Aktuelles von den Pallottinern
"Blick auf Neues nicht ohne Reflexion des Bestehenden": Rektoren und Provinzleitung fokussieren die künftigen Schwerpunkte innerhalb der Provinz
Drei Tage setzten sich die Rektoren und die Mitglieder der Provinzleitung mit wichtigen Zukunftsfragen der Provinz auseinander.
Friedberg/28.05.2010 - Wenn eine religiöse Gemeinschaft heute noch kraftvoll in Kirche und Gesellschaft hineinwirken möchte, muss sie ihre vorhandenen Kräfte bündeln. Das war allen Teilnehmern der diesjährigen Rektorenkonferenz in Friedberg bewusst. Deshalb beschäftigten sich die Rektoren der einzelnen Niederlassungen und örtlichen Kommunitäten gemeinsam mit der Provinzleitung vom 26. bis 28. Mai 2010 im Provinzialat der Pallottiner mit den pastoralen Schwerpunkten der Zukunft.
Zusammen mit der Pastoralpsychologin Carina de Spernbour, die seit kurzem die Initiativgruppe "Spirituelle Erneuerung" begleitet, wurde deshalb das Thema "Wandel" aufgegriffen. Dieses zog sich bereits wie ein roter Faden durch das erste Treffen der Initiativgruppe vor rund einem Monat. De Spernbour machte deutlich, welche Aufgaben und Ziele ein solcher Wandlungsprozess beinhaltet.
Provinzial P. Hans-Peter Becker betonte in diesem Zusammenhang, dass eine geistliche Erneuerung stets mit einer Überprüfung der aktuellen Apostolatsfelder einher gehen müsse. "Der Blick auf Neues ist ohne Reflexion des Bestehenden nicht möglich", so P. Becker. Dieser Prozess, der mit konkreten "Hausaufgaben" verbunden ist, sollte von jeder Hausgemeinschaft mitgetragen werden, wünschte sich der Provinzial. Greifbare Ergebnisse sollen auf der nächsten Provinzversammlung im Herbst bei einer sogenannten Ideenbörse ausgetauscht werden.
Mitbrüderlicher Austausch und gelingende Kommunikation
Wie gelingt Kommunikation zwischen Leitung und den verschiedenen Hausgemeinschaften? Auch solchen Fragen stellten sich die Teilnehmer während der drei Tage im Provinzialat, die von P. Norbert Possmann moderiert wurden. Ein erster wichtiger Schritt: Der mitbrüderliche Austausch - ob im Plenum oder in geselliger Runde am Abend. Die Grundlage dafür schufen sowohl die einzelnen Rektoren bzw. deren Stellvertreter, die aus ihren Niederlassungen berichteten, als auch der Provinzial, der grob die Linien der Provinzleitung für die nächsten Jahre zeichnete.
Dabei ging P. Becker auch auf die Missbrauchs- und Misshandlungsfälle der 60er und 70er-Jahre in Einrichtungen der Pallottiner ein. Der Provinzial berichtete von den Maßnahmen, die von Seiten der Provinzleitung ergriffen wurden, um durch Aufklärung und Prävention mit diesem "schmerzlichen Thema" verantwortungsvoll umzugehen. Weitere Punkte auf der umfangreichen Agenda waren die bevorstehende Generalversammlung in Arricia nahe Rom, Informationen aus der Provinzverwaltung, das Älter werden in der Provinz und versicherungstechnische Fragen, die durch einen externen Experten beantwortet wurden.
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