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Aktuelles von den Pallottinern

Lebendiger Glauben hinter den Bergen - Wie Achttausender türmt sich vor den Pallottinern im Nordosten Indiens so manches Hindernis auf


In den abgelegenen Bergdörfern ist die Freude über die Ankunft des Pfarrers P. Siju Jose groß.

Siyum/21.07.2010 - Glauben stärken, Bildung fördern, Gesundheit erhalten: Mit diesen Vorsätzen ist Pater Augustine Kolencherry, als erster indischer Pallottiner, auf Einladung des Bischofs von Itanagar im Bundesstaat Arunachal Pradesh angetreten, im Nordosten seines Landes christliches Leben einzupflanzen.

Für sein „Unternehmen" hätte er sich vor zwei Jahren durchaus ein leichteres Gebiet auswählen können. Denn schon allein die Tatsache, dass einige der zur Pfarrei Daporijo gehörenden Außenstationen in den östlichen Himalaya-Bergen einen zwölfstündigen Fußmarsch entfernt liegen, veranschaulicht die große Herausforderung, der sich der damals 72-jährige Missionar stellte.

Bis 1999: Missionarische Aktivitäten unter Strafandrohung verboten

Glücklicherweise hat sich die politische Situation in den vergangenen zehn Jahren stabilisiert. Denn bis 1999 waren im gesamten indischen Bundesstaat, der im Norden an Tibet, im Westen an Bhutan und im Osten an Myanmar grenzt, jegliche missionarischen Aktivitäten unter Strafandrohung verboten.

In der Pfarrkirche von Siyum haben die Gemeindemitglieder ihre geistige Heimat gefunden.

Erst die Wahlen, bei denen Christen in das Parlament einzogen und sogar Ministerposten erhielten, verbesserten das Klima. Die junge christliche Gemeinschaft vor Ort wächst seither stetig. Auch durch den Einsatz der Pallottiner. Den pallottinischen Samen, den Pater Augustine pflanzte, pflegen in der Missionsstation in Siyum inzwischen jüngere Patres.

Pater Siju Jose als Pfarrer und Pater Anto Thomas als Kaplan traten gerne in die großen Fußstapfen ihres Vorgängers: „Seine Pionierleistung macht jeden Pallottiner stolz und überzeugte uns, seine gute Arbeit auch in Zukunft fortzusetzen" erklärt P. Siju. Mitte letzten Jahres übernahm er die Verantwortung für die Pfarrei St. Vinzenz Pallotti in Siyum, die heute aus 2200 Katholiken - verteilt auf 370 Familien in 16 Stationen - besteht.  Und er weiß genau, was er will.

Nachdem sich die Hauptgemeinde in Siyum bereits aus einfachen Materialien eine eigene Kirche baute, in der sie Gottesdienst feiert, stehen für den Pfarrer derzeit drei Projekte im Vordergrund: Die Ausbildung von Katechisten, die das Evangelium auch zu jenen bringen sollen, die es bisher noch nicht erreichte. Ein Internat, das 200 Kindern aus abgelegenen Bergdörfern den Schulbesuch ermöglicht. Und eine Krankenstation mit Schwesternkonvent, die für eine gute Erstversorgung unausweichlich ist.

„Erst wenn all dies in die Tat umgesetzt ist, ist effektive Missionsarbeit möglich", schildert P. Siju die teils prekäre Situation vor Ort. Aber gerade die vielen Hindernisse, die sich vor den Patres wie ein Achttausender auftürmen, machen die Aufgabe für die beiden jungen Pallottiner besonders reizvoll.

P. Augustine leistete Pionierarbeit, die seine Mitbrüder mit Stolz erfüllte. Auch für eine bessere Zukunft der Kinder wird diese Arbeit im Nordosten Indiens fortgesetzt.

Wenn Sie die Arbeit der beiden jungen indischen Pallottiner unterstützen möchten, überweisen Sie Ihre Spende an:

Hypovereinsbank Augsburg
Stichwort „Pallottinermission - Siyum"
BLZ 72020070
Konto 7705417


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