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Das Missionsmuseum in Limburg

Im Kreuzgang zwischen der Pallottinerkirche St. Marien und dem Missionshaus zeigt die Gemeinschaft, wo und wie sie ihren auswärtigen Missionsauftrag erfüllt. Zunächst gibt das Museum einen Überblick über die Person und Gründungsidee Vinzenz Pallottis (1795 - 1850) sowie die weltweite Verbreitung seiner „Vereinigung des Katholischen Apostolates".

Vitrinen mit entsprechende Objekten und Wandtafeln mit Texten und Fotos informieren über die Geschichte der pallottinischen Mission und die heutige Lage der Kirche in den drei klassischen Missionsgebieten der ehemaligen Limburger Provinz: Kamerun (1890 - 1916 / 1964 bis heute), Südafrika (seit 1922) und Australien (seit 1901).

Ein weiterer Abschnitt des Kreuzgangs widmet sich der wissenschaftlichen Arbeit, vor allem der Spracharbeit in der Mission. Das Vater Unser in zwanzig Sprachen und Leuchttafeln mit Gottesdienstszenen aus aller Welt machen auf die weltkirchliche Dimension des katholischen Glaubens aufmerksam, auf die Freude, aber auch die Spannung, die darin liegt.

Da sich das vergleichsweise kleine Missionsmuseum der Pallottiner nicht als historisch-ethnologische Ausstellung versteht, endet der Rundgang mit einer Tafel, die ein Jesus-Wort aus dem Johannesevangelium zitiert, das die Besucher nach ihrer eigenen Einstellung befragt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben... Glaubst du das?" (Joh 11, 25-27).

Schon bei ihren ersten Heimaturlauben brachten die Missionare, die ab 1890 in Kamerun tätig waren, landestypische Gegenstände aus ihrer neuen Heimat mit nach Limburg. Daraus entwickelte man früh eine kleine Ausstellung im Gästehaus des Missionshauses an der Frankfurter Straße.

Nachdem 1927 die neue große Marienkirche eingeweiht worden war, richtete die Gemeinschaft in der ehemaligen Hauskapelle ein Missionsmuseum ein, das neben Alltagsgegenständen, Waffen und Masken vor allem auch Tiere aus Afrika zeigte. Neben den bunten Schmetterlingen waren die Stars der Ausstellung der 1906 nach Limburg gekommene Kameruner Löwe und die Strauße, die Mitte der 1920er Jahre aus Südafrika gekommen waren.

1967 wurde die Ausstellung in moderner Präsentation in den Kreuzgang verlegt. Dabei wurden auch neuere Entwicklungen in der Weltkirche und der Missionstheologie thematisiert. Im Zuge der Feiern „100 Jahre Pallottiner in Kamerun" (1990) bzw. „100 Jahre Pallottiner in Limburg" (1992) wurde das Museum unter Beibehaltung eines Großteils der historischen Ausstellungsstücke neu gestaltet.

Jährlich besuchen rund 2000 Menschen das Museum. Die ständige Ausstellung ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen (für Gruppen, Schulklassen) nach Voranmeldung unter: 06431/401-0.     

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