-Mail: saccarranza@terra.es

In Spanien leben und arbeiten zurzeit 11 Mitbrüder: Zehn Patres und ein Bruder. Diese sind verteilt auf fünf Niederlassungen. Teneriffa, Carranza, Santurce, Castrillo und Pontferrada. Weiterhin befinden sich fünf spanische Pallottiner im Ausland. in Deutschland, Uruguay, Brasilien und in den Vereinigten Staaten.

Die Apostolatsfelder, in denen die Mitbrüder in Spanien tätig sind, decken ein breites Spektrum ab: Pfarreien, die geistliche Begleitung der Pilger auf dem Jakobsweg, die Krankenpastoral und die Gästepastoral im Haus für Spiritualität und Erholung in Carranza.

Zur Geschichte:

Schon nach dem ersten Weltkrieg, als die deutschen Pallottiner-Missionare aus Kamerun ausgewiesen wurden, kommen vorübergehend die ersten Mitbrüder in den Süden Spaniens. Während und nach dem zweiten Weltkrieg sind italienische Pallottiner auf den Kanarischen Inseln in Teneriffa und Gran Canaria tätig. Erst in der Karwoche des Jahres 1948 kommt P. Vinzenz Kühn aus Uruguay in Bilbao an, mit der Absicht, in Spanien zu gründen. Der Bischof von Vitoria gibt ihm mit dem Datum des 06. August 1948 die Erlaubnis, in Carranza ein Kolleg zu gründen.

P. Kühn wird abgelöst von P. Alfons Möhler, der am 24. Juli 1949 ebenfalls aus Uruguay in Bilbao ankam. Einige Tage zuvor war auch P. Karl-Heinz Pfennig direkt aus Italien gekommen. Die Seligsprechung von Vinzenz Pallotti bedeutete damals einen großen Impuls für die  Gründung. Bruder Heinrich Ganal kommt als Verstärkung und P. Provinzial Nägele sendet auch P. Karl Mühlbeyer, der am 29. August 1952 in Carranza ankommt.

Somit beginnt die erste Gründung der Pallottiner in Spanien mit 15 Schülern in Carranza am 06. Oktober 1952. Einige Tage später, am 10. Oktober 1952, kommt P. Alexander Walser aus Uruguay und übernimmt das Rektorat des Hauses, des Kollegs und die Delegaturleitung der frisch geborenen Delegatur der Pallottiner in Spanien. Fünf deutsche Pallottiner aus Uruguay und Deutschland gründen in Spanien. Das Haus in Carranza gehört allerdings noch nicht den Pallottinern.

Die tragende Idee ist zunächst, mit Pallottiner-Priestern der Priesternot in Uruguay entgegenzutreten. Später wird diese Idee erweitert auf ganz Südamerika. Durch das Ausbleiben von Berufungen kommt jedoch eine andere harte Realität in den Alltag. Immerhin besteht bis heute eine gute Verbindung zu den spanisch-sprechenden Ländern.

1957 wird das Kolleg ins neuerbaute Haus in Castrilllo de San Pelayo bei Veguellina de Orbigo in León, Diözese Astorga, verlegt. Es folgt ein weiterer Ausbau 1963-1965 (Kapelle und  Neubau). Die Sporthalle wurde 1978 fertig gestellt. Dieses Haus fungierte als Kolleg bis zum 30. Juni 2000. Auf dem Gelände des Grundstücks wird im Jahre 2001-2002 ein Zweifamilienhaus für die Mitbrüder vor Ort gebaut, wo diese heute noch wohnen und ihre pastorale Tätigkeit ausüben.

Das Haus in Carranza wird 1960 erworben. Zunächt war hier eine Schule, 1964 beginnt das Noviziat und auch das Studium der Philosophie. 1967 ziehen die Theologen und Philosophen von Carranza nach Vitoria ins Priesterseminar und an die Theologische Fakultät.

In Carranza entsteht eine Heimschule, die bis Juni 1976 in Funktion bleibt. Danach wird das Haus als Apostolatshaus für Kurse, Exerzitien und Gruppen genutzt - bis heute. Nach der Renovierung (1983-85) wird das Haus dann im Jahre 2003 auch noch als Thermalbad und Gästehaus benutzt. Heute ist das Haus in Carranza gleichzeitig auch Sitz der Delegatur.

Mit der starken Unterstützung der Pallottiner entwickelt sich die Tätigkeit von P. José Ventura im Süden der Inseln Teneriffa ab 1970. Es entsteht die Pfarrei von San Isidro, El Médano; dazu kommen noch die Orte und Pfarreien von Los Abrigos und El Salto. Auch die Bewohner einer nahegelegenen Farm, die Flughafenseelsorge im Aeropuerto Reina Sofía, die Ausländerseelsorge, vor allem der deutsch-sprechenden Gemeinde im Süden Teneriffas und das Heiligtum des Santo Hermano Pedro de Betancurt erfahren die tatkrätige Arbeit und Leitung unserer Mitbrüder vor Ort bis heute.

Im Oktober 1999 kommt ein Mitbruder nach Ponferrada (Provinz León und Diözese Astorga). Die priesterliche Mithilfe entwickelt sich in den Jahren 2000 und 2001 durch je einen  weiteren Mitbruder in der Stadtpfarrei und im Marienheiligtum Santa María de la Encina, in den umliegenden Kleinpfarreien des Tales Valdueza und in der Pilgerbetreuung in der neu erbauten Pilgerherberge am Weg nach Santiago de Compostela.


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