Kategoriale Seelsorge
„Kategoriale Seelsorge" ist eigentlich ein Widerspruch in sich: denn Seelsorge lässt sich nicht in Kategorien einteilen, weil immer alles zusammenspielt und zusammengehört. Nur finden wir an bestimmten Orten („Kategorien") Menschen mit - manchmal sehr - spezifischen Problemen. Und „manchmal/öfter/meistens" sind diese Probleme religiöser Natur. Deshalb gibt es in der Seelsorge - außerhalb der Pfarrseelsorge - verschiedene „Kategorien", die auch uns Pallottiner vor immer neue Herausforderungen stellen:
Seelsorge an den Lebensgrenzen von Geburt bis Sterben: wenn Leben zur Frage und Anfrage wird - an mich selbst und an die durch mich betroffenen Menschen: Seelsorge dann, wenn Hoffnung und Angst in meinem Herzen kämpfen.
Beicht- und Gesprächsseelsorge
Ob spontan oder von langer Hand vorbereitet - schon so manche(r) hat durch ein Beichtgespräch Hoffnung zurückgewonnen, Befreiung erfahren, Freude, Sicherheit, Klarheit für den nächsten Schritt, (innere) Heilung, inneren und äußeren Frieden (wieder)gefunden. Beicht- und Gesprächszentren, in denen Pallottiner Dienst tun, finden Sie an vielen Orten.
Hospizseelsorge
... ist eigentlich keine eigene „Kategorie", denn sie liegt sehr nah an Krankenhaus- und Altenheimseelsorge. Und doch ist es etwas sehr eigenes: Der Seelsorger begegnet im Hospiz Menschen, die meistens sehr genau wissen, wie es um sie steht, denn das Hospiz ist nun einmal die „letzte Station". Es sind eben Menschen, die sterben. Nicht später oder irgendwann - sondern bald. Und: im Hospiz arbeiten Menschen mit dem Leben u n d dem Tod Hand in Hand. So ist Hospizseelsorge Sorge um den Sterbenden und den Lebenden: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Angehörigen und Freunde der Sterbenden. Ein weites Feld.
Altenheimseelsorge
In vielen Köpfen (und noch mehr in den Herzen) heißt „Altersheim": jetzt ist alles zu Ende. Dabei geht es auch und gerade in solchen Häusern immer noch und jetzt erst recht! Um die Würde des Menschen: seinen Lebensabend mit seiner ganzen Würde zu leben, zu feiern und zu beenden.
Behindertenseelsorge
Aus dem Rollstuhl, aus der Sicht eines geistig behinderten Menschen sieht die Welt anders aus - darum geht es: auch diesen Menschen Lebensstärke zu vermitteln und sie in ihrer Würde ernst zu nehmen.
Welche Menschen trifft man auf deinem Flughafen? Nicht nur Menschen, die froh gestimmt in den Urlaub fahren wollen. Dort sind Geschäftsleute zu finden, die oft genug „um ihr Leben fliegen"; auf der Suche nach Lebenssinn fliegende Menschen, weil ihre Partnerschaft zerbrochen ist; Menschen fliegen zu ihren kranken oder gestorbenen Angehörigen fliegen .... Eben: Menschen mitten im Leben.
Militär- und Polizeiseelsorge
Einsatz in Afghanistan, verarbeiten von schwierigen Einsätzen bei Unfällen, Demonstrationen - und überhaupt die Frage: Wem diene ich wie mit meinem Beruf? Mit meiner Arbeit? Es bleiben: tiefe Eingriffe in das Seelenleben eines Menschen.
Feuerwehr- /Rettungsdienst- /Notfallseelsorge
Hier arbeiten Menschen, die immer an den Grenzen der Menschen erscheinen: wenn alles verbrannt ist, die lebensgefährlich verletzten oder gar toten Angehörigen auf der Autobahn geborgen werden. Und wer spricht mit denen, die zurückbleiben? Und das sind nicht nur die Angehörigen, sondern auch die Helfer.
Migrantenseelsorge
Die Völkerwanderung ist keine Erfindung der Neuzeit. Nur erleben wir sie heute ganz konkret als Anfrage an die hier angestammt Wohnenden: wie können wir den bei uns eingewanderten Menschen helfen, sich zurechtzufinden, Fuß zu fassen - und dabei ihre eigentlichen Wurzeln nicht zu verlieren. Nur wer sich seiner Wurzeln bewusst ist, kann wieder anwachsen. Und da geht es um mehr als nur um Dach und Brot.
Obdachlosenseelsorge
Entwurzelung hat ganz viele verschiedene Gründe: Freiheitsliebe, plötzliche Arbeitslosigkeit, Freude am Unterwegssein, wirtschaftlicher Ruin, zerbrochene soziale Bindungen ... Und Hilfe für Obdachlose ist nicht nur ein Teller Suppe, sondern auch ein Zuhören, Mut zusprechen, Vertrauen schenken. Für die Gesundung der Seele sorgen.
Frauen-/Männerseelsorge
Es ist ja auch der Kirche nicht neu, dass es Unterschiede gibt zwischen Frau und Mann. Und sie haben ihre je eigene Thematik und Fragestellung - gerade auch in religiösen und Glaubensfragen. So kann Kirche in einer eigenen Seelsorge den Geschlechtern gerechter werden.
Weitere Aktionen
13.-14.04.2012
Ein Wochenende für Männer in Freising
26.-29.04.2012




















