Logo

Aktuelles von den Pallottinern

Interkonfessionelles Fußball-Turnier reißt Mauern der Intoleranz ein - P. Hillen: "Das Turnier war Stadtgespräch, weil es so etwas noch nie gegeben hat"


Grenzenloser Jubel herrschte bei den Pallottiner-Postulanten nach ihrem Final-Sieg beim ersten Interkonfessionellen Fußballturnier in Mbaukwu/Nigeria.

Mbaukwu/13.08.2010 - Das erste Interkonfessionelle Fußball-Turnier vom 20. Juli bis 12. August 2010 im nigerianischen Mbaukwu war für die Pallottiner vor Ort ein doppelter Erfolg: Zum einen gewannen die Postulanten, die unter den Augen ihres Rektors P. Peter Hillen, von Sieg zu Sieg eilten, in einem spannenden Finale gegen die katholische Pfarrjugend am gestrigen Donnerstag (12. August) knapp mit 2:1 und trugen sich als erste Mannschaft in die Siegerliste ein.

Für den Initiator des Turniers und Stifter des Pokals, P. Hillen, aber noch viel wichtiger: Alle Teilnehmer setzten sich mit großem Engagement dafür ein, festgefahrene Vorurteile und blinde Intoleranz zwischen den verschiedenen Konfessionen zu überwinden. "Das Turnier war Stadtgespräch, weil es so etwas noch nie gegeben hat", blickt der Pallottinerpater, der seit mehr als fünfundzwanzig Jahren in Afrika als Missionar wirkt, voll Stolz auf die vergangenen Wochen zurück.

In packenden Duellen spielten die Teams der Katholiken, Anglikaner und Freikirchen zwar immer mit größtem Einsatz, zeigten aber auch den nötigen Respekt vor dem Gegner auf dem Platz. "Fairplay" und das ökumenische Motto des Turniers "That all may be one" (Damit alle eins sind), das P. Hillen eigens auf T-Shirts, Plakate und Transparente drucken ließ, wurden auf und fernab des Spielfeldes in den vergangenen Wochen gelebt. Dass Fußball eine verbindende Kraft hat, wurde hier einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Ökumenische Initiativen bisher? Fehlanzeige!

Denn ökumenische Initiativen in der südnigerianischen Stadt, in der der Nachwuchs der Pallottiner in das Gemeinschaftsleben eingeführt wird, suchte man bislang vergeblich. "Bis jetzt war sich jeder selbst genug, Kontakt untereinander gab es nicht, die anderen christlichen Konfessionen wurden als häretisch betrachtet", beschreibt P. Hillen die schwierige - teils aggressive - Situation der Ökumene vor Ort. Das Fußballturnier sieht er lediglich als Initialzündung. Offenheit in der Bevölkerung ist reichlich vorhanden: "Für uns ist das neu und mutig, bedankte sich erst kürzlich ein anglikanischer Jugendlicher für diese Initiative. Schritt für Schritt geht der Missionar seinen Weg weiter. 

"Mein Ziel ist es, die Jugend zusammenzubringen, sie zu beschäftigen, dass sie sich durch Sport besser kennenlernt und gegenseitiges Verständnis wächst", formuliert der Afrika-Missionar seine Zukunftspläne. Um die Barrieren völlig zu zerbrechen - dessen ist er sich durchaus bewusst - sind jedoch weitere gemeinsame Aktionen und sehr viel Überzeugungsarbeit nötig. Dabei denkt P. Hillen an einen ökumenischen Jugendkreuzweg, gemeinsam organisierte Hilfe für arme Familien und Projekte zum Schutz der Umwelt.

Als Sieger durften sich aber auch all jene fühlen, die die Ökumene vor Ort auf eine neue menschlichere Ebene hoben.


Weitere aktuelle Meldungen

02. Februar 2012 Pater Lentz in seine Ämter in der diözesanen Jugendarbeit eingeführt
Abschied und Neubeginn standen am Dienstag (31. Januar 2012), dem Fest des heiligen Johannes Bosco, Patron der Jugend, bei der katholischen Jugend im Bistum ...
lesen
02. Februar 2012 Neuer Lehramtsstudiengang Pflege in Vorbereitung - Universitäten kooperieren
Zum Wintersemester 2012/2013 soll ein neuer Lehramtsstudiengang Pflege an berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz an den Start gehen. Darauf haben sich die ...
lesen
02. Februar 2012 „Mehr Wissen schützt“ - Fachtagung zum Thema sexueller Missbrauch
Prävention in der Kinder- und Jugendarbeit, Signale erkennen und Sprachlosigkeit überwinden. Bei der Fachtagung „Sexueller Missbrauch an Kindern ...
lesen

Alle aktuellen Meldungen im Überblick

Weitere Aktionen