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Bildung

"Bildung - Pallottinisch"

Fähigkeiten entdecken und fördern - Mut machen zu Engagement und Verantwortung

Aus der Überzeugung heraus, dass jeder Mensch von Gott geschenkte Fähigkeiten und Gaben hat, deren Entfaltung und deren Fruchtbarwerden für die Sendung der Kirche in der Welt notwendig sind, damit das Evangelium seine Strahlkraft erhält - ohne die Kirche und Welt wirklich „ärmer" wären, setzen sich die pallottinischen Gemeinschaften von ihrem Ursprung her zum Ziel, eben diese vielfältigen Charismen zu fördern: die Menschen zu ermutigen, sie im persönlichen Leben zu entdecken, sie auszuprägen. Wir bemühen uns, wo es in unserer Macht steht, Rüstzeug zur Verfügung zu stellen, dass die vielfältigen Charismen der Menschen kompetent „genutzt" werden können - „zum Heil der Seelen" (zugunsten des Lebens der Menschen und zum Wohl der Schöpfung) „und zur größeren Ehre Gottes"!

Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die Überzeugungen Vinzenz Pallottis, sein Gottes-, Menschen- und Kirchenbild in möglichst weiten Kreisen bekannt werden. Dies nicht aus eigennützigem Kalkül, sondern aus wirklicher Überzeugtheit! Wir sehen in diesen Einsichten Pallottis eine große Ermutigung für jeden Einzelnen, seinen unendlichen Wert als von Gott geliebter Mensch sehen zu lernen, eine Ermutigung, Gott und den uns von ihm geschenkten Gaben und Fähigkeiten zu trauen, Verantwortung zu übernehmen und sich mutig einzusetzen für die Erneuerung von Kirche und Welt. Pallottis Vision: Ein Geschenk an die Menschheit!

„Bildung" ist für uns so in erster Linie „Hoffnungsarbeit": Weil Menschen etwas können, weil sie fähig sind, ihr Können zu schulen, weil sie mit ihrem Können Veränderungs- und Gestaltungspotential haben, etwas „bewegen können" - darum besteht wirklich Hoffnung in den Herausforderungen und Nöten unserer Zeit. Es ist uns ein Anliegen, dass dieses ungeheure Potential, das der menschlichen Gemeinschaft geschenkt ist, nicht „ungenutzt vergraben wird"!

So bemühen wir uns, einerseits junge (und nicht mehr ganz junge) Menschen auf ihrem Lebens-, Entwicklungs- und Bildungsweg zu unterstützen und zu prägen: Dies in einem weiten Spektrum von Erziehungshilfe-Einrichtungen, über religiös-politische Jugendbildungsarbeit, Schulausbildung (Gymnasium) ... bis hin zum Engagement in der wissenschaftlichen Landschaft von Fachhochschule oder Universität, in Forschung und Lehre.

Wir Pallottiner nutzen unsere Möglichkeiten zu öffentlicher Einflussnahme und Multiplikatoren-Ausbildung - im wissenschaftlichen Diskurs wie in „praktischen" Ausbildungsangeboten -  nicht nur im ausdrücklich so benannten Kurs-Programm für Menschen in Leitungsverantwortung in kirchlichen Einrichtungen: „Kompetenz und Geist" für Kirche und Gesellschaft!

Wir sind uns dabei bewusst, dass mehr als Worte dabei das Zeugnis des Lebens zählt. Menschen „bilden" zu wollen bedeutet zuerst, uns selbst lebenslang fort-zu-bilden (uns immer neu „bilden", formen zu lassen) in der Treue zum Evangelium, in der Liebe zur Welt und zu den Menschen, in der Liebe zur Kirche, in der verantwortlichen Ausbildung und im Einsatz unserer Kräfte und Fähigkeiten. Vorbild ist uns auch hier, wie Vinzenz Pallotti es formuliert, Christus, der „Apostel des Vaters", der unser erster „Lehrer" ist: „Zu unserer Belehrung und Ermutigung handelte er erst und dann lehrte er. ... Deshalb wehe uns, wenn wir den gekreuzigten Christus predigen und im Reichtum leben; wenn wir seine Demut predigen und selbst Ehren genießen. Wehe uns, wenn wir das Bußleben Christi lehren und selbst den Genuss suchen; wenn wir Mildtätigkeit predigen und keine offene Hand für die Armen haben; wenn wir predigen, dass Jesus auf seinen Wanderungen Gutes tat und alle heilte, und unsere Interessen und nicht die Interessen Gottes suchen"!

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