Aktuelles von den Pallottinern
Alle wieder aufgetaucht - Tauchschein und religiöser Tiefgang auf der Jugendfreizeit von Haus Wasserburg
Während die eine Hälfte der Gruppe Strand und Sonne dem Tauchkurs vorzog, hielt die andere am Ende der Jugendfreizeit den Tauchschein in Händen.
Krk/Vallendar/06.08.2010 - Neun junge Erwachsene zwischen 18 und 20 Jahren sind nach unzähligen Theoriestunden und Tauchgängen auf der Ferienfreizeit von Haus Wasserburg auf der kroatischen Insel Krk wieder aufgetaucht. Zudem halten sie seit letzter Woche nach bestandenem Ausbildungskurs zum Open-Water-Diver ihren Tauchschein in Händen. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir soviel büffeln müssen", kommentierte Christoph aus Vallendar die vielen Theorieeinheiten und Lesestunden am Strand, in denen es neben Einführung in die Ausrüstung, Techniken des Tauchens und Verhaltensregeln unter Wasser auch um Physik und Ökologie ging.
Und Anne aus Urbar ergänzt: „Das Untertauchen, die Schwerelosigkeit und alles, was es zu sehen gab, hat für die anfänglichen Übungen wie Maskeausblasen und Atemregler wechseln, bei der der eine oder andere Wasser schlucken musste, entschädigt." Ihren Bruder Theo nervte vor allem das aufwendige An- und Ausziehen und ständige Reinigen der Ausrüstung. „Wenn man dann aber im Wasser ist und die 30 Kilo am Leib nicht mehr zu spüren sind, weiß man, wofür man die Strapaze über sich ergehen lässt."
Den Tauchlehrern der Tauchbasis „Correct Diving" auf dem Campingplatz Glavotok Branko Gaspar und Susi Nigst war es stets ein Anliegen neben dem Spaß am Tauchen auch eine solide Kenntnis über Sicherheit und ökologisches Bewusstsein zu vermitteln. „Deshalb haben wir uns auch für diese Tauchschule entschieden", erzählt die Biologin Martina Abts, die zusammen mit dem Rektor von Haus Wasserburg, Pater Alexander Diensberg und dem ehemaligen Zivi René Schmitt die Freizeit leitete.
Selbstbewusstsein, Achtung für andere und die Natur fördern
Abts und Diensberg, die selbst seit Jahren tauchen, fühlten sich während des Tauchkurses immer wieder an ihre eigenen Anfänge erinnert und mussten bisweilen auch eingestehen, manches entweder nie so intensiv gelernt oder schon wieder vergessen zu haben. Während sie unter Wasser den ersten Zügen ihrer Teilnehmer zuschauten, sorgte Schmitt über Wasser dafür, dass auch den anderen Teilnehmern, die Strand und Sonne einem Tauchkurs vorzogen, die gute Laune erhalten blieb.
Ziel dieser Jugendfreizeit - so Pater Diensberg - sei gewesen, das Leben in seinen verschiedenen Tiefendimensionen erfahrbar zu machen, den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, damit am Ende ein Erfolg steht, der das Selbstbewusstsein aber auch die Achtung für andere und die Natur fördert. Denn Tauchen ist kein Sport, sondern eine Lebensform der Achtsamkeit besonders auch für seinen Buddy, wie man den Tauchpartner nennt, ohne den kein vernünftiger Taucher ins Wasser geht. Deshalb bestand das Tagesprogramm sowohl aus theoretischen und praktischen Tauchstunden über und unter Wasser als auch aus meeresbiologischen Einblicken und religiösen Impulsen. So feierte die Gruppe auf hoher See eine Messe zur biblischen Seesturmgeschichte, bei der das neue Tauchboot der Basis eingesegnet wurde.
Um nicht aus der Übung zu kommen, können es die frisch gebackenen Open-Water-Diver nun kaum erwarten, den ersten Tauchgang auch in heimischen Gewässern zu machen. Das notwendige Brevet (Tauchschein) dazu haben sie jetzt. Und auch die Erlaubnis von Neptun erhielten sie am Abschlussabend bei der „Tauchertaufe" vom Meeresgott persönlich. Fehlt also nur noch ein erfahrener Buddy, der sie mitnimmt.
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