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28. August 2016

Haus St. Ulrich

St.-Ulrich-Straße 4, 86742 Fremdingen

09086/ 221

Pastoraltheologische Tagung für Priester: Person – Geschlecht – Identität

Sonntag, 28. August 2016, 18.00 Uhr, bis Donnerstag, 01. September 2016, 13.00 Uhr

Der Mensch ist Person und hat vom Beginn seiner Existenz bis zu seinem Tod eine unveräußerliche Würde. Was passiert mit einer Kultur und einer Rechtsordnung, die einigen Menschen willkürlich die auf dieser Würde begründete unbedingte Anerkennung verweigert? Was folgt aus dem Personsein des Menschen für das Verhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern? Was besagt es für  den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Geschlechtlichkeit?

Als Person ist der Mensch ein Wesen, das mit anderen in Beziehung treten kann und muss. Nur wenn andere uns mit „Du“ ansprechen, werden wir in die Lage versetzt, „Ich“ zu sagen. Die Entwicklung der eigenen Identität vollzieht sich durch unterschiedliche Bindungen vom Kleinkindalter bis in die Pubertät und darüber hinaus. Welche Schritte müssen die Kinder und Jugendlichen gehen und wie kann der Priester und Seelsorger ihnen und ihren Bezugspersonen helfen, damit sie zu reifen Persönlichkeiten heranwachsen?

In diesem Sinne gilt es, die von Papst Franziskus gewünschte Pädagogik der Liebe zu entwickeln, die im Kindesalter beginnt, die aber besonders in der näheren und unmittelbaren Ehevorbereitung, aber auch in der Begleitung nach der Eheschließung, hilft, die eigene Identität in der Berufung zur Liebe und zum Im-Leben-Fruchtbarsein zu finden.

Um besonders jungen Menschen dabei zu helfen, eine bleibende Bindung einzugehen, ist eine angemessene Sexualerziehung von äußerster Wichtigkeit, bei der es darum geht, ihnen zu helfen, „sich ernsthaft auf eine große und großherzige Liebe vorzubereiten“ (Amoris Laetitia 284). Im Umgang mit der menschlichen Geschlechtlichkeit steht die Bindungsfähigkeit und somit auch die Frage nach der eigenen Identität auf dem Spiel.

Themen des Seminars:

– Der Mensch – Person von Anfang an: die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens und die Grundlagen des Rechtstaates

– Kinder des Verlangens: die künstlichen Reproduktionstechnologien und das Eltern-Kind-Verhältnis

– Identitätsentwicklung und Bindungsfähigkeit

– Für eine „Pädagogik der Liebe“: Sexualerziehung und Familienpastoral

Leitung

Corbin Gams MTh
geb. 1966 in Wäschenbeuren, verheiratet mit Birgit Gams. Seit 2016 Dozent für Theologie des Leibes an der päpstlichen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz (A). Seit 2015 Studienleiter des Studiengangs „Leib-Bindung-Identität. Entwicklungssensible Sexualpädagogik“ und seit 2011 Studienleiter des Studiengangs „Theologie des Leibes“, beide in Heiligenkreuz (A). Seit 2008 Mitarbeiter der „Initiative Christliche Familie“ bei der Österreichischen Bischofskonferenz und seit 2005 Referent für Theologie des Leibes.


Prof. Dr. Stephan Kampowski

geb. 1972 in Kaufbeuren. Seit 2014 ist er ordentlicher Professor für philosophische Anthropologie am Päpstlichen Institut „Johannes Paul II.“ für Studien über Ehe und Familie in Rom (I), wo er seit 2005 unterrichtet und wo er auch seine Dissertation über Hannah Arendts Handlungs- und Moraltheorie verteidigt hat. Er ist einer der Koordinatoren des Masterstudiengangs Bioethik und Bildung, der vom Institut „Johannes Paul II.“ zusammen mit dem Bioethikinstitut der Universität des Heiligen Herzens, Rom, organisiert wird. Bevor er nach Rom kam, hat Prof. Kampowski am Internationalen Theologischen Institut in Gaming (A), studiert, wo er 2000 ein Lizentiat in Theologie erworben hat. Begonnen hat er seine Studien an der Franciscan University of Steubenville, Ohio (USA), wo er 1998 mit einem Master in Philosophie und einem weiteren Master in Theologie den Abschluss machte.

Kursgebühr

Gesamtkosten: 220,00 € pro Person (beinhaltet Vollpension und Seminargebühr).

Der Kalkulation der Gesamtkosten für die Seminare liegt die Unterbringung und Verpflegung im Doppelzimmer zugrunde. Bei Buchung eines Einzelzimmers erheben wir einen Zuschlag.

Unterkunft / Verpflegung

Siehe Kursgebühr!

Veranstaltungsort

Haus St. Ulrich Hochaltingen

St.-Ulrich-Straße 4
86742 Fremdingen
Tel.: 09086/221
Fax: 09086/1264
info@Haus-St-Ulrich.org
www.stulrichhochaltingen.de

Mehr Informationen bei

Barbara Huber
Tel.: 09086/90045

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